Wien (OTS) – In einem aktuellen Interview rechnete NEOS-Gründer
Strolz
schonungslos mit der Ausgrenzungspolitik gegenüber den Freiheitlichen
ab und bezeichnete die sogenannte Brandmauer als „Bullshit“.
Gleichzeitig hat Strolz kürzlich erst Kritik an der derzeitigen NEOS-
Chefin Beate Meinl-Reisinger geübt. Für FPÖ-Generalsekretär NAbg.
Michael Schnedlitz sei dies ein bezeichnendes Zeugnis für den
moralischen Ausverkauf der pinken Partei für eine Handvoll
Regierungsämter.
„Wenn selbst der eigene Parteigründer erkennt, dass die
künstliche Ausgrenzung der FPÖ ein absoluter Schwachsinn ist, dann
zeigt das den völligen Realitätsverlust der aktuellen NEOS-Führung.
Ursprünglich sind die Pinken einmal angetreten, um den schwarzen und
roten Filz auszumisten und die Selbstbereicherung der Apparate zu
stoppen. Heute sind sie nichts anderes als die billigen
Steigbügelhalter für genau dieses verrottete System. Für zwei
Ministerposten, einen Staatssekretär und ein paar repräsentative
Dienstwagen hat Meinl-Reisinger das gesamte Parteiprogramm
verscherbelt“, so Schnedlitz.
Dass Strolz bereits in der jüngeren Vergangenheit immer wieder
offene Kritik an der Ausrichtung unter Meinl-Reisinger geübt habe,
verwundere laut dem freiheitlichen Generalsekretär nicht. Strolz
hatte den NEOS vorgehalten, ihre Ideale verraten zu haben, die
Kommunikation mit Beate Meinl-Reisinger teilweise als „ehrlos“
bezeichnet und erklärt, er glaube nicht, dass die Dreierkoalition bis
2029 halten werde. „Strolz hat verstanden, dass echte Reformen im
Sinne der österreichischen Bevölkerung nur mit der FPÖ umsetzbar
sind!“, so Schnedlitz.
Die aktuelle Parteispitze diene hingegen lediglich als
willfähriger Mehrheitsbeschaffer für die Verlierer-Koalition aus ÖVP
und SPÖ. Die Eskapaden von Postenschacher über Luxusdienstwägen und
Opernball-Logen bis hin zu Champagnerempfängen bei den Salzburger
Festspielen seien Symptome des Niedergangs der pinken Noch-
Regierungspartei. Schnedlitz kritisierte bereits nach Strolz‘ ersten
Medienauftritten dieses Sommers: „Wenn die NEOS so weitermachen,
können ihnen die Wähler irgendwann selbst die Tür aus dem Parlament
zeigen. Das ist ihr Problem. Unser Problem ist, dass sie bis dahin
als Teil dieser Regierung Schaden in Österreich anrichten. Diese
Partei darf sich politisch selbst zerlegen – aber sie darf Österreich
nicht mitzerlegen!“
Schnedlitz abschließend: „Die NEOS sind zu einer reinen
Systempartei mutiert, die den Machterhalt der alten Eliten absichert,
anstatt sich für die Bürger einzusetzen. Wer seine Ideale für
Chauffeur und Ministergehalt verkauft, wird vom Wähler die Rechnung
präsentiert bekommen. Wenn die Pinken diesen Kurs der Anbiederung an
das Establishment weiterfahren, werden sie bei der nächsten Wahl
hochkant aus dem Parlament fliegen, anstatt bei irgendwelchen
Regierungsverhandlungen noch eine Rolle zu spielen. Nur die FPÖ steht
für echte Erneuerung und eine Politik, die unser Land und seine
Menschen wieder an die erste Stelle setzt – das kommt, wie man sieht,
inzwischen auch intern bei den anderen Parteien an!“, erklärte
Schnedlitz abschließend.


