Wien (OTS) – Der Eurovision Song Contest 2026 in Wien war ein voller
Erfolg,
insbesondere bei jungen Zielgruppen und auf digitalen Plattformen,
und unterstreicht eindrucksvoll die ungebrochene Attraktivität des
Wettbewerbs im 70. Jahr seines Bestehens. Einem strukturellen
Reichweitenrückgang stehen Erfolgswerte in den teilnehmenden Ländern
gegenüber. Der ESC ist somit auch in herausfordernden Zeiten seinem
Motto „United by Music“ gerecht geworden.
ORF-Executive Producer Michael Krön: „Es freut mich sehr, dass
wir trotz zahlreicher Boykottaufrufe im Vorfeld und dem Wegfall
einiger wichtiger Märkte unsere Ziele erreicht haben. Die TV-
Reichweiten haben mit 131 Millionen unsere Erwartungen sogar noch
übertroffen. Darüber hinaus finde ich schön, dass wir die jungen
Zielgruppen besonders aktivieren und auf Social Media mit unserem
Content Rekord-Views erzielen konnten.“
Starke Gesamtperformance trotz erklärbarem Reichweitenrückgang
Der diesjährige Song Contest erreichte 131 Millionen Zuseherinnen
und Zuseher in 35 gemessenen TV-Märkten. Der im Jahresvergleich
verzeichnete Rückgang der Gesamtreichweite ist maßgeblich auf die
Nichtteilnahme mehrerer Länder zurückzuführen. Allein Island, Irland,
Spanien, die Niederlande und Slowenien hatten im Vorjahr gemeinsam
eine Reichweite von mehr als 28 Millionen Personen erzielt. Der
Rückgang ist daher strukturell erklärbar und kein Indikator für ein
nachlassendes Publikumsinteresse.
Unabhängig davon konnten in rund einem Drittel der gemessenen
Märkte Reichweitenzuwächse verzeichnet werden. Besonders stark war
das Wachstum im Gastgeberland Österreich sowie in Australien (jeweils
+1,2 Millionen). In 14 von 35 teilnehmenden Märkten wurden
Marktanteile von mehr als 50 Prozent gemessen. Am stärksten waren
dabei Finnland (92,8 %), Schweden (85,5 %), Norwegen (83,4 %) und
Dänemark (79 %).
Aber auch in Österreich erzielte der Eurovision Song Contest 2026
Rekordwerte. Das Grand Final erreichte durchschnittlich rund 1,6
Millionen Zuseherinnen und Zuseher, bei einem Marktanteil von bis zu
75 Prozent 12+ bzw. 91 Prozent bei den 12- bis 29-Jährigen.
Enormer Zuwachs bei digitalen Kennzahlen zum ESC; ORF erzielte
100 Millionen Views auf Social Media
Der Eurovision Song Contest hat sich zu einem ganzjährigen
globalen Unterhaltungsphänomen entwickelt, das belegen die
internationalen, digitalen Kennzahlen. Bereits von den ersten
Ankündigungen der Acts der teilnehmenden Nationen und nationalen
Vorentscheiden verfolgen Millionen von Fans jede Entwicklung in der
Welt des Song Contest bis hin zum großen Finale. Und mehr denn je
sind es die jüngeren Zuschauer:innen, die für rekordverdächtige
Interaktionen im Online-Bereich sorgen.
Über TikTok, Instagram, Facebook, YouTube und andere Plattformen
begeisterte der Eurovision Song Contest Fans in aller Welt, wobei die
Interaktionen zwischen dem 1. Januar und dem 30. Mai 2026 (zwei
Wochen nach dem Grand Final) neue Höhen erreichten. So erzeugten
offizielle Eurovision-Inhalte in diesem Zeitraum mehr als 2,75
Milliarden Aufrufe (TikTok, Instagram, YouTube und Facebook). Über
die Show-Woche hinweg (11. bis 17. Mai) verzeichneten die digitalen
Kanäle des Eurovision Song Contest über 39,3 Millionen Interaktionen
und übertrafen damit die Vorjahreszahl von 39,1 Millionen.
Auf TikTok gab es ein enormes Wachstum bei jüngeren Fans, 37
Prozent der Follower:innen sind im Alter von 18–24 Jahren. Die Anzahl
der Aufrufe in der Showwoche stieg 2026 im Vergleich zu 2025 um 33
Prozent. Die Interaktionen nahmen gegenüber Basel 2025 zu. Insgesamt
generierten TikTok-Inhalte zwischen dem 1. Januar und dem 30. Mai
872,1 Millionen Aufrufe, was einer Steigerung von 9,4 Prozent im
Vergleich zum Vorjahr bedeutet.
Auf Instagram nutzten mehr Fans als je zuvor Fotos, Stories,
Videos und Übertragungen, um in die Welt des Eurovision Song Contest
einzutauchen. Erstmals erreichte der ESC auf der Plattform mehr als
eine Milliarde Aufrufe. Das sind 3,25 Prozent mehr als im Vorjahr.
Auch Facebook verzeichnete im Vergleich zum selben Zeitraum des
Vorjahres ein großes Wachstum, wobei ESC-Inhalte 247,8 Millionen
Aufrufe erhielten und 43 Millionen Accounts erreicht wurden. Das
entspricht einem Anstieg von 33,6 Prozent bzw. 34,4 Prozent. Die
Interaktionen sprangen 2026 um fast 23 Prozent auf 3,8 Millionen.
Das stetig wachsende Subreddit „r/eurovision“ erreichte 372.150
Nutzer:innen, ein Anstieg von mehr als 32.000 seit 2025. Exklusive
für Reddit verfügbare Künstler:innen-Erstproben-Megathreads erzielten
dank einer engagierten Community von Moderatoren und Superfans 2,27
Millionen Aufrufe für den diesjährigen Wettbewerb.
Auch der ORF erreichte im Online-Bereich Rekordwerte. Mit mehr
als 450 Content Pieces erzielte der ORF auf seinen Social-Media-
Kanälen rund 100 Millionen Views. Die ESC-Live-Streams und -Videos
verbuchten seit 24. April 66 Millionen Nutzungsminuten in Österreich.
Storys, Live-Ticker und Hintergrundberichte auf
https://songcontest.ORF.at und im gesamten ORF.at-Network erzielten
mehr als 13 Millionen Page Impressions. Auf https://debatte.ORF.at
diskutierten Fans live mit und setzten über 14.000 Postings ab. Mehr
als 1.900 Kurztextbeiträge gingen im Rahmen von „TXT meets ESC“ im
ORF TELETEXT on air.
Junge Zielgruppen klar gewonnen
Ein zentrales Erfolgssignal liefert die Entwicklung bei den
jungen Zuschauerinnen und Zuschauern: Bei den 15- bis 24-Jährigen
erzielte das Grand Final einen durchschnittlichen Marktanteil von
54,8 Prozent – das ist viermal so hoch wie der durchschnittliche
Marktanteil der ausstrahlenden Sender in dieser Zielgruppe (13,7 %).
Dieser Abstand ist sogar größer als im Vorjahr und belegt
eindrucksvoll, wie stark der Eurovision Song Contest die Relevanz
öffentlich-rechtlicher Angebote bei jungen Menschen steigert.
ORF-Studie belegt hohe Beliebtheit des Eurovision Song Contest in
der österreichischen Bevölkerung
Dass der Eurovision Song Contest beim österreichischen Publikum
ein voller Erfolg war, belegen auch die Zahlen einer aktuellen ORF-
Umfrage, die zwischen 18. und 26. Mai stattfand (INTEGRAL,
online/telefonisch, n=1.000, repräsentativ für die österreichische
Wohnbevölkerung 16+):
Der Eurovision Song Contest 2026 ging an so gut wie niemandem in
Österreich vorbei: 98 Prozent der Befragten wissen, dass der ESC 2026
am 16. Mai in der Wiener Stadthalle ausgetragen worden ist. Mit 74
Prozent ist die Mehrheit der Österreicherinnen und Österreicher davon
überzeugt, dass die Austragung des ESC eine gute Möglichkeit war,
Österreich in der Welt zu präsentieren, und dass dadurch der
Österreich-Tourismus belebt wird (72 %). 70 Prozent denken, dass
Österreich damit in der Welt bekannter wird.
Positiv wurde die Rolle des ORF als gastgebende Rundfunkanstalt
bewertet: 68 Prozent finden, dass der ORF den Song Contest sehr gut
und professionell organisiert und durchgeführt hat. Für mehr als die
Hälfte der Befragten hat der ORF durch die Austragung des ESC
Österreich die Möglichkeit geboten, sich weltoffen und in seiner
Vielfalt zu präsentieren und damit einen Beitrag zur Verständigung
der Nationen geleistet. Für 49 Prozent hat der ORF dadurch
international an Ansehen gewonnen.
Jene, die das Finale verfolgt haben, fanden es „professionell
gemacht“ (90 %), „unterhaltsam“ (79 %) und mit „eindrucksvoller
Bühne/Technik“ (90 %). Österreich sei „als attraktives Reiseland
dargestellt“ (78 %) und das „Thema ‚United by Music‘ gut umgesetzt
worden“ (74 %). 69 Prozent fanden die Show „spannend“, 68 Prozent die
„Moderation sympathisch und kompetent“.
Sehr geschätzt wurde, dass der ESC umweltfreundlich und
barrierefrei gestaltet war: 70 Prozent finden es sehr/eher gut, dass
der ORF die Austragung des ESC als Green Event veranstaltet hat, und
80 Prozent, dass die Finalshows für Gehörlose untertitelt, in
internationale Gebärdensprache übersetzt und für Blinde und
Sehbehinderte audiodeskribiert wurden.


