Bundesheer bringt Sicherheitspolitik in die Klassenzimmer

Wien (OTS) – Derzeit leisten beinahe 750 Informationsoffiziere, davon
90 Externe
wie beispielsweise Lehrer, einen zentralen Beitrag zur
sicherheitspolitischen Bewusstseinsbildung in Österreich. Sie sind
die Schnittstelle zwischen Bundesheer und Bevölkerung: Im Jahr
2024/2025 waren die Informationsoffiziere 4.354 mal im Einsatz –
davon 2.899 mal im Bildungsbereich, denn besonders Schulen und
Bildungseinrichtungen zählen zu den wichtigsten Auftraggeber. In den
vergangenen Jahren zeigt sich wachsendes Interesse: von 221 Einsätzen
im Jahr 2017 auf aktuell knapp 2.900 Einsätze im Bildungsbereich; die
Nachfrage hat sich damit innerhalb von neun Jahren verzwölffacht.

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner: „Die hohe Nachfrage
zeigt, wie groß das Interesse an sicherheitspolitischer Information
und am Bundesheer ist. Wenn es um unsere Demokratie, Sicherheit und
Freiheit geht, die wir schützen müssen, ist es wichtig zu verstehen,
warum eine funktionierende Landesverteidigung dabei eine zentrale
Rolle spielt. Unsere Informationsoffiziere leisten hier einen
unverzichtbaren Beitrag, besonders im Rahmen der geistigen
Landesverteidigung, indem sie fundiertes Wissen verständlich
vermitteln und den direkten Dialog mit der Bevölkerung – insbesondere
mit jungen Menschen – fördern.“

Informationsoffiziere sind Soldaten und zivile Bedienstete des
BMLV, die sich freiwillig melden und eine spezielle Zusatzausbildung
absolvieren. Diese vermittelt unter anderem Rhetorik,
Präsentationstechnik sowie Inhalte der Politischen Bildung und dauert
für interne Kräfte sieben Tage. Externe Informationsoffiziere – etwa
Lehrkräfte – werden in verkürzten, angepassten Formaten ausgebildet,
beispielsweise in dreitägigen Seminaren. Die Tätigkeit der
Informationsoffiziere basiert auf dem Auftrag zur Politischen Bildung
im Rahmen der Umfassenden Landesverteidigung. Einsätze erfolgen
ausschließlich auf Einladung. Dabei vermitteln sie Inhalte zu
Landesverteidigung, Wehrpflicht, Karrierechancen im Bundesheer sowie
zu aktuellen sicherheitspolitischen Entwicklungen. Die Ausgestaltung
der Einheiten erfolgt flexibel und zielgruppenorientiert und wird
durch standardisierte Unterlagen und Materialien des BMLV
unterstützt.

Das Informationsoffizierswesen hat sich in den vergangenen Jahren
stark weiterentwickelt: Seit 2016 wird gezielt daran gearbeitet, die
Präsenz im Bildungsbereich zu erhöhen – mit großem Erfolg: Der Anteil
der Einsätze an Bildungseinrichtungen stieg von 6,6 Prozent im Jahr
2017 auf mittlerweile über 66 Prozent. Die Einsätze erstrecken sich
über alle Schulstufen, wobei der Schwerpunkt auf der Oberstufe liegt.
Besonders häufig werden Schüler im Alter von 16 bis 20 Jahren
erreicht, gefolgt von Lehrkräften in der Fortbildung. Ziel ist es,
sicherheitspolitisches Verständnis nachhaltig zu stärken und die
Umfassende Landesverteidigung im Bildungsbereich praxisnah zu
vermitteln.

Weitere Details zum Informationsoffizier finden Sie hier: Service
für Schulen | Bundesheer