AK Bankenmonitor: „Echt fett“ – Banken langen speziell bei Kreditspesen kräftig zu! 1

Wien (OTS) – Fünf von elf geprüften Banken hoben ihre Preise und
Spesen etwa bei
Girokonten und im Zahlungsverkehr an – im Schnitt fünf
Preispositionen um rund drei Prozent. Besonders happig sind die
Spesen bei Krediten. Das zeigt ein aktueller AK Bankenmonitor bei elf
Banken zu 53 Spesen in Geldgeschäften bei Neuabschlüssen. Die AK
fordert mehr Schutz für Kreditnehmer:innen in Zahlungsnot.

Die meisten Entgelte hob die bank99 an – sie verteuerte um
durchschnittlich 2,89 Prozent 14 ihrer Preise. Die kräftigsten
Spesenausreißer nach oben gehen in diesem Jahr ebenfalls überwiegend
aufs Konto der bank99 – besonders im Kreditbereich. Ein Beispiel: Die
Grundbucheingabe kostete 2025 noch 94 Euro, nun 116 Euro. „Wer einen
Kredit hat und kurzfristig in Geldnot gerät, muss für Stundungen oder
Änderungen des Ratenplans teils hohe Spesen zahlen“, sagt AK
Konsument:innenexperte Christian Prantner. „Gerade Menschen mit
Geldsorgen werden dadurch zusätzlich sehr belastet.“

Top fünf Spesen für Kredit-Stundungen

Bank Spesen in Euro

bank99 299,00

Erste Bank, HYPO NOE 250,00

Bank Austria 63,00

BAWAG/easybank 50,00

Top fünf Spesen für Kredit-Ratenplanänderung

Bank Spesen in Euro

BAWAG/easybank 300,00

bank99 299,00

Erste Bank, HYPO Noe 250,00

Bank Austria 63,00

Zahlungsprobleme mit Ihrem Kredit – das können Sie tun!

+ Verhandeln: Manche Spesen (etwa bei Kredit-Stundung) sind
verhandelbar, besonders, wenn Sie langjährige:r Kunde oder Kundin
sind.

+ Stunden: Eine Stundung kann einen kurzfristigen finanziellen
Engpass erleichtern. Vorsicht, die Zinsen laufen üblicherweise weiter
und erhöhen den aushaftenden Kreditsaldo (eventuell können Sie einen
Zinsenstopp vereinbaren).

+ Überschulden: Im Fall einer längeren Überschuldung wenden Sie
sich am besten an die kostenfreien staatlich anerkannten
Schuldenberatungen.

Zum Bankenmonitor: Die AK hat bei zwölf Banken in Wien die
Entgelte von 53 Dienstleistungen im Zahlungsverkehr, bei Spar-,
Kredit- und Wertpapierprodukten zwischen Jänner 2025 und Jänner 2026
im Neugeschäft erhoben. Die Volksbank Wien hat – wie bereits in den
Vorjahren – keine Preisaushänge übermittelt.

SERVICE: Den AK Bankmonitor finden Sie unter
wien.arbeiterkammer.at/bankenmonitor .