Der NÖAAB zeigt Wirkung: Selbst der politische Mitbewerb übernimmt unseren Kurs

St. Pölten (OTS) – Bereits 2017 startete der Niederösterreichische
Arbeitnehmerinnen-
und Arbeitnehmerbund (NÖAAB) eine Petition „Die Sonderschule soll
bleiben“. Dabei wurden folgende fünf Gründe zum Erhalt der Schulform
angeführt:

1. Sonderschulen können besser auf Stärken und Schwächen eingehen.

2. Inklusion an der Schule ist wichtig, aber nicht immer möglich.

3. Manche Schülerinnen und Schüler brauchen individuelle Förderung,
um ihre besten Leistungen zu erbringen.

4. Wahlfreiheit für Eltern – ohne Zwang und Bevormundung.

5. Niederösterreichs Sonderschulen bieten optimale Betreuung in allen
Regionen.

„Die Sonderschulen leisten seit Jahren einen wesentlichen Beitrag
zur individuellen Förderung von Schülerinnen und Schülern mit
unterschiedlichen Lern- und Entwicklungsbedürfnissen. Kleine
Klassengrößen, speziell ausgebildetes Fachpersonal und ein
geschütztes Lernumfeld ermöglichen den Kindern Bildungserfolge, die
in anderen Schulformen oft nicht erreichbar sind“, erläutert Katja
Seitner, Landesgeschäftsführerin des NÖAAB und weiter: „Inklusion
bedeutet nicht Gleichmacherei, sondern Wahlfreiheit und passgenaue
Angebote. Für manche Kinder ist die Sonderschule der Ort, an dem sie
sich sicher fühlen, Selbstvertrauen entwickeln, ihre Fähigkeiten
entfalten können und die entsprechende Anerkennung erfahren.“

„Seit 2015 wird keine separate Ausbildung für
Sonderschulehrkräfte mehr angeboten. Stattdessen kann ein Schwerpunkt
oder ein Spezialisierung im Bereich „Inklusion“ gewählt werden. Für
einen überwiegenden Teil der betroffenen Schülerinnen und Schülern
sind inklusive Lernbedingungen förderlich. Für Kinder mit einem
herausfordernden Pflegeaufwand oder schweren Erkrankungen sind
alternative Lernbedingungen jedoch erforderlich“, so Seitner
abschließend.