Wien (OTS) – Mit dem Start von Emma Delaney als neue CEO der OMV
sieht Greenpeace
die Chance für eine radikale Transformation des Konzerns. Die
konsequente Abkehr vom Geschäft mit fossilen, klimaschädlichen
Energien ist längst überfällig, so die Umweltschutzorganisation. Die
letzten Monate haben die fatalen Konsequenzen der andauernden
fossilen Abhängigkeit aufgezeigt: Instabile Öl- und Gasmärkte
belasten Menschen mit absurden Energiepreisen, die eskalierende
Klimakrise zeigt sich in Form von Hitzewellen und beispielloser
Dürren. Greenpeace fordert daher zum Amtsantritt der neuen OMV-CEO
Emma Delaney die weitere Erschließung von neuen Öl- und Gasfeldern zu
stoppen, sich von der umweltschädliche Plastikproduktion abzuwenden
und gleichzeitig offene Baustellen – wie die lückenlose Aufklärung
des PFAS-Skandals in Schwechat – aufzuarbeiten.
Jasmin Duregger, Klima- und Energieexpertin bei Greenpeace in
Österreich: „Fossile Energiekonzerne haben ein Ablaufdatum. Je
schneller Emma Delaney das erkennt und die OMV in eine nachhaltige
Zukunft mit Fokus auf Erneuerbare Energien lenkt, desto besser. Emma
Delaney muss die Zukunftsfähigkeit unserer Lebensgrundlage über
fossile Kurzzeitgewinne stellen.“
Analysen der Vereinten Nationen und der Internationalen
Energieagentur zeigen deutlich: Die aktuell weltweit geplanten Öl-
und Gasprojekte überschreiten das verbleibende CO₂-Emissionsbudget
zur Einhaltung des 1,5-Grad-Pfads deutlich. Der Bau neuer
Förderinfrastruktur hält uns auf Jahrzehnte in der Abhängigkeit von
fossilen Energien mit fatalen Folgen für den Erhalt unserer
Lebensgrundlage.
Schluss mit Öl, Gas & Plastik
Doch die OMV muss nicht nur Öl und Gas den Rücken kehren. Auch bei
Plastik sieht Greenpeace Handlungsbedarf. Denn die OMV hält auch 50%
Anteile des Plastikherstellers Borouge International. Unter Delaney
muss die OMV die Produktion von Einwegplastik beenden. „Der Umstieg
auf Plastikproduktion ist keine nachhaltige Alternative zu Öl und
Gas. Die Umweltverschmutzung durch Plastikmüll und die hohen
Emissionen der Produktion belasten unsere Lebensgrundlage. Die OMV
muss das strukturelle Problem der eigenen Industrie erkennen und ihr
Geschäftsmodell auf den Ausbau von erneuerbaren Energien umstellen” ,
erklärt Duregger.
Karten auf den Tisch bei Schwechater Ewigkeitsgiften
Auch bei der PFAS-Belastung rund um den OMV-Standort in Schwechat
muss die neue Konzernchefin rasch für Aufklärung sorgen. Greenpeace
fordert volle Transparenz über alle bisherigen Messungen und das
Ausmaß der Belastung sowie unabhängige Untersuchungen in den
betroffenen Gebieten. „Es darf nicht von privaten Wasserproben und
Zufallsfunden abhängen, ob Menschen erfahren, dass ihr Wasser mit
Ewigkeitsgiften belastet ist. Emma Delaney muss jetzt die Karten auf
den Tisch legen und dafür sorgen, dass die PFAS-Belastung rund um die
OMV lückenlos aufgeklärt wird. Die Menschen in Mannswörth haben ein
Recht darauf zu wissen, was über Jahrzehnte in ihre Umwelt gelangt
ist“ , so Duregger.
Inhalte auf einen Blick
Thema/Anlass: Führungswechsel bei der OMV / Amtsantritt von CEO Emma
Delaney im September 2026
Datenbasis: UN- und IEA-Analysen belegen: Die aktuell weltweit
geplanten Öl- und Gasfelder überschreiten das CO₂-Budget für das 1,5-
Grad-Ziel
Hauptforderung: Stopp neuer Öl- und Gasprojekte, Ausstieg aus der
Einwegplastik-Produktion, lückenlose Aufklärung der PFAS-Belastung in
Schwechat, Ausbau erneuerbarer Energien
Adressat: OMV-CEO Emma Delaney
Quelle: Greenpeace Österreich


