Ein Großteil der deutschen Bevölkerung leidet an einer Sehschwäche. Einige Menschen korrigieren diese mit einer Brille, andere mit Kontaktlinsen. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit einer Operation an den Augen, um das Sehvermögen dauerhaft wiederherzustellen. Wo die Vor- und Nachteile insbesondere von Kontaktlinsen und Augen-OP liegen, erläutert dieser Beitrag.

Absolute Freiheit

Selbst wenn die Kontaktlinse als Sehhilfe gilt, ist sie doch ein unsichtbarer Helfer. Die hauchdünnen Kunststoffschalen schwimmen auf der Tränenflüssigkeit und korrigieren Kurz- oder Weitsichtigkeit sowie Astigmatismus. Es gibt sie als Tageslinsen, Monatslinsen oder Jahreslinsen. Der Träger profitiert von einem uneingeschränkten Sichtfeld und kann sich beim Sport frei bewegen. Ein Augenlasern ermöglicht ebenso die absolute Freiheit, denn in den meisten Fällen ist nach der OP keine Sehhilfe mehr notwendig.

Sorgfalt und Pflege

Wer Kontaktlinsen trägt, sollte die Kunststoffschalen regelmäßig und sorgfältig reinigen. Sonst kann sich das Auge entzünden. Eine operative Korrektur der Sehkraft erfordert dagegen insgesamt gesehen eine wesentlich geringere Pflege. Nach der OP können zwar verschiedene Beschwerden auftreten, etwa trockene Augen und erhöhte Lichtempfindlichkeit. Diese werden aber meist mit speziellen Augentropfen behandelt und verschwinden nach einigen Monaten wieder.

Expertise durch den Fachmann

Das Auge ist ein empfindliches Organ, deshalb sollte jede Art von Behandlung daran nur von einem Experten in seinem jeweiligen Fachgebiet durchgeführt werden. Ausgebildete Optiker passen die erstmalige Kontaktlinse individuell ans Auge an. Augenärzte beziehungsweise Ophthalmochirurgen operieren nach einer ausführlichen Voruntersuchung inklusive Gespräch mit verschiedenen Lasertechniken, die auf den jeweiligen Patienten angepasst sind. Die Ärzte sollten über viel Erfahrung und Routine verfügen, so dass ein zufriedenstellendes Ergebnis erreicht wird.

Die Risiken einer Operation

Wie jeder operative Eingriff birgt auch ein Augenlasern bestimmte Risiken. Diese sind abhängig von der gewählten OP-Technik sowie weiteren Faktoren. Eventuell kann die Sehschwäche mit der Operation nicht vollständig behoben werden, sodass eine Nachkorrektur notwendig wird, das heißt ein erneutes Augenlasern. Kontaktlinsen können dagegen, sofern sie gut vertragen werden, immer wieder individuell angepasst und erneuert werden – ganz ohne Operation.

Unterschiedliche Kosten

Das Augenlasern dauert in den meisten Fällen nur wenige Minuten oder sogar Sekunden. Trotzdem liegen die Kosten im unteren bis mittleren vierstelligen Bereich und sind unter anderem abhängig von der eingesetzten Technik. Die Aufwendungen für Kontaktlinsen summieren sich im Laufe der Jahre auch. Dabei sind Monatslinsen beispielsweise günstiger als Tageslinsen. Wie hoch die individuellen Ausgaben für die Kunststoffschalen sind, wird also durch die gewählte Art der Linse sowie die Regelmäßigkeit des Tragens beeinflusst.

Die Entscheidung, ob Kontaktlinsen oder Augenlasern zur Korrektur der Sehschwäche ist eine individuelle Wahl. Sie hängt auch von anatomischen Ursachen ab. Wer überlegt, welche Variante die richtige für ihn ist, sollte dies mit dem Augenarzt seines Vertrauens in Ruhe besprechen.

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