FW-Achhorner: „Oster-Putz“ im Wirtschaftsbund ist reines Ablenkungsmanöver.

Innsbruck (OTS) – Die jüngsten Medienberichte über einen sogenannten
„Oster-Putz“ im
ÖVP-Wirtschaftsbund zeigen vor allem eines: Innerparteiliche
Reorganisation wird medial groß inszeniert, während die wirklich
notwendigen Reformen in der Wirtschaftskammer weiter ausbleiben.
Genau dort wäre aber entschlossenes Handeln gefragt.

Für die Freiheitliche Wirtschaft Tirol ist klar: Es kann nicht im
Interesse der pflichtzahlenden Mitglieder der Wirtschaftskammer sein,
wenn sich die Präsidentin vorrangig mit dem schwarzen Vorfeldapparat
beschäftigt, während in der Kammer selbst seit Jahren aufgeblähte
Strukturen, überholte Mehrfachfunktionen und fehlende Effizienz
bestehen bleiben. Die mediale Vermischung von Wirtschaftsbund und
Wirtschaftskammer ist dabei einmal mehr bezeichnend. Sie vermittelt
bewusst den Eindruck, als wäre beides dasselbe und genau von dieser
Unschärfe profitiert der Wirtschaftsbund seit Jahren, um Einfluss,
Macht und Zugriff auf enorme Mittel abzusichern.

Für Unternehmer ist es völlig belanglos, ob im Wirtschaftsbund
intern Stellvertreter neu geordnet oder parteiinterne Machtfragen
verschoben werden. Was die Betriebe brauchen, ist eine schlanke,
schlagkräftige und zukunftsfitte Wirtschaftskammer, die sich
konsequent an den Interessen des Standorts und der Unternehmen
orientiert. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten wäre es
notwendig, endlich bei den Strukturen, bei Doppelgleisigkeiten, beim
Funktionärsapparat und beim sinnvollen Einsatz der vorhandenen Mittel
anzusetzen, statt parteiinterne Umbauten als große Reform zu
verkaufen.

„Nicht der Wirtschaftsbund braucht den großen Oster-Putz, sondern
die Wirtschaftskammer selbst. Die Unternehmer erwarten sich keine
schwarze Personalrochade, sondern endlich eine spürbare Reform der
Kammerstrukturen, mehr Effizienz, weniger Funktionärsapparat und
einen verantwortungsvollen Umgang mit den vorhandenen Mitteln. Martha
Schultz wäre gut beraten, ihre Energie nicht in innerparteiliche
Aufräumarbeiten zu stecken, sondern endlich dort anzusetzen, wo
echter Reformbedarf besteht“, hält FW-Tirol-Landesobfrau LAbg. Evelyn
Achhorner fest.