Marchfeldspargel g.g.A. zieht Bilanz der Spargelsaison 2026

Mannsdorf an der Donau (OTS) – Mit dem Ende der Spargelsaison 2026
zieht der Verein Marchfeldspargel
g.g.A. eine insgesamt ausgewogene Bilanz. Die Erntemengen lagen
annähernd auf dem Niveau des Vorjahres und die Qualität des Spargels
entsprach über die gesamte Saison hinweg den hohen Anforderungen von
Handel, Gastronomie und Konsumentinnen und Konsumenten.

Auch die Preis- und Marktentwicklung verlief insgesamt stabil.
Gleichzeitig zeigen sich weiterhin Herausforderungen für die
heimischen Produzenten. Insbesondere der Wettbewerbsdruck durch
Importware sowie die steigenden Anforderungen an Produktion,
Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit beschäftigen die Betriebe
zunehmend.

„Die Saison 2026 ist insgesamt zufriedenstellend verlaufen. Die
Erträge und die Qualität stimmen, gleichzeitig sehen wir aber auch,
dass die Rahmenbedingungen für die heimischen Produzenten
anspruchsvoller werden. Umso wichtiger ist es, die
Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Spargelproduktion
langfristig zu sichern“, erklärt Werner Magoschitz, Obmann des
Vereins Marchfeldspargel g.g.A.

Zwtl.: Hohe Standards brauchen faire Rahmenbedingungen

Die österreichischen Spargelproduzenten erfüllen hohe
Anforderungen in den Bereichen Umwelt-, Sozial-, Qualitäts- und
Herkunftsstandards. Diese Leistungen schaffen einen Mehrwert für
Konsumentinnen und Konsumenten sowie für die Gesellschaft, führen
jedoch gleichzeitig zu höheren Produktionskosten.

Die Mitgliedsbetriebe des Marchfeldspargels g.g.A. investieren
laufend in nachhaltige Bewirtschaftung, Ressourcenschonung,
Biodiversität, moderne Produktionstechnologien sowie faire
Arbeitsbedingungen. Diese Standards sind ein wesentlicher Bestandteil
der österreichischen Landwirtschaft und tragen zur langfristigen
Sicherung von Qualität und Versorgungssicherheit bei.

Gleichzeitig zeigt die Saison 2026, dass während der heimischen
Spargelzeit weiterhin erhebliche Mengen an Importspargel im
österreichischen Handel angeboten werden. Viele dieser Produkte
stammen aus Regionen mit deutlich niedrigeren Produktions- und
Kontrollstandards. Dadurch entsteht für heimische Produzenten ein
Wettbewerb, der nicht immer unter vergleichbaren Voraussetzungen
stattfindet.

„Wir stehen klar hinter den hohen österreichischen Standards. Sie
garantieren Qualität, Nachhaltigkeit und Transparenz. Gleichzeitig
braucht es faire Rahmenbedingungen entlang der gesamten
Wertschöpfungskette. Wer regionale Landwirtschaft erhalten möchte,
muss auch den Mehrwert heimischer Produkte anerkennen und fördern“,
betont Magoschitz.

Zwtl.: Bewusste Kaufentscheidungen stärken die heimische
Landwirtschaft

Der Kauf von Marchfeldspargel g.g.A. bedeutet weit mehr als den
Erwerb eines hochwertigen Lebensmittels. Konsumentinnen und
Konsumenten unterstützen damit regionale Familienbetriebe, sichern
Arbeitsplätze in der Region und leisten einen wichtigen Beitrag zur
heimischen Lebensmittelversorgung.

Kurze Transportwege, transparente Herkunft und eine nachhaltige
Produktion machen den Marchfeldspargel g.g.A. zu einem
Vorzeigebeispiel regionaler Landwirtschaft. Gerade in Zeiten globaler
Unsicherheiten gewinnt eine starke heimische Lebensmittelproduktion
weiter an Bedeutung.

Der Verein sieht daher weiterhin großes Potenzial, die Bedeutung
regionaler Herkunft im Bewusstsein der Konsumentinnen und Konsumenten
sowie im Handel weiter zu stärken.

Zwtl.: Strategische Weiterentwicklung des Marchfeldspargels g.g.A.

Neben der Saisonbilanz richtet sich der Blick bereits auf die
Zukunft. Gemeinsam mit den Mitgliedsbetrieben arbeitet der Verein
aktuell an der Weiterentwicklung seiner strategischen Ausrichtung für
die kommenden Jahre.

Ein besonderer Schwerpunkt wird auf der Stärkung der
Marktposition des Marchfeldspargels g.g.A. liegen. Ziel ist es, den
Anteil heimischer Ware während der österreichischen Spargelsaison
weiter auszubauen, die Sichtbarkeit der Herkunft zu erhöhen und das
Bewusstsein für regionale Lebensmittel nachhaltig zu stärken.

Darüber hinaus arbeitet der Verein an einer langfristigen
Strategie zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit, zur Anpassung an
klimatische Veränderungen sowie zur Weiterentwicklung nachhaltiger
und regenerativer Anbaumethoden. Themen wie Ressourceneffizienz,
Biodiversität, Bodenfruchtbarkeit und Herkunftskommunikation werden
dabei weiter an Bedeutung gewinnen.

„Die Zukunft des Marchfeldspargels entscheidet sich nicht nur am
Feld, sondern entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Unser Ziel
ist es, die Rahmenbedingungen für die heimischen Produzenten weiter
zu verbessern und die Bedeutung regionaler Lebensmittel für kommende
Generationen nachhaltig zu sichern“, so Magoschitz.

Zwtl.: Dank an Konsumentinnen, Konsumenten und Partner

Der Verein Marchfeldspargel g.g.A. bedankt sich bei allen
Konsumentinnen und Konsumenten, den Partnern aus Handel und
Gastronomie sowie den mehr als 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
auf den Mitgliedsbetrieben für ihren Einsatz und ihre Unterstützung
während der Saison 2026.

Die Entwicklung der vergangenen Jahre zeigt, dass Regionalität,
Qualität und nachvollziehbare Herkunft für viele Menschen in
Österreich wichtige Werte darstellen. Der Verein wird diesen Weg auch
in Zukunft konsequent weiterverfolgen.

Über den Verein

Der Verein Marchfeldspargel g.g.A. steht für hochwertigen,
regional produzierten Spargel aus dem Marchfeld. Seit 1996 ist die
Marke Marchfeldspargel von der Europäischen Union mit dem Gütesiegel
„geschützte geografische Angabe“ (g.g.A.) ausgezeichnet.

Die Mitgliedsbetriebe bewirtschaften rund 400 Hektar
Spargelanbaufläche im Marchfeld und produzieren mehr als die Hälfte
des österreichischen Spargels. Der Marchfeldspargel g.g.A. zählt zu
den am strengsten kontrollierten Lebensmitteln Europas und steht für
höchste Qualitätsstandards, nachvollziehbare Herkunft sowie einen
verantwortungsvollen Umgang mit den natürlichen Ressourcen.