Unteres Belvedere: Goldkabinett erstrahlt in barockem Glanz

Wien (OTS) – In 6.000 Arbeitsstunden wurden die Stuckdecke mit
Vergoldungen, die
vergoldeten Wandvertäfelungen sowie die Blumen- und
Groteskenmalereien des Goldkabinetts im Unteren Belvedere
restauriert. Für die erforderlichen Blattgoldergänzungen wurden ca.
10.500 Blatt Dukaten-Doppelgold benötigt.

Die historischen Räume des Belvedere sind weit mehr als ein
architektonisches Erbe – sie sind Zeug*innen unserer kulturellen
Identität. Ihr Erhalt ist nicht nur Verpflichtung gegenüber der
Geschichte, sondern auch eine Investition in die Zukunft eines
lebendigen Museums , so Generaldirektorin Stella Rollig.

Ursprünglich befand sich im heutigen Goldkabinett des Unteren
Belvedere das Schlafzimmer des Prinzen Eugen von Savoyen (1663–1736).
Daran erinnert das Relief an der Decke, das die Mondgöttin Luna
zeigt. Noch zu Lebzeiten Prinz Eugens wurde der Raum in ein
Konversationszimmer umgewidmet. Als das Belvedere in den Besitz von
Kaiserin Maria Theresia (1717–1780) gelangte, wurden zahlreiche
vergoldete Elemente mit Groteskenmalereien von Jonas Drentwett (1656
–1736) vom ehemaligen Winterpalais des Prinzen Eugen in der
Himmelpfortgasse in das Untere Belvedere verbracht. Hier wurden sie
um neu angefertigte Paneele mit Blumenmalereien von Johann Zogelmann
(1720–1758) zum Goldkabinett ergänzt. Im Zuge der letzten Renovierung
1957/58 mussten aufgrund während des Zweiten Weltkriegs entstandener
Lagerungsschäden und eines Brandes im Jahr 1950 große Teile der
Wandvertäfelung rekonstruiert werden.

Museal wurde das Goldkabinett erstmals 1813 genutzt, um erlesenes
Kunsthandwerk aus der kaiserlichen Ambraser Sammlung zu zeigen. Ab
der Eröffnung des Barockmuseums im Unteren Belvedere 1923 diente es
bis 2007 wieder als Ausstellungsort. Heute ist das Goldkabinett Teil
der historischen Prunkräumlichkeiten im Unteren Belvedere, die im
Rahmen eines Ausstellungsbesuchs, aktuell Cézanne, Monet, Renoir.
Französischer Impressionismus aus dem Museum Langmatt und Radikal!
Künstlerinnen* und Moderne 1910–1950 , besichtigt werden können.

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Ein Kurzvideo zu den Restaurierungsarbeiten, das Sie über den
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