FPÖ – Hauser: „Bestellte Wunschkinder und bezahlte Leihmütter – Doppelmoral der selbsternannten Werteparteien beenden“

Wien (OTS) – Mit scharfer Kritik reagierte der freiheitliche
Europaabgeordnete
Gerald Hauser, Mitglied des Gesundheitsausschusses des Europäischen
Parlaments, auf die aktuelle Debatte rund um prominente deutsche
Spitzenpolitiker, die laut Medienberichten Kinder durch
Leihmutterschaften in den USA bekommen haben. „Leihmutterschaft ist
kein modernes Familienmodell, sondern ein hochkomplexer medizinischer
Eingriff mit erheblichen körperlichen, psychischen, ethischen und
rechtlichen Risiken. Frauen werden auf ihre biologische Funktion
reduziert und Kinder zu bestellten Wunschobjekten“, erklärte Hauser.

Besonders empört zeigte sich Hauser über die Doppelmoral
führender Vertreter der deutschen CDU. „Ausgerechnet jene Parteien,
die sich öffentlich als christlich und werteorientiert inszenieren,
handeln völlig anders, sobald es um die eigenen Interessen geht. Die
CDU hat erst auf ihrem Bundesparteitag 2026 völlig zu Recht
festgestellt, dass Leihmutterschaft Frauen ausbeutet und verhindert
werden muss, weil daraus ein lukratives Geschäftsmodell entsteht.
Umso unglaublicher ist es, dass ausgerechnet der Drogenbeauftragte
der deutschen Bundesregierung, Hendrik Streeck, und der frühere
Gesundheitsminister Jens Spahn laut Medienberichten Kinder durch
Leihmutterschaften in den USA erhalten haben, obwohl diese Praxis in
Deutschland verboten ist. Das ist an Heuchelei kaum noch zu
überbieten.“

Hauser verwies darauf, dass auch internationale Organisationen
die Problematik klar benennen. „Nicht ohne Grund bezeichnete die UN-
Sonderberichterstatterin für Gewalt gegen Frauen Leihmutterschaft als
Ausbeutung von Frauen und als Kinderhandel und forderte ein
weltweites Verbot. Auch die Europäische Union hat die Ausbeutung
durch Leihmutterschaft in ihre Richtlinie zur Bekämpfung des
Menschenhandels aufgenommen. Wer Frauen gegen Bezahlung als
Gebärmaschinen benutzt und Kinder über internationale
Geschäftsmodelle bestellt, überschreitet eine ethische Grenze.“

Der freiheitliche EU-Abgeordnete richtete daher eine
parlamentarische Anfrage an die Europäische Kommission. „Ich will
wissen, wie die Kommission die medizinischen, psychischen, ethischen,
gesellschaftlichen und rechtlichen Folgen der Leihmutterschaft
beurteilt. Vor allem aber muss sie endlich erklären, ob sie den
grenzüberschreitenden Handel mit Kindern durch bezahlte
Leihmutterschaften aus Drittstaaten weiterhin dulden oder endlich
wirksame Maßnahmen dagegen ergreifen will.“

Abschließend forderte Hauser ein klares Signal aus Brüssel: „Wer
Menschenhandel bekämpfen will, darf bei Leihmutterschaften nicht
wegsehen. Frauen dürfen nicht zu Gebärmaschinen degradiert und Kinder
nicht zur Ware werden. Schluss mit der Doppelmoral – die Würde von
Frauen und Kindern muss endlich über den Wünschen einer
privilegierten politischen Elite stehen.“