Sankt Pölten (OTS) – FPÖ Niederösterreich Landesparteiobmann
LH-Stellvertreter Udo
Landbauer fordert von der Bundesregierung volle Transparenz über die
Gewalt im Bahnverkehr. Hintergrund sind 1.834 Übergriffe auf ÖBB-
Personal zwischen 2020 und 2025, die SPÖ-Infrastrukturminister Peter
Hanke auf eine Anfrage der Freiheitlichen einräumen musste. Eine
Aufschlüsselung nach Bundesländern und Strecken fehlt indes bis
heute.
„Kein Bundesland hängt so stark an der Bahn wie NÖ.
Hunderttausende fahren täglich zur Arbeit, zur Schule, zur
Universität – über die Südbahn, die Westbahn, die Nordbahn, die Franz
-Josefs-Bahn. Und jetzt erfahren wir, dass in sechs Jahren 1.834 Mal
zugeschlagen wurde. Ich will wissen, wie viel davon auf unsere
Strecken und unsere Bahnhöfe entfällt“, so Landbauer.
Landbauer fordert vom Bund eine jährliche, nach Bundesländern und
Bahnhöfen gegliederte Gewaltstatistik im Öffi-Verkehr. „Wenn der Bund
nicht einmal weiß, wo die Übergriffe stattfinden, kann er auch nicht
sagen, wo Polizei gebraucht wird. Das ist keine Sicherheitspolitik,
das ist Blindflug auf Kosten der Pendler und Mitarbeiter.“
Scharfe Kritik übt Landbauer am Umgang der Bundesregierung mit
dem eigenen Personal: „Wer um sechs Uhr früh allein durch einen Zug
geht und Fahrscheine kontrolliert, hat sich Schutz und keine
Testphase verdient. Der Minister lässt seit Monaten Stichschutzwesten
testen und nennt bis heute kein Datum, an dem sie flächendeckend da
sind. Diese Leute halten den Kopf hin, während in Wien evaluiert
wird.“ Landbauer weiter: „NÖ hat vorgezeigt, wie es geht:
Investitionen in Bahnhöfe und Züge, verschärftes Polizeigesetz für
Durchgriffe rund um Bahnhöfe, Sachleistungskarte, zusätzliche
Meldepflicht. Wir liefern dort, wo wir zuständig sind. Der Bund ist
für Polizei und für Statistik zuständig – und liefert beides nicht.“
Udo Landbauer unterstützt ausdrücklich die von FPÖ-
Generalsekretär Christian Hafenecker eingebrachten parlamentarischen
Anfragen: „Wir wollen die Zahlen sehen – alle. Wer sich weigert,
offenzulegen, wer diese Übergriffe begeht, schützt nicht die
Betroffenen, sondern die Täter. Und wer glaubt, das Thema mit
Textbausteinen aussitzen zu können, hat die Stimmung an den
Bahnsteigen dieses Landes nicht verstanden.“


