Wien (OTS) – „Jede leistbare Wohnung zählt. Deshalb treibt die Stadt
Wien die
Errichtung von neuen Gemeindebauten weiterhin energisch voran. Hier
im Herzen von Margareten entstand aus einer Brache an der Kreuzung
Schönbrunner Straße und Reinprechtsdorfer Straße ein innovatives,
nachhaltiges und sehr schönes Zuhause für mehr als 30 Bewohnerinnen
und Bewohner. Dazu tragen hochwertige Wohnungen mit privaten
Freiräumen und erschwingliche Mieten ebenso wie eine komplett
gasfreie und ökologische Wärmeversorgung bei“, hebt
Vizebürgermeisterin und Wohnbaustadträtin Kathrin Gaál Vorzüge des
Projekts hervor.
Ökologisches und wohnliches Highlight – der 63. Margaretner
Gemeindebau
Das achtgeschossige Niedrigstenergiehaus (Generalplanung: F +P
Architekten ZT GmbH) in der Schönbrunner Straße 76 beherbergt 15
hochwertige und leistbare Wohnungen, die alle mit einem eigenen
Freibereich in Form von Loggia, Balkon oder Dachterrasse ausgestattet
sind.
Im 80 m2 großen Lokal im Erdgeschoss wird in Kürze das Institut
für Erlebnispädagogik eröffnen und speziell Familien mit Kindern auch
als Grätzl-Treffpunkt dienen.
Ein Wärmepumpen-Trio aus zwei Luft/Wasser-Pumpen und einer
Wasser/Wasser-Pumpe kombiniert mit Photovoltaik gewährleistet eine
innovative, nachhaltige und komplett gasfreie Energieversorgung. Bei
den zwei Luft/Wasser-Wärmepumpen für die Raumheizung handelt es sich
um Kompaktgeräte, die ebenso wie die Photovoltaik-Anlage am Dach
situiert sind.
Die Wärmeversorgung der Wohnhausanlage für die zentrale
Warmwasserbereitung mit Frischwassermodul erfolgt über eine
Wasser/Wasser-Wärmepumpe im Haustechnikraum.
Alle beheizten Räume der Wohnhausanlage werden über
Flächenheizsysteme (Fußbodenheizung bzw. Bauteilaktivierung)
versorgt. Die Kälteversorgung für die Stützkühlung wird via
Luft/Wasser-Wärmepumpenanlage durchgeführt. Die künftigen Bewohner*
innen werden also zu jeder Jahreszeit ein wohltemperiertes Raumklima
genießen können.
Eingekleidet in eine vertikale Fassadenbegrünung sowie eine
Begrünung des Daches bildet der Neubau nicht nur ein optisches
Highlight, sondern sorgt in der Wohnumgebung auch für ein
verbessertes Stadtklima. In den Obergeschossen wird das Gebäude von
einem linearen Stahlrahmen umspannt, in den geschossweise Pflanztröge
eingehängt werden. In Kombination mit Spannseilen und Rankhilfen, die
teilweise über zwei bis drei Geschosse gespannt werden, entsteht
eine dreidimensionale, lebendig begrünte Fassade, die die
Wohnqualität zusätzlich erhöht und sich positiv auf das Wohnklima
auswirkt. Optimal versorgt wird die Fassadenbegrünung mittels
automatischer Bewässerung.
„Auch mit diesem Gemeindebau NEU gelingt es der Stadt Wien, eine
effiziente und klimafreundliche Energieversorgung, hohen Wohnkomfort
und leistbares Wohnen auf einen Nenner zu bringen. Ziel ist es,
Gemeindewohnungen nach den Prinzipien einer bestmöglichen sozialen
Sicherheit und ökologischen Nachhaltigkeit zukunftsfit zu gestalten.
Für das gute Miteinander der Hausgemeinschaft sorgt von Anfang an das
Nachbarschaftsservice wohnpartner, das die Mieterinnen und Mieter im
Rahmen einer Einzugsbegleitung bei der Entwicklung einer aktiven
Nachbarschaft begleitet und unterstützt“, so Wiener Wohnen Direktorin
Karin Ramser.
„Ich heiße die neuen Bewohner*innen herzlich in Margareten
willkommen. Sie werden Teil einer engagierten Nachbarschaft voller
Leben: von Grätzloasen über bepflanzte Baumscheiben bis hin zu Kunst
und Kultur. Es passt daher wunderbar, dass der neue Gemeindebau den
Namen der Margaretnerin Friederike Mayröcker trägt, die mit ihren
Texten und Hörspielen die Kulturlandschaft bereichert hat“, betont
Bezirksvorsteher Michael Luxenberger.
Neue Generation der Wiener Gemeindebauten – weiteres Projekt im
5. Bezirk bereits in Bau
In der Spengergasse 45, ganz in der Nähe des Friederike-Mayröcker
-Hof, wird derzeit ein weiteres innovatives Projekt errichtet,
historisches Flair und zukunftsfitte, ökologische Wohnqualität
inklusive. Für den dann 64. Margaretner Gemeindebau mit 21 Wohnungen
wird ein leerstehendes, nicht denkmalgeschütztes Werkshallen- und
Wohngebäude aus Mitte des 19. Jahrhunderts entkernt und ausgebaut.
Der Bezugstermin für den Gemeindebau NEU in der Spengergasse ist
voraussichtlich im Frühling 2027.
14 Gemeindebauten NEU mit leistbarem Wohnraum für mehr als 3.500
Bewohner*innen wurden bereits bezogen, 10 Projekte für rund 3.000
Nutzer*innen sind aktuell in Bau. Insgesamt wurden bislang 5.700
Wohnungen auf den Weg gebracht. Zudem hat die Aufschwungskoalition
für Wien beschlossen, weitere 1.500 neue Gemeindewohnungen in die
Umsetzung zu bringen. (Schluss)

