Wien (OTS) – Der ORF am Küniglberg kommt nicht zur Ruhe. Mittlerweile
will der
unter mysteriösen Umständen zum Rücktritt gezwungene Ex-
Generaldirektor Weißmann rund vier Millionen Euro an Entschädigung
vom ORF einklagen. Zudem hält sich seit geraumer Zeit der Verdacht,
dass es im und rund um das ORF-Zentrum auch im Sommer „schneien“
soll. FPÖ-Generalsekretär und Mediensprecher NAbg. Christian
Hafenecker, MA forderte die ORF-Führung, vor allem aber den politisch
zuständigen SPÖ-Medienminister Babler, zum Handeln auf: „Der
‚Flurfunk‘ liefert wirklich schockierende Gerüchte und Meldungen. So
soll ein Kokainproblem beim Staatsfunk ein offenes Geheimnis sein.
Auch ein mittlerweile gefallener, dem ORF lange Zeit nahestehender
Künstler soll darin involviert sein beziehungsweise gewesen sein. Je
länger die ORF-Führung hier nichts unternimmt und für Aufklärung
sorgt, desto größer wird der Schaden für den Staatsfunk. Babler darf
sich als zuständiger Medienminister nicht länger hinter einer Mauer
des Schweigens verstecken, wie er es auch rund um den Skandalsumpf
seines roten Genossen Lederer an der ORF-Stiftungsratsspitze tut.“
Hafenecker vertritt die Ansicht, dass der ORF auch von sich aus
aktiv werden müsse: „Alle, die beim ORF arbeiten, werden de facto von
den Zwangsgebühren der Österreicher bezahlt. Der ORF hat daher eine
besondere Verantwortung. Es darf nicht sein, dass hier womöglich
Kokainnetzwerke gepflegt werden und niemand unternimmt etwas. Laut
Medienberichten werden gegen rund zwei Handvoll führender ORF-
Mitarbeiter entsprechende Vorwürfe erhoben. Es handelt sich also
allem Anschein nach nicht um einen Einzelfall, sondern um ein
gröberes Problem. ‚Schneemänner‘ sind nur im Winter lustig – hier
hört sich jeder Spaß auf.“ Der freiheitliche Mediensprecher forderte
daher Drogentests für ORF-Manager: „Rekruten beim Bundesheer werden
beim Einrücken sowie anlassbezogen, etwa vor der
Führerscheinausbildung oder bei Diensten im Sanitätsbereich, mittels
Urintests überprüft. Das kann ich mir durchaus auch für hochbezahlte
ORF-Manager vorstellen.“
Dass Kokainvorwürfe rund um den ORF nichts Neues sind, zeigt ein
Blick ins Archiv. Bereits in den 1990er-Jahren wurde berichtet, dass
der Kokainkonsum am Küniglberg überhandgenommen habe. Nun sind
derartige Gerüchte erneut aufgetaucht. Mitunter gehe es dabei nicht
nur um Konsum, sondern auch um Verkauf. „Hier darf man nicht einfach
zur Tagesordnung übergehen. Angesichts der vielen Fehlentwicklungen
im ORF ist es höchste Zeit, aufzuräumen und einen Staatsfunk zu
etablieren, wie ihn die Österreicher verdienen: politisch unabhängig
und schlank“, so der FPÖ-Generalsekretär.

