St. Pölten (OTS) – Gestern, Sonntag, kamen zahlreiche Besucherinnen
und Besucher zum
traditionellen Fest der Wildnis ins Haus der Wildnis in Lunz am See.
Im Rahmen des Festes fand auch die offizielle Feier zum fünfjährigen
Jubiläum des Hauses der Wildnis statt und Landeshauptfrau Johanna
Mikl-Leitner eröffnete das neue „Science Center“.
Das Haus der Wildnis sei in den letzten fünf Jahren seines
Bestehens zu einem wahren Leuchtturmprojekt geworden, so die
Landeshauptfrau eingangs: „Im Haus der Wildnis wird Wissen vermittelt
und gleichzeitig Natur geschützt.“ Schließlich handle es sich beim
Wildnisgebiet Dürrenstein um einen echten Schatz. „Wir schützen hier
einen der letzten großen Urwälder Mitteleuropas – ein Naturjuwel, das
sogar zum UNESCO-Weltnaturerbe gehört, und das wollen wir bewahren,
aber auch erlebbar machen.“
Mit dem neuen Science Center setze man nun den nächsten großen
Schritt in der Wissensvermittlung, erklärte Mikl-Leitner: „Wir führen
die Menschen sozusagen vom Staunen über die Natur hin zum Verstehen
der Natur.“ Man wolle vor allem bereits bei Kindern die Neugier für
Wissenschaft und Forschung wecken, „denn Spitzenforschung beginnt mit
Neugier, daraus wird vielleicht eine Leidenschaft und daraus können
unsere Forscherinnen und Forscher der Zukunft werden.“ Überhaupt sei
ihr Wissensvermittlung ein persönliches Anliegen, unterstrich die
Landeshauptfrau: „Es ist wichtig, den Menschen zu erklären, warum wir
Wissenschaft und Forschung brauchen und warum wir so viel Geld
investieren.“
Neben der Wissensvermittlung sei das Haus der Wildnis überdies
ein wichtiger Motor für den Tourismus, sagte sie: „150.000
Besucherinnen und Besucher in den letzten fünf Jahren haben
Arbeitsplätze und Wertschöpfung in die Region gebracht.“
Niederösterreich sei Vorreiter, wenn es um
Wissenschaftsvermittlung gehe, meinte Matthias Kafka von der
Abteilung Wissenschaft und Forschung im Amt der NÖ Landesregierung
und seit 15 Jahren Wissenschaftsvermittler. Er sprach über die
Entstehung des neuen Science Centers, „das ein weiterer Begegnungsort
mit Wissenschaft und Forschung ist, an dem wir Wissenschaft so
aufbereiten, dass wir Erlebnisse und Emotionen bei den Menschen
schaffen – denn so funktioniert Wissenschaftsvermittlung.“
Ramona Schmidt, wissenschaftliche Leiterin im Haus der Wildnis,
meinte, ihr persönliches Highlight im neuen Science Center sei das
Pilzlabor. Es sei zudem ein gutes Beispiel für die gelungene
Vermittlung von Wissenschaft und Forschung: „Wir müssen Wissenschaft
möglichst niederschwellig aufbereiten, damit sie für alle
verständlich und angreifbar wird und die Menschen so ihre Scheu davor
ablegen.“
Im Rahmen der Eröffnung wurde den Gästen eine Science Show durch
„Chemie on Tour“ mit Stefani Allworth geboten. Musikalisch gestaltet
wurde die offizielle Eröffnungsfeier vom Musikverein Lunz am See.


