Wien (OTS) – Frauen gestalten die Land- und Forstwirtschaft in allen
ihren
Facetten und sind der zentrale Dreh- und Angelpunkt auf unseren
bäuerlichen Familienbetrieben. Im internationalen Jahr der Bäuerin
sollen die Leistungen der Frauen in der Landwirtschaft besondere
Aufmerksamkeit erhalten. Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig
hat dafür gemeinsam mit den Bäuerinnen Österreich und der
Landwirtschaftskammer Österreich die Initiative „Bäuerinnen im Fokus
– Hof und Land in Frauenhand“ gestartet. Der Startschuss wurde beim
Bundesbäuerinnentag in Feldkirch gegeben. Ziel ist, die
Innovationskraft und die entscheidende Rolle von Bäuerinnen stärker
in das öffentliche Bewusstsein zu rücken, die Sichtbarkeit von Frauen
in der Land- und Forstwirtschaft zu erhöhen, spannende Einblicke in
den Betriebsalltag zu geben und mit Erfolgsgeschichten Mut zu machen.
Vielfältige Wege
Auf einer Landingpage im Verbund von www.landwirtschaft.at finden
sich ansprechend aufbereitete Informationen zur Situation der
Bäuerinnen in Österreich. Authentisch schildern Bäuerinnen, wie sie
sich auf ihren Betrieben selbst verwirklichen, was ihre Ziele sind
und wo es noch Handlungsbedarf für mehr Geschlechtergleichstellung
gibt. Begleitet von Social-Media-Aktivitäten werden im Rahmen des
ganzjährigen Schwerpunkts Bäuerinnen aus den unterschiedlichsten
Sparten und ihre inspirierenden Geschichten vorgestellt.
Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig : „Frauen gestalten mit
Engagement und Innovationsgeist unsere nachhaltige und
zukunftsorientierte Land- und Forstwirtschaft. Besonders im
internationalen Jahr der Bäuerinnen wollen wir ihre Sichtbarkeit
erhöhen. Frauen übernehmen Verantwortung in allen Bereichen, dafür
gebührt ihnen großer Respekt, Zuspruch und Anerkennung. Mit unserer
Initiative setzen wir hier ein deutliches Zeichen der Wertschätzung.“
Auch Bundesbäuerin Irene Neumann-Hartberger : „Bäuerinnen prägen die
Weiterentwicklung der Betriebe maßgeblich. Sie sind
Betriebsführerinnen, Managerinnen, zentrale Entscheidungsträgerinnen
und pflichtbewusste Fachkräfte, die überall anpacken. Es ist wichtig,
die Vielfalt der Wege und die Bedeutung von Frauen auf den Höfen
sichtbar zu machen – für die Gesellschaft und für die nächste
Generation.“
Den Auftakt machen Petra Wimmer aus Oberösterreich und Katja Müllner
aus dem Burgenland. Zwei Frauen, die mit Überzeugung unterschiedliche
Wege gehen von der Schweinezucht bis zum Bio-Ackerbau.
Katja Müllner, Ackerbäuerin: „ Früher wurde die Arbeit von Frauen am
Hof oft als „Mithilfe“ gesehen, auch wenn sie tragende Säulen des
Betriebs waren. Heute treten Frauen viel sichtbarer auf. Trotzdem
gibt es immer noch traditionelle Denkmuster, die wir überwinden
müssen. Sich zu behaupten, ist alles eine Frage der Übung. Praktische
Fähigkeiten kann man lernen, sie sind nicht geschlechtermäßig
angeboren. Niemand kommt auf die Welt und kann einen Traktoranhänger
rückwärts schieben.“
Die Initiative setzt im „Internationalen Jahr der Bäuerin 2026“,
ausgerufen durch die Vereinten Nationen, ein starkes Signal. Sie
steht für mehr Anerkennung, Gleichstellung und Zukunftsperspektiven
für Frauen in der Land- und Forstwirtschaft.
Zur Bäuerinnen-Kampagne: www.landwirtschaft.at/baeuerinnen

