Wien (OTS) – Die Stadt Lienz und das AIT Austrian Institute of
Technology wurden
mit dem renommierten ÖGUT-Umweltpreis in der Kategorie „Nachhaltige
Kommune“ ausgezeichnet. Prämiert wurde das gemeinsame Engagement für
eine ganzheitliche, wissenschaftlich fundierte und
zukunftsorientierte Stadtentwicklung, die Lienz konsequent auf
Klimaneutralität bis 2040 ausrichtet.
Zwtl.: Lienz setzt Maßstäbe für nachhaltige Stadtentwicklung
Mit einem integrierten Innenstadtentwicklungskonzept, der
aktuellen Energie- und THG-Bilanz (Basisjahr 2023) sowie einem
umfassenden Klimaneutralitätsfahrplan zählt Lienz zu den
österreichischen Vorreitern einer strategischen, nachhaltigen
Stadtentwicklung. Bereits 2022 entwickelte die Stadt Lienz gemeinsam
mit Bruneck, Hermagor und Spittal an der Drau ein regional
abgestimmtes Innenstadtentwicklungskonzept, das seither als
strategische Grundlage für zahlreiche Maßnahmen dient, um die Stadt
lebendig, zukunftsfähig und widerstandsfähig zu gestalten.
„Klimaschutz un d nachhaltige Stadtentwicklung sind zentrale
Zukunftsaufgaben. Mit der THG-Bilanz und der kommenden
Szenarioanalyse schaffen wir eine fundierte Grundlage, um unsere
Ziele bis 2040 konsequent zu verfolgen“, betont Bürgermeisterin
Elisabeth Blanik. „Wir freuen uns sehr über den ÖGUT-Preis, den die
Auszeichnung unterstreicht unseren Ansatz.“
„Lienz zeigt eindrucksvoll, wie ambitionierte Klimaziele mit
einem klaren, datenbasierten und partizipativen Zugang erreichbar
werden. Unser Anspruch ist es, Städte auf ihrem Weg zur
Klimaneutralität nicht nur wissenschaftlich zu begleiten, sondern
gemeinsam mit lokalen Akteuren tragfähige und realistische
Transformationspfade zu gestalten“, sagt Markus Ray, Leiter der
Abteilung für Digital Resilient Cities am AIT Austrian Institute of
Technology .
Zwtl.: AIT entwickelt gemeinsam mit Lienz den
Klimaneutralitätsfahrplan 2040
Im Rahmen des Bundesförderprogramms Pionierkleinstadt erstellt
das AIT Austrian Institute of Technology in enger Zusammenarbeit mit
der Stadtgemeinde Lienz eine umfassende Energie- und THG-Bilanz für
das Jahr 2023. Darauf aufbauend entsteht ein detaillierter
Klimaneutralitätsfahrplan , der auf einem integrierten sektoralen
Ansatz sowie einem partizipativen Co-Creation-Prozess mit lokalen
Stakeholdern basiert.
„Mit diesem Prozess schaffen wir für Lienz nicht nur eine
wissenschaftlich fundierte Grundlage, sondern auch eine klare,
gemeinsam entwickelte Zukunftsvision“, erklärt Sebastian Stortecky,
Projektleiter am AIT Austrian Institute of Technology . „Unser
Anspruch ist es, Klimaneutralität nicht als abstraktes Ziel zu
formulieren, sondern als realistisch erreichbaren Entwicklungspfad zu
gestalten – transparent, messbar und für alle relevanten Sektoren
greifbar“, so Stortecky. Berücksichtigte Sektoren für den Plan sind
u. a. Mobilität, Gebäude, Energie, Industrie sowie
Klimawandelanpassung und Bodenschutz.
Bis Ende Jänner 2026 werden folgende Elemente erarbeitet:
– BAU-Szenario (Business-as-usual) bis 2040
– KNS-Szenario (Klimaneutralitäts-Szenario) bis 2040
– Maßnahmenkatalog mit sektorspezifischen Handlungsfeldern
– KPI-basiertes Monitoringkonzept für die Stadtgemeinde Lienz
– Entwurf einers Übertragungskonzepts auf die umliegenden Gemeinden (
Planungsverband 36)
Das Projekt wird im Rahmen des Calls Mission Klimaneutrale Stadt
2024 der FFG gefördert. Der Schwerpunkt liegt auf F&E-Dienstleistung
zur Entwicklung von Klimaneutralitätsfahrplänen für Pionierstädte ab
10.000 Einwohnerinnen und Einwohnern.
Zwtl.: Weitere Auszeichnung für das AIT: RecAL: Neuer Standard für
Aluminium-Kreislaufwirtschaft
In der Kategorie „Mit Forschung & Innovation zur
Kreislaufwirtschaft“ wurde das EU-Projekt RecAL prämiert, das vom LKR
Leichtmetallkompetenzzentrum Ranshofen des AIT Austrian Institute of
Technology geleitet wird. RecAL steht für einen Paradigmenwechsel in
der industriellen Aluminiumproduktion: Statt auf Primärmaterial zu
setzen, entwickelt das Projekt neue Wege, Aluminium effizient zu
recyceln und über eine digitale Plattform europaweit zu vernetzen.
RecAL entwickelt neue recyclingfähige Aluminiumlegierungen,
hochpräzise sensorbasierte Sortierprozesse sowie den digitalen „RecAL
Hub“, der Material- und Datenflüsse europäischer Partner verknüpft.
Damit schafft das Projekt die Grundlage für einen geschlossenen
Aluminiumkreislauf, der Primärrohstoffe einspart, CO₂-Emissionen
reduziert und die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie
stärkt. Das im Rahmen von HORIZON EUROPE geförderte Projekt vereint
19 Partnerorganisationen aus neun europäischen Ländern – von
Forschungseinrichtungen über Technologieanbieter bis hin zu
industriellen Anwendern.
Zwtl.: Renommierte Auszeichnung für nachhaltige Innovation
Der ÖGUT-Umweltpreis zählt seit 1988 zu den bedeutendsten
Nachhaltigkeitsauszeichnungen Österreichs. 2025 wurden aus 252
Einreichungen insgesamt 27 Projekte in sechs Hauptkategorien
nominiert. Prämiert werden Projekte, Organisationen und
Persönlichkeiten, die Innovation, Klimaschutz und gesellschaftliche
Verantwortung verbinden.
Das Preisgeld von 40.000 Euro wird vom Bundesministerium für
Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI) , dem BMLUK , der FFG
, dem Österreichischen Städtebund , sowie Partnerunternehmen und
Stiftungen gestiftet.
Pressebilder: Bilder der Preisverleihung finden Sie hier
https://www.oegut.at/de/initiativ/umweltpreis/2025/nh-kommune-
lienz.php
Über das AIT: https://www.ait.ac.at/ueber-das-ait


