Wien (OTS) – Anlässlich des bundesweiten Girls‘ Day öffnet das
Bundesministerium
für Innovation, Mobilität und Infrastruktur am 23. April 2026 seine
Türen für rund 70 Schülerinnen aus der 3. und 4. Klasse Mittelschule.
Ziel des Aktionstages ist es, jungen Mädchen und Frauen neue
Perspektiven für ihre Berufswahl aufzuzeigen und ihr Interesse an
Zukunftsfeldern in den Bereichen Mobilität, Technologie und
Innovation zu stärken.
Zum Auftakt begrüßte Bundesminister Peter Hanke die Schülerinnen
persönlich und betonte die zentrale Rolle von Innovation, Mobilität
und Infrastruktur für die Gesellschaft: “Innovation bedeutet,
Gewohntes zu hinterfragen und Neues zu schaffen. Mobilität heißt,
Selbstbestimmung und sich auf verschiedene Art fortzubewegen. Und
Infrastruktur ist das Fundament, das all das überhaupt erst möglich
macht.”
Gleichzeitig ermutigte der Minister die Schülerinnen, ihren
eigenen Weg zu gehen: “Lasst euch nicht einreden, welche Berufe ihr
ergreifen sollt oder dürft. Euch sind keine Grenzen gesetzt, ihr
könnt alles werden, was euch interessiert. Habt Mut und die Neugier,
verschiedene Dinge auszuprobieren und vor allem Vertrauen in euch
selbst”, betonte Hanke.
Neue Perspektiven für die Berufswahl
Gelegenheit in die verschiedenen Felder hinzuschnuppern bot dann
ein interaktiver Workshop unter dem Titel “Neue Perspektiven zur
Berufswahl”, der gemeinsam mit der Initiative LEA – Let’s empower
Austria durchgeführt wurde. Dabei setzten sich die Schülerinnen mit
Rollenbildern auseinander und hinterfragten klassische Vorstellungen
von Berufen. Ziel war es, neue Denkansätze zu fördern und
individuelle Stärken in den Mittelpunkt zu stellen.
Ein besonderer Fokus lag danach auf dem praktischen Erleben. Bei
mehreren MINT-Stationen konnten die Schülerinnen selbst aktiv werden
und weibliche Role Models kennenlernen. Bei der Station “Kombinierter
Güterverkehr” erhielten sie Einblicke in die komplexen
Logistiksysteme, die unsere tägliche Versorgung sichern. Die Station
“Elektro-Mobilität” widmete sich nachhaltigen Antriebstechnologien
und deren Bedeutung für den Klimaschutz.
KI verstehen – hinterfragen – mitgestalten
Erstmals wurde auch eine eigene Station zum Thema Künstliche
Intelligenz angeboten, die in Zusammenarbeit mit Women in AI Austria
umgesetzt wurde. Dort erfuhren die Schülerinnen, wie KI-Systeme
funktionieren und welche Rolle Daten dabei spielen. Besonders im
Fokus stand die kritische Auseinandersetzung mit sogenannten “Bias” –
also Verzerrungen in Daten, die zu einseitigen oder stereotypen
Ergebnissen führen können. Die Schülerinnen lernten, dass KI keine
objektiven Wahrheiten liefert, sondern von Menschen gestaltet wird
und daher bewusst hinterfragt werden muss.
Ergänzend dazu konnten sie bei einer simulierten Pressekonferenz
im Pressezentrum des BMIMI in verschiedene Rollen schlüpfen und sich
mit dem Thema “Zugfahren und öffentlicher Personennahverkehr – Wie
komme ich sicher zur Schule?” auseinandersetzen. Dabei standen
nachhaltige Mobilitätsformen wie öffentliche Verkehrsmittel, Fahrrad
und Zufußgehen im Mittelpunkt.
Girls‘ Day stellt Weichen für zukunftsfähige Berufswahl
Seit 2006 findet jährlich am vierten Donnerstag im April auch im
Bundesdienst der Girls‘ Day statt, an dem verschiedene Institutionen
ein vielseitiges Programm bieten. Der diesjährige Aktionstag im BMIMI
setzt erneut ein starkes Zeichen für Chancengleichheit und die
Förderung von Mädchen in zukunftsweisenden Berufsfeldern. Der Girls‘
Day 2026 ermöglicht Blicke hinter die Kulissen und dahin, wo die
Weichen für die Innovation, Mobilität und Infrastruktur gestellt
werden. Durch praxisnahe Einblicke und persönliche Begegnungen mit
Expert:innen sollen Hemmschwellen abgebaut und neue Möglichkeiten bei
der Berufswahl aufgezeigt werden, ganz besonders in den Bereichen
Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik.

