Wien (OTS) – Der freiheitliche Gesundheitssprecher und Vorsitzende
des
parlamentarischen Gesundheitsausschusses NAbg. Mag. Gerhard Kaniak
äußerte in seinem gestrigen Debattenbeitrag sein Unverständnis über
die Ablehnung seines Antrags zur Modernisierung der Heeresapotheken
durch die Regierungsparteien. Er warnte davor, die Versäumnisse der
Vergangenheit fortzusetzen und damit die Qualität der
Gesundheitsversorgung und die Einsatzbereitschaft für die Soldaten zu
gefährden. „Ein Vergleich der bestehenden Infrastruktur unserer
Heeresapotheken mit dem Standard ziviler Einrichtungen zeigt
gravierende Unterschiede und einen dringenden Handlungs- und
Investitionsbedarf auf“, so Kaniak.
Für die FPÖ sei eine autarke und moderne Gesundheitsversorgung
für die Soldaten ein wesentlicher Bestandteil der Landesverteidigung.
Der freiheitliche Antrag ziele daher auf eine nachhaltige Stärkung
ab. „Es geht um mehr als nur die Lagerung von Medikamenten. Unsere
Heeresapotheken müssen das Rückgrat der Versorgung im Krisenfall
bilden. Das schließt zukünftige erweiterte Fähigkeiten zur
Eigenproduktion von Arzneimitteln, die Herstellung von medizinischem
Sauerstoff und sogar den Aufbau einer strategischen Blutreserve als
Ergänzung zur zivilen Versorgung mit ein“, erläuterte Kaniak die
freiheitlichen Vorschläge. Dies setze jedoch zeitgemäße Investitionen
in Infrastruktur und Technik voraus.
Den Entschließungsantrag der Regierungsparteien kritisierte der
FPÖ-Gesundheitssprecher als „völlig unzureichend“. „Anstatt konkrete
Umsetzungsschritte festzulegen, beauftragt sich ÖVP-Ministerin Tanner
lediglich selbst, zu prüfen, ob Maßnahmen notwendig sind. Ein solcher
Prüfauftrag wird der Dringlichkeit der Lage nicht gerecht und
verschiebt dringend notwendige Entscheidungen auf unbestimmte Zeit.
Unsere Soldaten verdienen mehr als vage Ankündigungen“, so Kaniak.
„Wir brauchen jetzt ein klares Bekenntnis zur Modernisierung der
Heeresapotheken und einen konkreten Umsetzungsplan. Die optimale
Versorgung unserer Soldaten ist eine direkte Investition in die
Einsatzfähigkeit unseres Bundesheeres und damit in die Sicherheit
Österreichs“, forderte Kaniak.

