Forschung hautnah erleben: LBG öffnet bei „Lange Nacht der Forschung“ ihre Türen

Wien (OTS) – Am 24. April steht Österreich ganz im Zeichen der
Wissenschaft. Bei
der „Lange Nacht der Forschung“ öffnen Forschungseinrichtungen im
ganzen Land wieder ihre Türen für die Öffentlichkeit. Mit dabei ist
auch die LBG: Neun Institute in Salzburg, St. Pölten und Wien bieten
Wissenschaftsinteressierten einen Einblick in ihre vielfältige
Forschung. Von Lungengesundheit über Traumatologie,
Wissenschaftsvermittlung und Pandemievorsorge bis hin zur
Kriegsfolgenforschung sind Menschen jeden Alters eingeladen, die
Forschung der LBG hautnah zu erleben und in den Alltag der
Wissenschafter:innen einzutauchen.

„Die ‚Lange Nacht der Forschung‘ zeigt, wie äußerst spannend
Wissenschaft ist – vor allem dann, wenn man sie selbst erleben und
ausprobieren kann“, so Elvira Welzig und Marisa Radatz,
Geschäftsführerinnen der LBG. „Unsere Ludwig Boltzmann Institute
beschäftigen sich mit Themen, die uns alle betreffen. Von
Gesundheitsfragen bis zu gesellschaftlichen Entwicklungen. Wir laden
Besucher:innen herzlich ein, unsere Forschung aus nächster Nähe
kennenzulernen und mit unseren Wissenschafter:innen ins Gespräch zu
kommen.“

Zwtl.: Wissenschaft zum Anfassen: Neun Ludwig Boltzmann Institute
öffnen ihre Tore

Insgesamt geben neun Institute der LBG Einblicke in ihre aktuelle
Forschung und laden zum Mitmachen ein. Das LBI für Lungengesundheit
in Wien zeigt, was hinter LEAD steckt – Österreichs größter
longitudinaler Gesundheitsstudie (Lung, hEart, sociAl, boDy). Seit
2012 erforscht das Institut bei über 15.000 Wiener:innen die Faktoren
für Lungenfunktion und Atemgesundheit und trägt damit zur Prävention
chronischer Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei.
Besucher:innen können vor Ort ihre eigene Lungenfunktion testen.

Wie Datenanalyse und Mathematik die medizinische Forschung
sichtbar machen kann, demonstriert das LBI für Netzwerkmedizin in
Wien: Teilnehmende können in das menschliche Protein-Netzwerk
eintauchen und komplexe biologische Strukturen als interaktive VR-
Landschaft erleben.

In Salzburg zeigt das LBI für Digitale Gesundheit und Prävention
unter anderem wie mithilfe digitaler Technologien der Alltag gesünder
gestaltet werden kann. An einer Mitmachstation können Besucher:innen
die „Active Waiting“ App kennenlernen: Dabei werden alltägliche
Wartezeiten genutzt, um kurze, einfache Bewegungsübungen in den
Tagesablauf zu integrieren.

Das LBI für Nanovesikuläre Präzisionsmedizin lädt ebenfalls in
Salzburg ein, die Welt der Nanovesikel zu entdecken. An interaktiven
Stationen können Teilnehmer:innen selbst Vesikel etwa aus Zitronen
oder Bier isolieren und untersuchen, wie diese winzigen
Transportstrukturen in der Forschung genutzt werden.

Vier Institute präsentieren ihre Forschung entlang der
„Medizinischen Forschungsmeile“ der Medizinischen Universität Wien.
Das LBI für Arthritis und Rehabilitation zeigt bei der „Lange Nacht
der Forschung“ einen beispielhaften Reha-Aufenthalt und wie moderne
Reha-Forschung Menschen nach einer Krankheit oder Verletzung auf
ihrem Weg zurück in ein selbstbestimmtes Leben unterstützt. Am LBI
für Hämatologie und Onkologie erfahren Interessierte, wie die
Forschung neue Ansätze in der Behandlung von Blutkrebs eröffnet und
welche Rolle dabei leukämische Stammzellen spielen. Das LBI für
Traumatologie präsentiert an seiner Station „Achtung Unfall!
Forschen, um zu heilen.“ innovative Forschung zu Unfallverletzungen
und deren Behandlung. Unter dem Motto „Retten, Reparieren,
Regenerieren“ erleben Besucher:innen hautnah, wie Blut gerinnt,
Knochen repariert werden und Heilung gefördert wird – mit Mikroskop
und VR-Brille wird Forschung greifbar. Das LBI für
Wissenschaftsvermittlung und Pandemievorsorge widmet sich einer
zentralen Frage: Warum ist Vertrauen in Wissenschaft fundamental für
den gesellschaftlichen Zusammenhalt? An interaktiven Stationen lernen
Teilnehmer:innen die psychologischen Hintergründe von
Wissenschaftskommunikation kennen. An der Station „Community Science“
können Besucher:innen selbst aktiv werden und erleben, wie Forschung
zum Schutz unserer Gesundheit beiträgt. Sie sammeln Umweltproben und
lassen diese anschließend im Labor untersuchen.

Neben dem medizinischen Bereich bietet die LBG auch Einblicke in
ihre geisteswissenschaftliche Forschung: Das LBI für
Kriegsfolgenforschung erforscht die politischen, sozialen und
kulturellen Folgen von Kriegen und Konflikten und zeigt, wie
historische Perspektiven aktuelle Entwicklungen besser verständlich
machen. An mehreren Stationen präsentiert das Institut Wissenschaft,
Geschichte und persönliche Lebensgeschichten: In St. Pölten macht
eine interaktive Station im Museum Niederösterreich Flucht-, Exil-
und Widerstandserfahrungen von Vertriebenen sichtbar und widmet sich
„Niederösterreicher:innen in der Neuen Welt (1938–1945)“. In Wien
präsentiert das LBI in Kooperation mit weiteren Institutionen ein
gemeinsames Vortrags- und Führungsprogramm rund um das 120-Jahre-
Jubiläum des wohl bedeutendsten Gebäudes der Wiener Moderne – der
Otto-Wagner-Postsparkasse. Gleichzeitig eröffnet an diesem Abend das
„Museum of Survivors“, ein interaktives Online-Museum zu Krieg- und
Fluchterfahrungen, das in der Postsparkasse vorgestellt wird und die
individuellen Erfahrungen von Kindern und Jugendlichen in den
Mittelpunkt stellt.

Zwtl.: Mitmachen und entdecken am 24. April 2026

Die „Lange Nacht der Forschung“ gilt als Österreichs größtes
Event zu Wissenschaft, Forschung und Innovation und findet seit 2005
alle zwei Jahre landesweit statt. Heuer warten in allen neun
Bundesländern mehr als 3.000 Programmpunkte – von Führungen und
Workshops über Vorträge bis zu Live-Präsentationen und Experimenten
zum Mitmachen.

Die Teilnahme an der „Lange Nacht der Forschung“ am 24. April
2026 ist kostenlos und beginnt ab 17 Uhr. Das vollständige Programm
und alle teilnehmenden LBI finden sich hier:

LBG bei der Langen Nacht der Forschung 2026