Wien (OTS) – Die Sicherheit und Gesundheit von Arbeitnehmerinnen und
Arbeitnehmern
ist ein zentrales Anliegen der Bundesregierung. Die Arbeitsinspektion
leistet dazu einen unverzichtbaren Beitrag: Sie kontrolliert die
Einhaltung der Arbeitsschutzvorschriften und unterstützt Betriebe mit
gezielter Beratung bei deren Umsetzung. Ziel ist es, Arbeitsunfälle,
arbeitsbedingte Erkrankungen und Berufskrankheiten wirksam zu
verhindern und damit gute, sichere Arbeit für alle zu gewährleisten.
Arbeitsministerin Korinna Schumann betont: „Guter Arbeitsschutz
ist kein Selbstzweck, sondern eine grundlegende Voraussetzung für ein
gesundes, sicheres und faires Arbeitsleben. Wer sicher und gesund
arbeiten kann, bleibt länger arbeitsfähig, ist leistungsfähiger und
besser geschützt vor langfristigen gesundheitlichen Schäden.
Gleichzeitig profitieren auch die Betriebe von klaren Regeln und
guter Beratung. Wir setzen daher bewusst auf eine Kombination aus
gezielten Kontrollen und unterstützender Beratung, um Sicherheit und
Gesundheit am Arbeitsplatz nachhaltig zu stärken – gerade auch in
jenen Bereichen, in denen neue Herausforderungen entstehen.“
Um ihre Wirkung weiter zu erhöhen, setzt die Arbeitsinspektion
auch im Jahr 2026 gezielte nationale Schwerpunkte in ihren Kontroll-
und Beratungstätigkeiten.
Zwtl.: Green Jobs im Fokus
Ein Schwerpunkt liegt auf sogenannten Green Jobs, etwa in den
Bereichen Recycling, erneuerbare Energien und Speichersysteme. Diese
Tätigkeiten sind für die ökologische Transformation von zentraler
Bedeutung und gewinnen weiter an Relevanz. Gleichzeitig gehen sie
häufig mit neuen und erhöhten Arbeitsschutzrisiken einher, etwa durch
innovative Technologien, komplexe Maschinen oder Gefahren im
innerbetrieblichen Verkehr.
„Der ökologische Umbau unserer Wirtschaft darf nicht auf dem
Rücken der Beschäftigten stattfinden. Klimaschutz und Arbeitsschutz
müssen Hand in Hand gehen. Sicherheit und Gesundheit müssen von
Anfang an mitgedacht werden“ , so Schumann. Ziel ist es, Risiken
frühzeitig zu erkennen und wirksam zu minimieren bevor es zu Unfällen
oder langfristigen Gesundheitsschäden kommt.
Zwtl.: Hausbetreuung und Reinigung
Ein weiterer Schwerpunkt betrifft die Branchen Hausbetreuung und
Reinigung. Körperlich belastende Tätigkeiten, Arbeiten im Freien bei
Hitze, Kälte oder Nässe, der Umgang mit Reinigungsmitteln sowie
Zeitdruck und häufig wechselnde Einsatzorte stellen besondere
Herausforderungen dar.
„Beschäftigte in der Reinigung und Hausbetreuung leisten
körperlich anspruchsvolle Arbeit, oft unter schwierigen Bedingungen.
Umso wichtiger ist es, auf versteckte Gefahren aufmerksam zu machen
und präventiv gegenzusteuern“, unterstreicht die Arbeitsministerin.
Die Arbeitsinspektion legt daher ein besonderes Augenmerk auf
potenzielle Risiken, die nicht immer auf den ersten Blick erkennbar
sind, jedoch erhebliche Auswirkungen auf die Gesundheit haben können.
Zwtl.: Fokustage zu Arbeitszeit und Arbeitsruhe
Im Rahmen der Fokustage 2026 stehen zudem die Einhaltung der
gesetzlichen Bestimmungen zu Arbeitszeit und Arbeitsruhe im
Mittelpunkt. An vier bundesweiten Aktionstagen wird die
Arbeitsinspektion verstärkt kontrollieren und beraten. Regelmäßig
festgestellte Übertretungen – insbesondere im Bau- und
Baunebengewerbe, in der Gastronomie, im Handel sowie in
Freizeiteinrichtungen – zeigen, dass hier weiterhin Handlungsbedarf
besteht.
„Arbeitszeitregelungen sind gelebter Gesundheitsschutz. Sie
verhindern Überlastung, schützen vor Erschöpfung und sind
entscheidend für die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben“ , so
Schumann. Ergänzend zu den Fokustagen wird daher eine ganzjährige
Beratungsoffensive umgesetzt, um Betriebe und Beschäftigte umfassend
zu informieren.
Zwtl.: Bilanz der Kontrollen und Beratung im Jahr 2025
Im Jahr 2025 führten rund 300 Arbeitsinspektorinnen und
Arbeitsinspektoren etwa 60.000 Kontrollen sowie rund 50.000
Beratungen durch. Bei rund 28.500 Kontrollen wurden
arbeitsschutzrechtliche Übertretungen festgestellt. In etwa 1.300
Fällen – rund zwei Prozent aller Kontrollen – waren Strafanzeigen
erforderlich.
Neben Routinekontrollen zur Sicherstellung einer flächendeckenden
Präsenz setzt die Arbeitsinspektion gezielt thematische Schwerpunkte,
um Betriebe mit erhöhtem Gefährdungspotenzial wirksam zu erreichen.
So wurden im Schwerpunkt „Zusammenlagerung von Arbeitsstoffen“
mehr als 1.400 Kontrollen durchgeführt und über 4.000 Beratungen
angeboten. Im Schwerpunkt „Tischkreissägen“ wurden rund 1.200
Betriebe kontrolliert und knapp 1.000 beraten. Im Schwerpunkt
„Risikogeneigte Betriebe“ erfolgten über 750 Kontrollen sowie rund
600 Beratungen.
Diese Schwerpunktaktionen tragen wesentlich dazu bei, Betriebe
und Beschäftigte für Gefahren zu sensibilisieren und den
Arbeitsschutz nachhaltig zu verbessern – ein wichtiger Beitrag für
sichere, gesunde und faire Arbeitsbedingungen in Österreich.
Weitere Informationen zu aktuellen und vergangenen
Schwerpunktaktionen: arbeitsinspektion.gv.at/Schwerpunkte

