Fast Halbierung bei Asylanträgen im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahr

Wien (OTS) – Im März 2026 gab es nur 306 Asyl-Erstanträge. Im März
des Vorjahres
waren es noch 420 Erstanträge – ein Rückgang um mehr als 27 Prozent
zum Vorjahr und die geringste Zahl an Erstanträgen in Österreich seit
10 Jahren. Im gesamten ersten Quartal 2026 wurden gesamt 1.074
Asylerstanträge gestellt – das entspricht einem Rückgang um rund 30
Prozent zum Vorjahr.

Innenminister Gerhard Karner: „Der Kampf gegen die illegale
Migration wird konsequent fortgesetzt. Die stark rückläufigen Zahlen
zeigen, dass die Maßnahmen in Österreich und Europa wirken. Das Ziel
ist klar: Illegale Migration weiter gegen Null drängen“

Auch Asylanträge stark rückläufig

803 Asylanträge (Asylerstanträge und Folgeanträge) im März 2026
in ganz Österreich sind im Vergleich zu März 2025, als es noch 1.359
Anträge gab, ein Rückgang von knapp 41 Prozent. Im gesamten ersten
Quartal (Jänner bis März) 2026 wurden insgesamt 2.598 Asylanträge
gestellt, im Vergleichszeitraum 2025 wurden noch 4.756 Anträge
eingebracht – ein Rückgang um 45 Prozent. Im März stammten die
meisten Anträge von Syrern (198), der Großteil davon betrifft
allerdings in Österreich geborene Kinder.

Familiennachzug ausgesetzt – Systeme entlastet

Auch der vorübergehende Stopp des Familiennachzuges zeigt nach
wie vor Wirkung und entlastet Gesundheits-, Bildungs-, Integrations-
und Sozialsystem nachhaltig. Erfolgten am Wege des Familiennachzugs
im ersten Quartal 2025 noch 401 Einreisen, gab es von Jänner bis März
2026 lediglich 25 Einreisen – absolute soziale Härtefälle. Um diese
Entwicklung nachhaltig abzusichern, wurde der Familiennachzug per
Verordnung mit Anfang Jänner für weitere sechs Monate ausgesetzt.

Maßnahmen wirken: organisierte Schleppermafia meidet Österreich.
Minus 97 Prozent Illegale aufgegriffen

Die stark rückläufige Zahl der Aufgriffe in den letzten beiden
Jahren zeigt klar: Die Schlepperrouten konnten auch im Osten
Österreichs nachhaltig zerschlagen werden und haben sich auf die die
sogenannten Balkan-Küstenroute – und damit an Österreich vorbei –
verlagert. Polizeiliche Einheiten wie die Operation Fox, die
gemeinsam mit ungarischen Behörden auf ungarischem Staatsgebiet
Kontrollen durchführt sowie die Weiterentwicklung des
Grenzschutzkonzepts sind Maßnahmen, die sich spürbar auf den
Migrationsdruck auswirken – denn es hat sich herumgesprochen, dass
das Risko massiv gestiegen ist, beim illegalen Grenzübertritt nach
Österreich aufgegriffen zu werden.

Den Erfolg der Maßnahmen bestätigen auch die Zahlen: Wurden im
Zeitraum von Jänner bis Mitte April 2023 noch mehr als 5.100
Aufgriffe illegale Fremde im Burgenland angehalten, waren es im
Vergleichszeitraum 2026 nur 134 Personen – eine Reduktion um mehr als
97 Prozent binnen drei Jahren. Die illegale Migration in Österreich
wird somit weiter gegen Null gedrängt. Nur 24 der in diesem Jahr
aufgegriffenen Personen stellten einen Asylantrag, die anderen
mussten Österreich unmittelbar wieder verlassen.

Neues Grenzschutzkonzept und Verlängerung der Grenzkontrollen

Die Grenzkontrollen zu Ungarn, Slowenien, Tschechien und der
Slowakei wurden Mitte Dezember 2025 um vorerst weitere sechs Monate
verlängert – genauso wie der Assistenzeinsatz des Bundesheeres zum
Schutz der österreichischen Grenzen. Gleichzeitig wurde das
polizeiliche Grenzschutzkonzept weiterentwickelt. Der Kontrollgürtel
an der Grenze wurde verbreitert – hin zu Kontrollen im Grenzraum und
im Hinterland und nicht nur direkt an den Grenzübergängen. Das macht
illegale Grenzübertritte vor allem für die organisierte
Schleppermafia schwieriger und riskanter – das Risiko, festgenommen
zu werden, ist extrem hoch.

3.575 Abschiebungen: mehr Abschiebungen als Erstanträge

Im März mussten 3.575 Personen Österreich verlassen, 1.882 (53
Prozent) davon zwangsweise und 1.693 (47 Prozent) eigenständig. Der
eigenständigen Ausreise kommt auch weiterhin eine wichtige Bedeutung
zu – ist sie für die Republik doch wesentlich kostengünstiger als
zwangsweise Abschiebungen. Fast 46 Prozent der Abgeschobenen waren in
Österreich strafrechtlich verurteilt. Bis Ende März wurden außerdem
244 Dublin-Überstellungen durchgeführt, bei denen 31 Afghanen, 26
Algerier und 20 Personen der Russischen Föderation Österreich
verlassen mussten. Bei Dublin-Abschiebungen werden Personen in jenes
europäische Land abgeschoben, in dem sie erstmals einen Asylantrag
gestellt haben und das somit zuständig ist.

Über 1.100 Syrer verließen Österreich seit Sturz des Assad-
Regimes

Seit dem Sturz dem Assad Regimes sind rund 1.100 Menschen aus
Syrien eigenständig in ihr Heimatland zurückgekehrt. Im Vergleich
dazu verließen in den Jahren 2023 und 2024 lediglich 200 Syrerinnen
und Syrer Österreich in Richtung ihrer Heimat. Maßnahmen, um die
Rückkehr nach Syrien zu unterstützen, tragen positiv zu dieser
Entwicklung bei.

Über zwei Drittel erhalten kein Asyl – Eilverfahren werden
fortgeführt

Bis Ende März wurden 7.312 Asylverfahren negativ entschieden oder
eingestellt. 326 Personen verzichteten freiwillig auf Schutz und
verließen Österreich während des Verfahrens. In 3.209 Fällen wurde
Asyl oder subsidiärer Schutz gewährt. Keine Chance auf Asyl hatten im
März Antragstellerinnen und Antragsteller aus Indien und Tunesien.
Für Länder mit geringer Bleibewahrscheinlichkeit setzt das Bundesamt
für Fremdenwesen und Asyl weiter auf Schnell- und Eilverfahren. Bis
Ende März wurden 162 negative Entscheidungen innerhalb von 28 Tagen
beziehungsweise in der ersten Instanz sogar binnen 72 Stunden
getroffen.

Asylanträge in meisten Staaten Europas rückläufig

In Europa (inkl. CH & NO) gab es im ersten Quartal 2026 (bis KW13
) mit 173.082 Asylanträgen um 18 Prozent (37.625) weniger Anträge als
im Vergleichszeitraum 2025 (210.707). Gestiegen sind die Anträge in
den Niederlanden (+28 Prozent), Zypern (+21 Prozent) und Finnland (+8
Prozent). Gesunken sind die Anträge in den meisten anderen Staaten,
hervorzuheben ist Polen (- 68 Prozent), Deutschland (- 23 Prozent),
Griechenland (- 22 Prozent), Spanien (- 17 Prozent) und Frankreich (-
15 Prozent). Die strengen Maßnahmen und die Umsetzung des
europäischen Asylpakts zeigen bereits Wirkung – Ziel ist es, auch
europaweit die Migrationswende zu schaffen.

Tiefstand in Grundversorgung seit über 20 Jahren

Aktuell befinden sich 49.839 Menschen in Grundversorgung, davon
lediglich rund 7.900 Asylwerber – der niedrigste Wert sein über 20
Jahren bedeutet. Der Großteil der Menschen in der Grundversorgung –
nämlich mehr als 28.891 – sind Kriegsvertriebene aus der Ukraine (
viele davon Kinder und Frauen). Zu Jahresbeginn 2023 waren noch knapp
93.000 Menschen in der Grundversorgung. Die Rückgänge ermöglichen
auch Einsparungen – beispielsweise konnte die Zahl der
Bundesquartiere in den vergangenen beiden Jahren von mehr als 30 auf
aktuell acht reduziert werden.