Wien (OTS) – Die Entlassung von Henrik Hololei, einem ranghohen
EU-Beamten, nach
schweren Vorwürfen der Vorteilsannahme und Geheimnisweitergabe an
Katar, zeigt einmal mehr: Die Korruption in der EU-Kommission ist
kein Einzelfall, sondern Teil eines immer tiefer greifenden Systems.
„Dass Hololei erst jetzt aus dem Verkehr gezogen wurde – obwohl
bereits seit 2023 belastendes Material vorlag – ist ein Skandal für
sich“, erklärte Harald Vilimsky, freiheitlicher Delegationsleiter im
Europäischen Parlament.
Die Enthüllungen über Hololeis Rolle in einem umstrittenen
Luftfahrtdeal mit Katar, samt Geschenken und vertraulichen
Informationen, reihen sich nahtlos ein in eine Serie von Skandalen,
die von „Pfizergate“ über „Katargate“ bis zu den undurchsichtigen
Vorgängen rund um den Europäischen Auswärtigen Dienst (EEAS) reicht.
„Statt Transparenz herrscht in Brüssel eine Vertuschungskultur, die
von den etablierten Parteien gedeckt wird“, so Vilimsky.
Die FPÖ fordert seit Monaten einen Untersuchungsausschuss, der
die strukturellen Probleme aufarbeitet. Doch genau das wurde von
Sozialisten und der Europäischen Volkspartei in der Konferenz der
Präsidenten verhindert. „Wer nichts zu verbergen hat, braucht keine
Angst vor Aufklärung zu haben. Dass gerade diese Fraktionen eine
Untersuchung blockieren, sagt viel über ihre Prioritäten“, betonte
Vilimsky.
„Das System Brüssel hat ein massives Glaubwürdigkeitsproblem. Die
FPÖ bleibt die einzige politische Kraft im EU-Parlament, die sich
konsequent für echte Transparenz und gegen Machtmissbrauch einsetzt“,
so der EU-Abgeordnete abschließend.


