AK Anderl zu Lohntransparenz: Endlich kommt Bewegung in die Sache!

Wien (OTS) – „Es freut mich, dass in Sachen Lohntransparenz nun
endlich etwas
weitergeht. Die Frauen in Österreich warten nun wirklich lange genug
auf eine faire und gerechte Bezahlung ihrer Arbeit“, kommentiert AK
Präsidentin Renate Anderl den in die Koordinierung geschickten
Entwurf aus dem Sozialministerium. Zudem erneuert Anderl die
Forderungen seitens der AK und hält fest: „Wir sind dann zufrieden,
wenn der Gender Pay Gap geschlossen ist und der Equal Pay Day auf den
31. Dezember fällt.“

Nach langwierigen und zähen Verhandlungen, bei denen die
Arbeitgeber-Seite mehr als auf der Bremse gestanden ist, ist
Österreich der Lohntransparenz nun einen Schritt nähergekommen.
Anderl: „Der Entwurf aus dem Sozialministerium lässt hoffen, dass die
Frauen in diesem Land in Zukunft fairer und gerechter bezahlt werden
und Lohndiskriminierung bald der Vergangenheit angehört.“ Aus Sicht
der AK müssen daher diese Forderungen erfüllt sein:

+ Transparenz für alle Entgeltbestandteile – neben dem
Grundgehalt müssen auch Boni und Zulagen offengelegt werden.

+ Transparenz bereits im Bewerbungsprozess – Anspruch auf
Gehaltsauskunft schon vor Vertragsabschluss.

+ Leicht zugängliche Informationen zum Einkommen – Betriebe
müssen proaktiv informieren, zudem muss ein gut strukturierter
Einkommensbericht vorgelegt werden.

+ Gesetzliche Umsetzung muss berücksichtigen, dass Mehrheit der
Beschäftigten in Österreich in Betrieben mit weniger als 100
Mitarbeiter:innen arbeitet.

+ Monitoringstelle muss gleichzeitig eine Servicestelle für
Betriebe und Betriebsrät:innen sein.