Wien (OTS) – Anlässlich des Internationalen Tags des Waldes am 21.
März
veröffentlicht der Fachverband der Holzindustrie Österreichs die neue
Publikation „Fakten für Holz“. Die Broschüre zeigt wissenschaftlich
fundiert, welchen Beitrag der Roh- und Werkstoff Holz zu Klimaschutz,
Nachhaltigkeit und einer klimafreundlichen Bioökonomie leisten kann.
Dr. Erlfried Taurer, Obmann des Fachverbands der Holzindustrie
Österreichs: „ Holz ist ein natürlicher Klimaschützer. Es wächst
nach, entzieht der Atmosphäre CO₂ und speichert Kohlenstoff
langfristig in Produkten. Durch die Nutzung von Holz bleibt dieser
Kohlenstoff gebunden, während gleichzeitig neue Bäume nachwachsen und
erneut CO₂ aufnehmen können. Holz ist unter den heute verfügbaren
Materialien führend in der CO₂-Vermeidung. “
Die Publikation wurde von Expertinnen und Experten des
Bundesforschungszentrums für Wald (BFW), der Holzforschung Austria (
HFA), des Kompetenzzentrums Holz (Wood K plus) sowie des
Holztechnikums Kuchl (HTK) erarbeitet.
Zwtl.: Nachhaltige Waldbewirtschaftung stärkt die Leistungen des
Waldes
Wälder erfüllen zahlreiche wichtige Funktionen für Umwelt und
Gesellschaft. Sie sind Lebensraum für Tiere und Pflanzen, speichern
Kohlenstoff, liefern Trinkwasser und stellen mit Holz einen der
wichtigsten nachwachsenden Rohstoffe bereit. Eine aktive und
nachhaltige Waldbewirtschaftung ist entscheidend, um Wälder an den
Klimawandel anzupassen und ihre vielfältigen Ökosystemleistungen
langfristig zu sichern.
Zwtl.: Wälder wachsen – in Österreich und Europa
Die Waldfläche Österreichs ist seit den 1960er-Jahren von 3,69
auf 4,02 Millionen Hektar gestiegen. Gleichzeitig sind die
Holzvorräte deutlich gewachsen: von 780 Millionen auf 1,174
Milliarden Vorratsfestmeter. Auch europaweit zeigt sich ein ähnliches
Bild: Seit 1990 ist die Waldfläche um 14 Millionen Hektar gewachsen,
die Holzvorräte haben um 8,3 Milliarden Kubikmeter zugenommen.
Zwtl.: Holzprodukte speichern Kohlenstoff langfristig
Die Verwendung von Holz verlängert die Speicherung von
Kohlenstoff über den Wald hinaus. Eine Holzkonstruktion kann je nach
Bauweise bis zu 112 Kilogramm Kohlenstoff pro Quadratmeter speichern.
Bis zum Jahr 2100 könnten rund 350 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalente
in Holzprodukten gebunden werden. Die Kohlenstoffeinlagerung und die
damit verbundenen CO₂-Einsparungen sind wissenschaftlich belegt.
Zwtl.: Holz ist der richtige Baustoff zur richtigen Zeit
Holz entspricht in Bereichen wie Beständigkeit, Brandschutz,
Schallschutz und Energieeffizienz dem aktuellen Stand der Technik.
Holzgebäude können bei entsprechender Nutzung und Wartung über 100
Jahre bestehen. Gleichzeitig ermöglicht der Holzbau durch hohe
Vorfertigung kürzere Bauzeiten und wirtschaftliche Bauprozesse.
Zwtl.: Holz passt ideal in eine Kreislaufwirtschaft
Holzgebäude und Bauelemente können rückgebaut und wiederverwendet
werden. Am Ende ihres Lebenszyklus lassen sich Holzprodukte stofflich
recyceln oder energetisch nutzen. Auch in der Holzverarbeitung wird
der Rohstoff vollständig genutzt. Im Jahr 2024 wurden in Österreich
20 Millionen Erntefestmeter Holz geerntet und vollständig
weiterverarbeitet: zu Bauprodukten, Holzwerkstoffen, Möbeln, Papier,
Karton und Zellstoff oder Energie. Die energetische Nutzung am Ende
des Lebenszyklus ersetzt fossile Energieträger aus unsicheren
Weltregionen.
„Fakten für Holz“ steht zum Download auf www.holzindustrie.at
bereit.
Zwtl.: ÜBER UNS
Der Fachverband der Holzindustrie Österreichs vertritt die
Interessen von mehr als 1.300 holzverarbeitenden Unternehmen in der
Bauprodukt-, Möbel-, Platten-, Säge- und Skiindustrie sowie in
weiteren holzverarbeitenden Betrieben wie der Palettenherstellung.
Die Unternehmen der Holzindustrie stellen mit rund 25.600
Beschäftigten Produkte im Wert von 9,28 Milliarden Euro her und
erwirtschaften einen Außenhandelsüberschuss von 1,39 Milliarden Euro.
Innerhalb der Wertschöpfungskette Holz ist die Holzindustrie ein
Schlüsselsektor und Ausgangspunkt für viele weitere
Verwendungsmöglichkeiten für Holz. Entlang der Wertschöpfungskette
Forst- und Holzwirtschaft sind mehr als 320.000 Menschen beschäftigt,
besonders in den ländlichen Regionen. Die Holzindustrie ist ein
unverzichtbarer Bestandteil der österreichischen Wirtschaft.

