Klagenfurt/Wien (OTS) – Der Verwaltungsrat der Allgemeinen
Unfallversicherungsanstalt (AUVA)
hat sich in seiner gestrigen Sitzung mit dem aktuellen Status des
Neubauprojekts für das Trauma- und Orthopädiezentrum Klagenfurt (TOZK
) befasst. Dabei wurde der Fahrplan für die nächsten Monate fixiert:
Die finale Vergabeentscheidung für das Bauprojekt ist nun für das
erste Halbjahr 2026 eingeplant.
Konkret wurden die Bindefristen für die vorliegenden Angebote im
laufenden Vergabeverfahren bis Mitte 2026 verlängert. Eine
Zuschlagserteilung erfolgt zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht.
Zwtl.: Strategische Prüfung vor Vergabe
Vor dem Hintergrund der aktuell herausfordernden wirtschaftlichen
Gesamtsituation hat die AUVA-Führung eine umfassende Evaluierung
aller Investitionsvorhaben eingeleitet. Ziel ist die Entwicklung
einer klaren strategischen Ausrichtung der AUVA unter Bedachtnahme
auf die aktuellen finanziellen Herausforderungen. Dabei sollen im
Zuge eines „Kassasturzes“ alle Spar- und Kooperationspotenziale
evaluiert werden, damit der Träger auch in Zukunft allen gesetzlichen
und darüberhinausgehenden Anforderungen gerecht wird.
Die AUVA reagiert damit als verantwortungsvoller Träger der
sozialen Unfallversicherung auf die allgemein volatilen
wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.
„Bevor wir eine Investition in dieser Dimension freigeben, ist es
unsere Pflicht, die langfristige Finanzierung auf ein absolut
krisenfestes Fundament zu stellen. Es gilt: Sorgfalt vor Eile. Die
Sicherung der laufenden Leistungen für unsere Versicherten sowie der
Betrieb unserer bestehenden Einrichtungen haben dabei oberste
Priorität“, betont die Generaldirektion der AUVA.
Zwtl.: Inbetriebnahme laut Projektplan weiterhin realisierbar
Wichtig für die Gesundheitsversorgung in Kärnten: Diese Maßnahme
ist kein Stopp des Projekts, sondern eine notwendige Anpassung des
Zeitplans, um die wirtschaftliche Machbarkeit abzusichern. Der
Zeitraum der Fristerstreckung wurde so gewählt, dass bei einer
positiven Entscheidung bis zur Jahresmitte 2026 die geplante
Inbetriebnahme des neuen Zentrums im Jahr 2031 nach bautechnischer
Einschätzung weiterhin realisierbar bleibt.
Zwtl.: Konsolidierung für die Zukunft
Die AUVA nutzt die kommenden Monate für interne Maßnahmen zur
Stärkung der finanziellen Basis. Ziel ist es, bis zum Sommer 2026
jene wirtschaftlichen Voraussetzungen zu schaffen, die eine
verantwortungsvolle Freigabe des Neubauprojekts ermöglichen. Das
Bekenntnis der AUVA zum Standort Klagenfurt und zur engen Kooperation
mit der KABEG bleibt davon unberührt.


