Wien/Schwechat (OTS) – Die gestern bekannt gewordene PFAS-Belastung
rund um die OMV-
Raffinerie Schwechat ist ein Umweltskandal mit Ansage. Jahrzehntelang
sollen PFAS-haltige Löschschäume auf dem Raffineriegelände eingesetzt
worden sein. Nun sind die giftigen „Ewigkeitschemikalien“ im
Grundwasser und in privaten Hausbrunnen der Umgebung nachgewiesen
worden. Betroffene Anrainer:innen werden aufgefordert, ihr
Brunnenwasser nicht mehr als Trinkwasser oder zur Gartenbewässerung
zu verwenden. Greenpeace fordert von der OMV eine lückenlose
Aufklärung dieses Umweltskandals und eine sofortiges Verbot von PFAS.
Madeleine Drescher, Konsumexpertin bei Greenpeace: „Was wir in
Schwechat sehen, ist die bittere Quittung für den sorglosen Umgang
mit Ewigkeitschemikalien. PFAS bleiben: in Böden, dem Grundwasser und
auch in unseren Körpern. Wenn die eigene Wasserversorgung zum
Gesundheitsrisiko wird, ist das kein lokales Problem mehr, sondern
ein Warnsignal für den gesamten Umwelt- und Gesundheitsschutz in
Österreich.“
PFAS sind langlebige Ewigkeitschemikalien, die sich in der Umwelt
nicht abbauen und mit gesundheitlichen Risiken wie Immunschwäche und
Krebserkrankungen in Verbindung gebracht werden. PFAS-haltige
Feuerlöschschäume sind eine der größten Ursachen für PFAS-
Verschmutzung in der Umwelt. Trotzdem wurden diese Stoffe über
Jahrzehnte verwendet, auch bei der OMV in Schwechat.
Da die Risiken von Ewigkeitschemikalien längst bekannt sind, fordert
Greenpeace nun ein lückenloses österreichweites Monitoring, ein
öffentliches PFAS-Register für belastete Böden und Wasser sowie ein
rasches EU-weites Verbot dieser Umweltgifte. Bund und Länder müssen
Industrieanlagen und Flughäfen systematisch untersuchen. Die OMV muss
nach dem Verursacherprinzip eine umfassende Sanierung übernehmen und
die Belastung rund um die Raffinerie weiter untersuchen lassen. „Die
OMV muss jetzt die Karten auf den Tisch legen. Warum wurde
jahrzehntelang nicht getestet? Wie groß ist die Belastung? Welche
Gebiete sind betroffen? Wir fordern die ganze Wahrheit, ohne Wenn und
Aber. Der Konzern darf sich jetzt nicht wegducken. Wer unsere Umwelt
verunreinigt, muss die Zeche zahlen. Es geht um unser Wasser und
unsere Zukunft“, so Drescher.


