Wien (OTS) – Grillen bleibt eines der beliebtesten Sommerrituale der
Österreicherinnen und Österreicher – und wird zunehmend zum bewussten
Genusserlebnis. Fast neun von zehn Haushalten werfen in der warmen
Jahreszeit regelmäßig den Grill an. Gleichzeitig steigen die Ausgaben
deutlich: Durchschnittlich werden heuer bereits 66 Euro pro Grillerei
ausgegeben – um 19 Euro mehr als in den Jahren 2025 und 2024. Das
zeigt der aktuelle Consumer Check von Reppublika Research & Analytics
im Auftrag des Handelsverbands.
„ Grillen ist für viele Menschen ein kulinarisches ebenso wie
gesellschaftliches Erlebnis. Wenn Familie, Freunde und Nachbarn
zusammenkommen, wird bewusst gut eingekauft. Qualität, Regionalität
und Genuss sind den Konsumentinnen und Konsumenten heute wichtiger
denn je. Davon profitieren der Lebensmittelhandel ebenso wie
Fleischereien, Bauernmärkte, Feinkostgeschäfte und regionale
Produzenten “, sagt Rainer Will , Geschäftsführer des freiwilligen,
überparteilichen und unabhängigen Handelsverbands.
Zwtl.: Geschmack schlägt Preis
Was eine gelungene Grillerei ausmacht, ist für die Österreicher
klar:
–
96 % legen besonderen Wert auf guten Geschmack .
–
89 % nennen hochwertige Lebensmittel als entscheidend.
–
87 % schätzen vor allem die Geselligkeit mit Familie und
Freunden.
–
82 % verbinden Grillen mit Entspannung im Freien .
–
80 % achten auf ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis .
–
78 % fühlen beim Grillen Sommer und Urlaub .
–
77 % ist Regionalität besonders wichtig.
Zwtl.: Grillen wird immer vielfältiger
Am Rost selbst regiert inzwischen eine große Vielfalt. Zwar
bleiben Würstel (59 %) die beliebteste Grill-Spezialität der
Österreicher, unmittelbar dahinter folgt aber bereits gegrilltes
Gemüse (58 %). Ebenfalls hoch im Kurs stehen Salate und andere
Beilagen (52 %), Saucen (51 %), Geflügel (50 %), Schweinefleisch (48
%), Brot und Gebäck (47 %) sowie gegrillte Erdäpfel (43 %). Bereits
38 Prozent greifen regelmäßig zu Hallo umi oder Grillkäse .
Vegetarische (9 %) und vegane Fleischalternativen (8 %) gehören
inzwischen ebenfalls zum Grill-Sortiment vieler Haushalte.
Zwtl.: Generationenwechsel am Grill: Gemüse im Kommen
Besonders deutlich zeigt sich der Wandel bei den jüngeren
Generationen. Während Babyboomer (60+) weiterhin vor allem Würstel (
67 %) und Schweinefleisch (60 %) bevorzugen, greift die Gen Z (18-
bis 28-Jährige) deutlich häufiger zu Halloumi (43 %) sowie
vegetarischen (25 %) oder veganen Grillalternativen (25 %).
Gleichzeitig landen bei ihnen häufiger Brot und Gebäck sowie
Marshmallows auf dem Grill. Der Grill wird damit nicht fleischlos,
sondern vielfältiger.
Auch zwischen den Geschlechtern zeigen sich klare Unterschiede:
Männer bevorzugen deutlich häufiger Würstel, Schweine- und
Rindfleisch, während Frauen wesentlich öfter gegrilltes Gemüse,
Salate, Pilze oder Halloumi servieren.
„ Die klassische Grillerei entwickelt sich weiter. Neben Würstel
und Kotelett haben Gemüse, Halloumi und andere Alternativen schon
längst ganz selbstverständlich ihren Platz gefunden. Der Grill wird
also bunter und individueller, ohne seine Tradition zu verlieren “,
erklärt Handelssprecher Will .
Zwtl.: So grillen die Bundesländer
Auch regional zeigen sich spannende Unterschiede. Die Top-3-
Grillspeisen je Region:
–
Wien: Geflügel (60 %), Würstel (59 %) und gegrilltes Gemüse (53 %
)
–
Niederösterreich & Burgenland: Würstel (61 %), gegrilltes Gemüse
(53 %) und Geflügel, gleichauf mit Saucen (je 52 %)
–
Steiermark & Kärnten: Gegrilltes Gemüse (65 %), Würstel (63 %),
Salate (62 %)
–
Oberösterreich & Salzburg: Gegrilltes Gemüse (61 %), Würstel (58
%) sowie Brot und Gebäck (57 %)
–
Tirol & Vorarlberg: Gegrilltes Gemüse (58 %), Salate (56 %) und
Würstel (50 %).
Zwtl.: Holzkohle bleibt die Nummer eins
Beim Grill selbst vertrauen die Österreicher weiterhin auf
Bewährtes: 44 Prozent grillen vorwiegend mit Holzkohle , 25 Prozent
mit einem Gasgrill und 19 Prozent elektrisch . Rund zwei Drittel der
Haushalte überlassen das Grillen nach wie vor überwiegend den Männern
, während in jedem sechsten Haushalt beide Geschlechter gleichermaßen
und in jedem zehnten überwiegend eine Frau am Grill stehen.
Zwtl.: Supermärkte wichtigste Einkaufsquelle
Die meisten Zutaten für eine Grillerei werden im Supermarkt
gekauft (70 %). Mehr als jeder Dritte kauft zusätzlich oft beim
Fleischhauer (36 %) oder im Diskonter (33 %) ein. Auch Bauernmärkte (
16 %) und Feinkostgeschäfte (11 %) profitieren von der anhaltenden
Grill-Begeisterung.
„ Kaum ein anderer Konsumanlass vereint Genuss, Regionalität und
Geselligkeit so stark wie das Grillen. Für den heimischen Handel ist
die Grillsaison deshalb jedes Jahr eine der wichtigsten Stützen des
Sommers. Wir sind bestens vorbereitet und bieten eine große Auswahl
an Grillgeräten, Zubehör und hochwertigen Produkten für jeden
Geschmack. Gleichzeitig zeigt sich: Konsumentinnen und Konsumenten
kaufen derzeit bewusster ein denn je und gönnen sich bewusst bessere
Produkte. Das ist eine erfreuliche Entwicklung für den
Qualitätsstandort Österreich “, sagt Rainer Will abschließend.
Über den HV Consumer Check
Der aktuelle HV Consumer Check wurde im Juni 2026 von Reppublika
Research & Analytics im Auftrag des Handelsverbandes durchgeführt. Es
wurden 1.012 Personen ab 18 Jahren mittels Computer Assisted Web
Interviews (CAWI) befragt, wobei die Stichprobe repräsentativ für die
österreichische Bevölkerung ist. Der Befragungszeitraum war vom 9.
bis 19. Juni 2026.


