Wien (OTS) – Die Integration von Zuwander/innen gezielt fördern, ein
selbstbestimmtes Leben von Mädchen und Frauen unterstützen,
kulturellen Unterschieden professionell begegnen und Gewaltmuster
frühzeitig erkennen: Das neue Seminarprogramm des Österreichischen
Integrationsfonds (ÖIF) bietet im Frühjahr 2026 rund 50 kostenlose
Weiterbildungen, Workshops und Tagungen für alle, die in ihrem Beruf-
oder Alltagsleben mit Integration zu tun haben – wie etwa
Pädagog/innen, Vertreter/innen von Behörden, Gemeinden und
Unternehmen, Personal im Gesundheitsbereich oder Lehrkräfte in
Deutschkursen.
Der ÖIF bietet mit dem Seminarprogramm kostenlose
Weiterbildungen, Workshops und Tagungen zu sieben zentralen
Themenfeldern an:
– Deutsch lernen
– Arbeitsmarkt
– Frauenförderung und Maßnahmen für Männer
– Engagement gegen Antisemitismus
– Sicherheit, Radikalisierung und Extremismus
– Diskriminierung und Cybermobbing
– Integration in Schule und Kindergarten
Zwtl.: Gewaltprävention und Stärkung von Frauen und Mädchen im Fokus
Ein Schwerpunkt des aktuellen Seminarprogramms liegt auf der
Förderung eines selbstbestimmten Lebens von Frauen und Mädchen mit
Migrationshintergrund. Seminare behandeln verschiedene Strategien zur
Förderung eines selbstbestimmten Lebens und beinhalten
Hintergrundwissen, Ansätze der Gewaltprävention, etwa im Zusammenhang
mit weiblicher Genitalverstümmelung (FGM/C) und Zwangsheirat, sowie
Informationen zur Situation weiblicher Flüchtlinge und Zuwanderinnen.
Fachbeiträge von Samra Horić-Kiliç (Gewaltschutzzentrum Wien), Katie
Klaffenböck (IOM) und Tamara Schmidt (LEFÖ), Hilde Wolf (FGM/C-
Koordinationsstelle), Umyma El-Jelede und Friederike Widholm (FEM Süd
) bieten praxisnahe Handlungsempfehlungen und stärken die
Handlungssicherheit im beruflichen Alltag. Susanne Schröter (ehem.
Leiterin Frankfurter Forschungszentrum Globaler Islam) beleuchtet in
ihrem Präsenz-Seminar am 16. April 2026 Geschlechterrollen im Islam
und zeigt Möglichkeiten auf, Diskriminierung von muslimischen Mädchen
und Frauen zu erkennen und ihr entgegenzuwirken.
Zwtl.: Expert/innen-Tagung zur Integration von Männern
Am 20. Mai 2026 steht im Rahmen der Expert/innen-Tagung
„Maßnahmen für Männer – Rollenbilder und Prävention“ das frühe
Erkennen von Gewaltmustern und wirksame Prävention im Mittelpunkt.
Vier Fachleute bringen praktische Perspektiven ein: Emina Šarić (
Integrationsexpertin) und Thomas Franklin (Leiter der Kriminalpolizei
Wien-Donaustadt) vermitteln Strategien für den professionellen Umgang
mit Konflikten, problematischen Rollenbildern und Gewaltmustern im
Alltag. Hamzeh Laila (Leiter Maßnahmen für Männer im ÖIF) und Julia
Rothbauer (Leiterin Wissensmanagement im ÖIF) präsentieren
wissenschaftliche Ergebnisse zur Integration von Migranten und
männlichen Flüchtlingen und daran anknüpfende Impulse für die Praxis.
Zwtl.: Gezielt gegen Antisemitismus und Extremismus
Vor dem Hintergrund der Entwicklungen im Nahostkonflikt und
antisemitischer Vorfälle im Integrationskontext setzt das
Seminarprogramm auch im Frühjahr 2026 einen Schwerpunkt auf
Antisemitismus- und Radikalisierungsprävention. Am 18. Juni 2026
vermittelt der Extremismus-Präventionsexperte Ahmad Mansour
Strategien zur Demokratieförderung und Radikalisierungsprävention.
Weitere Expert/innen wie Claudia Dantschke (Leiterin HAYAT –
Beratungsstelle für Angehörige von sich radikalisierenden Personen),
Thomas Mücke (Pädagoge und Politologie), Maynat Kurbanova (Autorin
und Journalistin), Ferdinand J. Haberl (stv. Direktor der
Dokumentationsstelle Politischer Islam) widmen sich in weiteren
Seminaren dem Erkennen von Radikalisierungsanzeichen,
Indoktrinierungsversuchen über Social Media sowie Ansätzen der
Deradikalisierung.
Zwtl.: Unterstützung für Lehrkräfte in Deutschkursen
Das Erlernen der deutschen Sprache ist ein Schlüssel der
Integration, daher liegt ein besonderer Fokus auf dem Spracherwerb.
Das Fortbildungsangebot greift aktuelle Herausforderungen im
Sprachunterricht auf und vermittelt Lehrkräften in Deutsch- und
Alphabetisierungskursen didaktische Konzepte, digitale Werkzeuge
sowie den sinnvollen Einsatz von Künstlicher Intelligenz für das
Deutschlehren und -lernen im Unterricht. Die Themen reichen von der
Unterrichtsgestaltung für niedrige Sprachniveaus über interaktive
Ansätze bis hin zum Unterrichten von Personen mit Traumaerfahrungen.
Zwtl.: Hohe Zufriedenheit und breites Angebot
Das ÖIF-Seminarprogramm bietet Expertenwissen und
Handlungsoptionen aus erster Hand für Praktiker/innen im Feld der
Integration: Über 11.700 Personen haben bisher an den kostenlosen
Fortbildungen teilgenommen. Neun von zehn Teilnehmer/innen stellen
den Kursen ein gutes Zeugnis aus und empfehlen das Seminarprogramm
weiter.
Alle Termine und Anmeldung unter:
www.integrationsfonds.at/seminare

