Wien – (OTS) – „SPÖ und Neos haben die Probleme rund um den Jedmayer
und die U6
Station Gumpendorfer Straße jahrelang ignoriert, verharmlost oder
ausgesessen. Erst der beharrliche Druck der ÖVP und der betroffenen
Anrainer hat nun zu ersten substanziellen Schritten geführt“,
erklären Gerhard Hammerer von der ÖVP Mariahilf und Felix Ofner von
der ÖVP Rudolfsheim-Fünfhaus. Die seit 8. Mai 2026 geltende
polizeiliche Schutzzone rund um den Fritz Imhoff Park war eine
langjährige Forderung der ÖVP und gibt der Polizei endlich
zusätzliche Möglichkeiten, gezielt gegen Drogenhandel und
problematische Entwicklungen vorzugehen.
Zwtl.: Konzentration beim Jedmayer hat zugenommen
„Diese Schritte sind wichtig, lösen aber das Grundproblem nicht.
Eine einzige Einrichtung kann nicht die Drogenprobleme einer Zwei
Millionen Metropole schultern“, so Hammerer und Ofner. Aktuelle
Zahlen aus dem Tätigkeitsbericht der Suchthilfe zeigen zudem eine
bedenkliche Entwicklung: Von 2024 auf 2025 stiegen die
Spritzentauschkontakte beim Jedmayer von 169.179 auf 179.986, während
die zweite Einrichtung Chance und der Bereich Streetwork Rückgänge
verzeichneten. Damit entfallen mehr als 82 Prozent aller Kontakte auf
diesen Standort, die Konzentration nähert sich wieder dem Vor-Corona-
Niveau an. Pro Tag kam der Jedmayer im vergangenen Jahr auf die
beachtliche Zahl von 6.500 abgegebenen Spritzen. „Solange Versorgung,
Belastungen und Begleiterscheinungen derart stark an einem Ort
gebündelt bleiben, wird das Grätzel nicht nachhaltig entlastet. Die
Stadt muss endlich an die Ursachen heran, statt erst dann zu
reagieren, wenn der öffentliche Druck zu groß wird“, so Hammerer und
Ofner weiter.
Ein möglicher Ansatz wäre aus Sicht der ÖVP, die Verschreibung im
Rahmen der Substitutionstherapie künftig stärker an den Hauptwohnsitz
zu koppeln. Rezepte sollten demnach grundsätzlich nur mehr am Wohnort
eingelöst werden können. „Wir fordern Stadtrat Hacker daher auf,
diesen Vorschlag mit der zuständigen SPÖ-Gesundheitsministerin
Schumann rasch zu besprechen und umzusetzen. Wer das Jedmayer Grätzel
wirklich entlasten will, muss die bestehende Konzentration endlich
aufbrechen. Jetzt sind SPÖ und Neos am Zug“, so Hammerer und Ofner
abschließend.


