Die ÖGNI begrüßt die Erweiterung des klimaaktiv-Kriterienkatalogs 2025

Wien (OTS) – Die ÖGNI – Österreichische Gesellschaft für Nachhaltige
Immobilienwirtschaft – begrüßt die Verschärfung des klimaaktiv
Gebäudestandards und die Erweiterung des Fokus auf zentrale
europäische Anforderungen wie EU-Taxonomie, Kreislaufwirtschaft,
Klimawandelanpassung und Biodiversität. Viele dieser Themen bilden im
ÖGNI/DGNB-System bereits seit Jahren einen festen Bestandteil des
umfassenden Nachhaltigkeitsansatzes.

Gleichzeitig ist es wesentlich, die unterschiedlichen Ansätze von
klimaaktiv und ÖGNI/DGNB klar einzuordnen. Der neue klimaaktiv-
Katalog 2025 bleibt ein national orientiertes Bewertungssystem mit
Deklarationscharakter. Die ÖGNI dagegen arbeitet seit ihrer Gründung
2009 – auf Basis des international anerkannten DGNB-Systems – mit
einem umfassenden, lebenszyklusorientierten Zertifizierungsansatz,
der alle drei Säulen der Nachhaltigkeit (Ökologie, Ökonomie, Soziales
) ganzheitlich abbildet und eine robuste, unabhängige
Qualitätssicherung beinhaltet. Das Zertifikat und die EU-Taxonomie-
Verifikation der ÖGNI stellen zivilrechtlich haltbare Gutachten dar.

Während klimaaktiv vor allem ein deklariertes Ergebnis bietet,
setzt die ÖGNI auf ein zertifiziertes, auditgestütztes Verfahren, bei
dem ausschließlich ausgebildete und lizenzierte ÖGNI-Auditor:innen
Projekte einreichen dürfen. Jede Zertifizierung wird zudem durch eine
unabhängige Third-Party-Konformitätsprüfung abgesichert, die
Transparenz, Qualität und Nachvollziehbarkeit gewährleistet.
Ergänzend bildet die ÖGNI eigens EU-Taxonomy Advisors aus, die Bau-
und Immobilienprojekte kompetent in der Umsetzung der EU-Taxonomie
begleiten und gutachterlich die technische Basis für die
Taxonomiekonformität bestätigen.

Peter Engert, Geschäftsführer der ÖGNI, dazu: „klimaaktiv nähert
sich zumindest bei den ökologischen Kriterien der ÖGNI an – das ist
positiv. In Zeiten von Budgetknappheit stellt sich die Frage, ob wir
uns neben effizient und unabhängig arbeitenden NGOs, die
international anerkannte Zertifizierungen ohne Nutzung staatlicher
Beiträge erstellen, ein paralleles, mit Steuergeld finanziertes,
Deklarationssystem leisten wollen.“