Linz (OTS) – Wer beim Einkauf statt zu bekannten Markenprodukten zu
günstigeren
Alternativen – etwa Eigenmarken des Handels – greift, kann viel Geld
sparen. Das zeigt ein monatlicher Vergleich in den vier großen
Lebensmittelketten Billa, Hofer, Lidl und Spar. Von März bis Juli
2026 wurden dort jeweils zwei Warenkörbe eingekauft – einer mit 20
Markenprodukten und einer mit 20 günstigeren Alternativprodukten.
Während die Mehrwertsteuer-Senkung bis zu 2,45 Euro Ersparnis auf den
ausgewählten Warenkorb brachte, liegt das weitere
Einsparungspotenzial pro Einkauf bei den preisgünstigeren Artikeln
bei bis zu 24 Euro.
Die monatlichen Einkäufe zeigen ein insgesamt stabiles
Preisniveau. Preisänderungen traten nur vereinzelt auf. Sie betrafen
überwiegend saisonales Obst und Gemüse, dessen Preise naturgemäß
stärker schwanken. Bei den übrigen Produkten gab es kaum
Veränderungen.
Besonders hoch ist das Einsparungspotenzial bei Billa und Spar,
deren Sortiment viele Eigenmarken-Produkte umfasst.
Im Juni kostete der Warenkorb mit Markenprodukten bei Billa 57,68
Euro, die günstigeren Alternativen kosteten 34,65 Euro. Die Ersparnis
lag also bei 23,03 Euro. Ähnlich groß war der Unterschied bei Spar
mit 21,36 Euro. Auch im Juli konnten Kundinnen und Kunden bei Billa
durch den Griff zu günstigeren Produkten 19,59 Euro sparen, bei Spar
waren es 19,88 Euro. Damit lässt sich rund ein Drittel der
Einkaufskosten einsparen, ohne auf Produkte verzichten zu müssen.
Bei Lidl war das Einsparpotenzial zwar deutlich geringer, dennoch
ließ sich auch dort noch spürbar sparen. Je nach Monat lag die
Ersparnis zwischen 7,59 und 10,03 Euro. Hofer verzeichnete die
kleinsten Preisunterschiede. Dort schrumpfte die Differenz zwischen
Marken- und günstigen Produkten im Laufe des Beobachtungszeitraums
kontinuierlich – von knapp 4 Euro im März auf nur noch 15 Cent im
Juli. Dafür bot Hofer viermal den Warenkorb mit den preiswerteren
Lebensmitteln zum niedrigsten Gesamtpreis an.
Sparen mit der AK-Produktliste
Für alle, die beim Einkauf noch mehr sparen möchten, lohnt sich ein
Blick in die Produktliste der Arbeiterkammer Oberösterreich . Dort
sind für jedes erhobene Produkt der günstigste und der teuerste Preis
angeführt. Schon bei einer geringen Anzahl von Artikeln zeigt sich
ein beachtliches Sparpotenzial: Bei Erbsen beträgt der
Preisunterschied zwischen Marken- und Alternativprodukt bis zu 4,62
Euro, bei Reis 3,62 Euro, bei Hausbrot 2,32 Euro und bei Spaghetti
bis zu 1,91 Euro.
Für preisbewusste Konsumentinnen und Konsumenten bleibt der Griff
zu Eigenmarken oder günstigeren Marken dennoch der größte Hebel beim
Sparen. Gerade bei einem regelmäßigen Wocheneinkauf kann sich die
Entscheidung für günstigere Alternativen über das Jahr hinweg auf bis
zu 1.000 Euro Ersparnis summieren.
Weitere Tipps für den günstigen Einkauf
– Planen Sie Ihren Einkauf und schreiben Sie sich eine Einkaufsliste.
Dadurch verhindern Sie teure Impulskäufe.
– Wenn Sie für mehrere Tage im Voraus einkaufen und vorkochen, können
Sie auch Großpackungen nutzen. Haben Sie Platz im Gefrierfach, können
sie auch Portionen für später einfrieren.
– Vergleichen Sie die Preise bei mehreren Anbietern. Achten Sie dabei
immer auf den Grundpreis, z.B. Euro pro Kilogramm oder Liter. So
lassen sich auch verschiedene Packungsgrößen vergleichen.
– Nutzen Sie gezielt günstige Preise und Rabattaktionen. Alle dafür
notwendigen Infos finden Sie auf der Preisvergleichsplattform
www.preisrunter.at bzw. in der App.
– Viele Supermärkte bieten verderbliche Ware kurz vor Ladenschluss –
besonders samstags – zu stark reduzierten Preisen an. Obst, Gemüse,
Milchprodukte, aber auch Fleisch und Fisch können so um minus 25 bis
50 Prozent eingekauft werden. Achten Sie hier darauf, die Ware bei
hohen Temperaturen gekühlt zu transportieren und umgehend zu
verkochen bzw. zu verzehren.
– Saisonales Obst und Gemüse ist meist günstiger und auch
umweltfreundlicher. Damit tun Sie der Natur und Ihrer Geldbörse etwas
Gutes.
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