Wien, 30.12. (OTS) – Vor genau einem Jahr hat Österreich das
Einweg-Pfandsystem gestartet.
Seitdem bringen Menschen ihre PET-Flaschen und Alu-Dosen zurück und
geben den Rohstoffen ein zweites Leben. Die Umweltschutzorganisation
GLOBAL 2000 sieht sich zum Jubiläum bestätigt. „Der Kampf für das
Einweg-Pfand hat sich ausgezahlt: Flussufer und Parks, Spielplätze
und Straßen sind weniger vermüllt, und wir recyceln mehr“, freut sich
Anna Leitner, Sprecherin für Ressourcen bei GLOBAL 2000. Pfand macht
Recycling einfach und sorgt dafür, dass weniger Verpackungen in der
Natur landen.
Ab Jahresbeginn: Keine Gebinde ohne Pfandlogo
Die Zustimmung zum Pfandsystem ist groß: Laut einer Umfrage von
Recycling Pfand Österreich befürworten fast drei Viertel der
Konsument:innen Einweg-Pfand. Seit Jänner wurden mehr als eine
Milliarde Dosen retourniert. Gerade in den ersten Monaten der
Übergangsphase war die Verwirrung groß und unnätig, weil die gleiche
Flasche oder Dose einmal mit und einmal ohne Pfand verkauft wurde.
Damit ist nun Schluss: „Es ist gut, dass diese sehr lange
Übergangsfrist nun endlich beendet ist. Ab Jahresbeginn dürfen
ausschließlich Pfand-Dosen und Pfand-Flaschen verkauft werden“, so
Leitner weiter.
Neujahrs-Vorsatz: Mehr Kreislaufwirtschaft
Für eine echte, umfassende Kreislaufwirtschaft sind weitere
Schritte notwendig – über Recycling hinaus. „Wir geben der
Bundesregierung einen Neujahrs-Vorsatz für 2026 mit: Verschieben wir
den österreichischen Welterschöpfungstag nach hinten im Jahr! Statt
im März, in den April oder besser noch in den Mai”, fordert Leitner.
Österreich braucht Kreislaufwirtschaft in allen Bereichen, denn die
Verschwendung der Rohstoffe ist zerstörerisch und macht uns abhängig
von Importen. “Dabei wächst der Müllberg täglich mit unnötigen
Verpackungen, Einwegprodukten und gesundheitsschädlicher Wegwerfmode.
Kreislaufwirtschaft ist hier ein wichtiger Schritt gegen diesen
Müllberg. Starten kann die Regierung mit einem Gesetz gegen
Wegwerfmode, also Fast Fashion“, so Leitner abschließend.

