Wien (OTS) – Der kürzlich veröffentlichte Klimaschutzindex (CCPI) von
Germanwatch
und dem NewClimate Institut überbringt schlechte Nachrichten: Demnach
ist Österreich innerhalb eines Jahres von Platz 23 auf Platz 35
abgerutscht und gilt damit als „Low Performer“. Dies betrifft aber
vor allem den regulatorischen Rahmen. Die österreichischen
Unternehmen halten dennoch an ihren Transformationsprozessen fest,
wie eine aktuelle Studie von Deloitte Österreich und Foresight zeigt.
Doch gerade die wirtschaftliche Situation macht es ihnen schwer, ihre
Nachhaltigkeitsaktivitäten vollumfassend fortzuführen. Um die
Betriebe zu unterstützen, braucht es ein klares Commitment des
Gesetzgebers mit stabilen Vorgaben.
Das Beratungsunternehmen Deloitte hat gemeinsam mit dem
Sozialforschungsinstitut Foresight im Rahmen einer repräsentativen
Telefonumfrage rund 400 österreichische Unternehmen zu ihren
Bestrebungen im Bereich Nachhaltigkeit befragt. Dabei wird deutlich:
Durch die multiplen geopolitischen und ökonomischen Herausforderungen
sieht sich derzeit ein Drittel gezwungen, die eigenen
Nachhaltigkeitsmaßnahmen zurückzufahren.
„Das Thema Nachhaltigkeit wird in der politischen und öffentlichen
Diskussion aktuell von vielen Krisen überschattet. Natürlich
beeinflusst das auch die Agenden der Unternehmen“, analysiert
Christoph Hofinger, Geschäftsführer von Foresight. „Dennoch will ein
Großteil den angefangenen Transformationskurs weiterführen – das
bestätigt die aktuelle Studie.“
Hinzu kommen regulatorische Unsicherheiten, insbesondere im
Zusammenhang mit dem im Raum stehenden Omnibus-Paket, das eine
zeitliche Verschiebung der Berichtspflichten vorsieht. Knapp die
Hälfte der befragten Unternehmen (48 %) belastet das derzeitige Hin
und Her. „Die externen Rahmenbedingungen für nachhaltiges
Wirtschaften sind herausfordernd genug. Was es jetzt braucht, ist ein
klar definierter und vor allem stabiler regulatorischer Rahmen,
innerhalb dessen die Unternehmen langfristig planen und handeln
können. Nur so lässt sich sinnstiftende und wirksame
Nachhaltigkeitsarbeit umsetzen“, betont Karin Mair, Managing
Partnerin für den Bereich Strategy, Risk & Transactions bei Deloitte
Österreich.
Zwtl.: Unternehmen fokussieren Dekarbonisierung, auch ohne
Vorschriften
Trotz wechselnder regulatorischer Vorgaben hat die heimische
Wirtschaft mittlerweile ihre eigenen Strategien entwickelt, um
Nachhaltigkeit im wirtschaftlichen Alltag zu integrieren. So zeigt
die Umfrage, dass die Betriebe entsprechende Initiativen und
Aktivitäten mittlerweile zunehmend von den regulatorischen
Vorschriften entkoppeln und stattdessen praktisch orientiert an die
individuelle Unternehmensstrategie anpassen. Das wird speziell beim
Thema Dekarbonisierung deutlich.
„Die Dekarbonisierung gilt als Top-Maßnahme bei den Unternehmen. Sie
wird praktisch am häufigsten umgesetzt, allerdings oft losgelöst von
den regulatorischen Transparenzvorschriften“, weiß Stefanie Wedenig,
Managerin und Dekarbonisierungs-Expertin bei Deloitte Österreich.
„Während sich ein Viertel der Befragten auf die Reduktion der eigenen
Emissionen fokussiert und mehr als ein Drittel über eine
entsprechende Strategie verfügt, plant hingegen nur ein kleiner Teil
der Befragten, einen formalen Klimaübergangsplan zu erarbeiten.“
Zwtl.: Bedeutung der Lieferkette als Wettbewerbsvorteil wurde erkannt
In den vergangenen Monaten ist auch die Lieferkette zunehmend in
den Fokus gerückt. Fehlte laut Studie 2024 noch weitreichend das
Bewusstsein dafür, nennt mittlerweile knapp ein Viertel (24 %) die
Lieferkette als wichtigstes Nachhaltigkeitsthema im Unternehmen.
Dementsprechend befassen sich 60 % bereits aktiv mit ihren
Zulieferern, 16 % davon sogar mit den indirekten Lieferanten.
„Die Unternehmen haben die transparente Lieferkette als zentralen
Erfolgsfaktor erkannt. Das ist aus unterschiedlichen Perspektiven
positiv zu beurteilen. Denn es geht hier nicht nur um die Einhaltung
von Menschenrechten und die Garantie von Umweltschutz. Eine
optimierte Lieferkette kann auch Kosten senken, Effizienz steigern,
Risiken minimieren und damit einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil
bringen“, erläutert Christoph Obermair, Partner und Experte für
Lieferketten bei Deloitte Österreich, abschließend.
Zum Download:
Deloitte Sustainability Check 2025
Foto Karin Mair Credits Garima Smesnik
Foto Christoph Obermair Credits Deloitte/feelimage
Foto Stefanie Wedenig Credits Deloitte
Foto Christoph Hofinger Credits Studio MATPHOTO
Deloitte Österreich ist der führende Anbieter von Professional
Services. Mit rund 1.900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an 17
Standorten werden Unternehmen und Institutionen in den Bereichen
Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Consulting, Financial Advisory
und Risk Advisory betreut. Kundinnen und Kunden profitieren von der
umfassenden Expertise sowie tiefgehenden Branchen-Insights. Deloitte
Legal und Deloitte Digital vervollständigen das umfangreiche
Serviceangebot. Deloitte versteht sich als smarter Impulsgeber für
den Wirtschaftsstandort Österreich. Der Deloitte Future Fund setzt
Initiativen im gesellschaftlichen und sozialen Bereich. Als
Arbeitgeber verfolgt Deloitte den Anspruch, „Best place to work“ zu
sein. Mehr unter www.deloitte.at .
Deloitte bezieht sich auf Deloitte Touche Tohmatsu Limited („DTTL“),
dessen globales Netzwerk von Mitgliedsunternehmen und deren
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