Totschnig: Erster Österreichischer Staatspreis Holzbau ist Zeichen für klimafreundliches, innovatives und zukunftsorientiertes Bauen

Wien (OTS) – Mit dem Österreichischen Staatspreis Holzbau wurden am
28. Mai im
feierlichen Rahmen in den Wiener Sofiensälen erstmals herausragende
Holzbauten in Österreich ausgezeichnet. Die prämierten Projekte
setzen neue Maßstäbe für qualitätsvolles, ressourcenschonendes und
zukunftsorientiertes Bauen. Sie zeigen, wie Holzbau innovative
Lösungen ermöglicht, die architektonisch überzeugen und zugleich
einen messbaren Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz leisten. Aus 41
nominierten Projekten, die sich aus den Preisträgerinnen und
Preisträgern der zwischen 2023 bis 2025 in allen neun Bundesländern
vergebenen Holzbaupreisen ergaben, kürte eine internationale Fachjury
drei Hauptpreise und zwei Anerkennungen.

Die drei Hauptpreise gingen an die Firmenzentrale Windkraft
Simonsfeld (Erweiterung) in Niederösterreich, die HTL Bau und Design
Innsbruck (Aufstockung) in Tirol und das Rathaus Hohenems in
Vorarlberg. Anerkennungen erhielten das Ronald McDonald Haus in
Salzburg Stadt und die Schulen Hittisau in Vorarlberg.

Bundesminister Norbert Totschnig: „Wer mit Holz baut, schützt das
Klima und schafft durch die Bindung von CO₂ gewissermaßen einen
zweiten Wald. Mit dem Österreichischen Staatspreis für Holzbau setzen
wir ein klares Zeichen für klimafreundliches, innovatives und
zukunftsorientiertes Bauen. Holzbau stärkt außerdem nachhaltiges
Wirtschaftswachstum, heimische Arbeitsplätze und regionale
Wertschöpfung. Mit dem neuen Staatspreis holen wir die Leistungen
unserer Architektur- und Planungsbüros sowie der heimischen
Holzbaubetriebe vor den Vorhang und zeigen das große Potenzial des
Rohstoffs Holz. Gleichzeitig wollen wir mehr Menschen und Unternehmen
dazu motivieren, verstärkt auf Holzbau in Österreich zu setzen.“

Richard Stralz, Obmann von proHolz Austria: „Der Staatspreis Holzbau
macht sichtbar, auf welch hohem Niveau in Österreich mit Holz gebaut
wird. Die ausgezeichneten Projekte zeigen eindrucksvoll, welches
Wissen und Können im heimischen Holzsektor steckt. Holz ist ein
Schlüssel für die Transformation und Dekarbonisierung des
Gebäudesektors. Wir haben alle Voraussetzungen, diese Chance zu
ergreifen und den Holzbauanteil in Österreich weiter zu steigern.“

Die internationale Fachjury, die aus den Architektinnen und
Professorinnen Nicole Berganski und Annette Hafner sowie dem
Tragwerksplaner Pirmin Jung besteht, bereiste ausgewählte Projekte im
Rahmen einer Tour durch Österreich und zieht folgendes Resümee: „Das
Wissen um den Holzbau und die Wertschätzung für diesen Werkstoff sind
längst in ganz Österreich angekommen. Sie liefern auf relevante
Themen unserer Zeit – Bauen im Bestand, Nachverdichtung, Wohnen,
Bauen für die öffentliche Hand – überzeugende, auf Funktion und
Standort abgestimmte Antworten.“ (Auszug aus dem Jury-Statement).

Zwei der ausgezeichneten Projekte, die Firmenzentrale Windkraft
Simonsfeld (Erweiterung) und das Rathaus Hohenems sind zudem für den
WoodPoP Dara Award nominiert, der im Herbst 2026 vergeben wird und
herausragende Holzbauleistungen auf europäischer Ebene würdigt.

Innovationspreis Holz
Im Rahmen des Staatspreises wurde auch erstmals der Innovationspreis
Holz vergeben. Gesucht waren Ideen und Konzepte, die das Potenzial
von Holz als zukunftsfähiges, klimagerechtes sowie technisch und
gestalterisch vielseitiges Material sichtbar machen. Im Fokus standen
Ansätze zur stofflich-mechanischen Nutzung von Holz mit hohem
Marktpotenzial.

Aus 51 Einreichungen wurden diese drei Beiträge ausgezeichnet: ein
Projekt von JOANNEUM RESEARCH Forschungsgesellschaft mbH/Institut
MATERIALS zu elektrisch leitenden Holzoberflächen durch
Atmosphärendruck-Plasma (1. Preis), ein Projekt des Wood Vision Lab
mit dem Fokus auf Laubholz als Hochleistungsmaterial (2.Preis) und
ein Projekt von Rubner Holzindustrie GmbH, Rubner Holzbau GmbH,
Nordpan GmbH und Holzforschung Austria zu einem zweiten Lebenszyklus
in der Holzverwertung (3. Preis).

Johannes Rehulka , Vorsitzender der Raiffeisen Nachhaltigkeits-
Initiative, die den Innovationspreis unterstützt: „Holz ist ein
regionaler, klimafreundlicher und ökologischer Baustoff mit
Potenzial. Daher unterstützt die Raiffeisen Nachhaltigkeits-
Initiative mit großer Freude den Innovationspreis Holz. Damit werden
gezielt Projekte vor den Vorhang geholt, die Holz neu denken – in
seiner Nutzung, in der Anwendung und im Marktpotenzial.“

Der Staatspreis Holzbau wurde in Kooperation mit proHolz Austria
ausgelobt. Er ist mit Mitteln des österreichischen Waldfonds
gefördert und wird künftig alle vier Jahre vergeben.

Der Innovationspreis Holz wurde durch das Bundesministerium für Land-
und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und
Wasserwirtschaft mit Unterstützung der Raiffeisen Nachhaltigkeits-
Initiative verliehen.

Weitere Informationen & Fotos:
https://www.staatspreis-holzbau.at/

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