Wien (OTS) – Der internationale Luxusgütermarkt befindet sich im
Umbruch. Wie eine
aktuelle Analyse des Beratungsunternehmens Deloitte zeigt, genießt
Europa zwar nach wie vor eine Vormachtstellung. Märkte wie China,
Japan und der Mittlere Osten gewinnen aber an Bedeutung. Zudem werden
Personalisierung und Digitalisierung im Verkauf zunehmende Must-Haves
für Marken. Und auch der Trend zu Second Hand macht vor der
Luxusindustrie nicht Halt.
Im Rahmen des Reports „Global Powers of Luxury Goods“ analysiert
Deloitte in regelmäßigen Abständen Trends und Entwicklungen der
Luxusgüterbranche. Die diesjährige Studie verdeutlicht: Noch
profitiert Europa von seinem guten Ruf am Luxusgütermarkt. Doch die
Märkte in China, Japan, dem mittleren Osten sowie Indien holen stark
auf und sind die Wachstumstreiber in den kommenden Jahren.
„Europa gilt seit jeher als Heimat der ganz großen Luxusmarken. Und
das Marktwachstum ist nach wie vor geprägt von kaufkräftigen
Touristen aus Nordamerika und Asien, die sowohl das authentische
Markenerlebnis als auch den finanziellen Vorteil des Direktkaufs beim
Hersteller suchen“, weiß Orsolya Hegedüs, Partnerin bei Deloitte
Österreich. „Doch wir können uns nicht länger auf diese
Vormachtstellung verlassen. Gerade die Märkte in Asien ziehen stark
an.“
In konkreten Zahlen bedeutet das, dass die Märkte in China und Japan
2026 laut Deloitte Analyse voraussichtlich um 19 % wachsen werden,
die Region im Mittleren Osten um 18 % und Indien um 12 %. Europa muss
sich hingegen mit einem erwarteten Wachstum von 9 % zufrieden geben.
Zwtl.: Nur nahbare Marken sind zukunftsfähig
Um von den Mitbewerbern nicht abgehängt zu werden, sollte der
europäische Luxusgütermarkt vor allem auf Innovation setzen. So
erwartet fast ein Drittel (29 %) der Befragten in den kommenden
Monaten in Europa eine steigende Nachfrage nach Personalisierung und
digitalen Einkaufserlebnisse.
„Distanzierte, kühle Flagship-Stores, wie es sie in großer Zahl in
Paris oder London gibt, haben ein Ablaufdatum. Um den Erwartungen der
jungen Generation gerecht zu werden, müssen Konzerne lernen, ihr
Flair und Luxus auch online widerzuspiegeln und das Einkaufserlebnis
personalisierter zu machen“, erklärt Orsolya Hegedüs. Bereits 41 %
der Luxusunternehmen setzen in ausgewählten Bereichen auf Künstliche
Intelligenz. Dadurch ergeben sich auch neue Möglichkeiten des Online-
Kaufprozesses. „AI-Modelle werden im E-Commerce etwa zum aktiven
Entscheidungs-Unterstützer, die beraten, eine Vorauswahl treffen und
verkaufen – individuell auf den User angepasst.“
Zwtl.: Second Hand gewinnt an Bedeutung
Neben der Digitalisierung macht auch der Trend zu Second Hand und
Gebrauchtwaren nicht Halt vor der Luxusindustrie. Die Unternehmen
reagieren entsprechend darauf: 68 % bieten etwa Reparaturdienste an
und immerhin 45 % kooperieren mit Wiederverkaufsplattformen – auch um
wertsteigernde Kreislaufökosysteme zu fördern.
„Second Hand befindet sich zwar am aufsteigenden Ast, doch Fakt ist
auch: Der Markt macht bis jetzt nur einen sehr kleinen Teil des
Geschäfts mit Mode und Accessoires aus – gerade im Luxussegment.
Dennoch sollten Unternehmen die positive Entwicklung in diesem
Bereich weiter fördern, nicht nur aus ökonomischen, sondern auch aus
ökologischen und sozialen Gründen“, so Orsolya Hegedüs abschließend.
Zum Download:
Deloitte Global Powers of Luxury Goods
Foto Orsolya Hegedüs Credits Deloitte/feelimage
Deloitte Österreich ist der führende Anbieter von Professional
Services. Mit rund 1.900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an 17
Standorten werden Unternehmen und Institutionen in den Bereichen
Audit & Assurance, Tax, Strategy, Risk & Transactions und Technology
& Transformation betreut. Kundinnen und Kunden profitieren von der
umfassenden Expertise sowie tiefgehenden Branchen-Insights. Deloitte
Legal und Deloitte Digital vervollständigen das umfangreiche
Serviceangebot. Deloitte versteht sich als smarter Impulsgeber für
den Wirtschaftsstandort Österreich. Der Deloitte Future Fund setzt
Initiativen im gesellschaftlichen und sozialen Bereich. Als
Arbeitgeber verfolgt Deloitte den Anspruch, „Best place to work“ zu
sein. Mehr unter www.deloitte.at .
Deloitte bezieht sich auf Deloitte Touche Tohmatsu Limited („DTTL“),
dessen globales Netzwerk von Mitgliedsunternehmen und deren
verbundene Unternehmen innerhalb der „Deloitte Organisation“. DTTL (
„Deloitte Global“), jedes ihrer Mitgliedsunternehmen und die mit
ihnen verbundenen Unternehmen sind rechtlich selbstständige,
unabhängige Unternehmen, die sich gegenüber Dritten nicht gegenseitig
verpflichten oder binden können. DTTL, jedes DTTL
Mitgliedsunternehmen und die mit ihnen verbundenen Unternehmen haften
nur für ihre eigenen Handlungen und Unterlassungen. DTTL erbringt
keine Dienstleistungen für Kundinnen und Kunden. Weitere
Informationen finden Sie unter www.deloitte.com/about.
Deloitte Legal bezieht sich auf die ständige Kooperation mit Jank
Weiler Operenyi, der österreichischen Rechtsanwaltskanzlei im
internationalen Deloitte Legal Netzwerk.

