FCG-Hafner zum Equal Pension Day 2026: „Pensionslücken schließen und Care-Arbeit anerkennen und partnerschaftlich aufteilen.

Wien (OTS) – Der Equal Pension Day am 9. August 2026 macht erneut auf
die
bestehende Pensionsungleichheit zwischen Frauen und Männern
aufmerksam. Der Gender Pension Gap liegt österreichweit 2026 bei 39,4
Prozent. Frauen erhalten damit im Durchschnitt deutlich weniger
Pension als Männer. Gleichzeitig zeigen die Zahlen große Unterschiede
zwischen den Bundesländern: Während der Abstand in Vorarlberg bei
46,4 Prozent liegt, beträgt er in Wien 27,4 Prozent.

„Die Pensionslücke zwischen Frauen und Männern bleibt eine große
Herausforderung. Frauen, die jahrzehntelang gearbeitet, Kinder
erzogen und Angehörige gepflegt haben, müssen im Alter besser
abgesichert sein“, erklärt Mag.a Ursula Hafner,
Bundesfrauenvorsitzende der Fraktion Christlicher Gewerkschafterinnen
und Gewerkschafter (FCG) im ÖGB.

Für Hafner ist klar: „Die unbezahlte Care-Arbeit ist eine
unverzichtbare Säule unserer Gesellschaft. Kinderbetreuung, Pflege
und familiäre Verantwortung leisten einen wesentlichen Beitrag für
unser Zusammenleben und unsere Wirtschaft. Diese Leistungen müssen
stärker anerkannt und im Pensionssystem entsprechend berücksichtigt
werden. Der Equal Pension Day zeigt, dass Gleichstellung nicht nur
während des Erwerbslebens, sondern auch im Ruhestand eine zentrale
Frage bleibt“, betont Hafner.

Die FCG-Bundesfrauenvorsitzende fordert daher weitere Schritte
für mehr Pensionsgerechtigkeit: „Es braucht eine bessere Anrechnung
von Kindererziehungs- und Pflegezeiten, ein bedarfsgerechtes Angebot
an qualitätsvollen Kinderbildungseinrichtungen und Maßnahmen, die
dazu beitragen, bestehende Benachteiligungen im Pensionssystem
abzubauen. Dazu gehört auch eine partnerschaftliche Aufteilung bzw.
mehr Väterbeteiligung bei der Care Arbeit und den
Betreuungspflichten. Unser Ziel muss ein Pensionssystem sein, das die
Lebensrealitäten von Frauen und Männern fair abbildet und
sicherstellt, dass niemand trotz jahrzehntelanger Leistungen im Alter
zurückbleibt“, so Hafner abschließend.