Frauenanteil in Vorständen auf Rekordhoch – doch keine CEO an der Spitze

Wien (OTS) – Der Frauenanteil in den Vorständen österreichischer
börsennotierter
Unternehmen ist weiter gestiegen: Mit Stichtag 1. August 2025 sind 26
der insgesamt 189 Vorstandsmitglieder der im Wiener Börse Index (WBI)
gelisteten Unternehmen weiblich. Das entspricht einem Anteil von 13,8
Prozent – ein Plus von 1,2 Prozentpunkten gegenüber der Erhebung im
Jänner 2025(12,6 %). Seit dem Start des EY Mixed Leadership
Barometers im Jahr 2015 hat sich der Anteil damit zwar mehr als
verdreifacht, bleibt aber dennoch gering.

Zu diesen Ergebnissen kommt das Mixed Leadership Barometer der
Prüfungs- und Beratungsorganisation EY. Dafür werden halbjährlich die
Strukturen von Vorständen und Aufsichtsräten der im Wiener Börse
Index gelisteten österreichischen Unternehmen analysiert.

Zwtl.: Mehrheit der Vorstandsteams weiterhin rein männlich

Trotz des Rekordwertes bleibt der Handlungsbedarf groß, der
Fortschritt in den letzten Jahren hat stark an Dynamik verloren: 31
der 54 WBI-Unternehmen haben nach wie vor keine Frau im Vorstand –
das entspricht 57 Prozent. Nur drei Unternehmen (BKS Bank, Marinomed
Biotech und Oberbank) haben mehr als eine Frau im Vorstand. Während
bei der letzten Erhebung im Jänner 2025 noch eine Frau an der Spitze
eines börsennotierten Unternehmens stand, wird aktuell keine der 54
WBI-gelisteten Firmen von einer Frau als CEO geführt. Damit zeigt
sich ein Rückschritt auf Top-Level-Ebene – trotz leicht steigender
Gesamtzahlen weiblicher Vorstandsmitglieder.

„Der erneute Höchstwert beim Frauenanteil in den Vorständen ist
ein positives Zeichen – aber es reicht noch nicht“, betont Helen
Pelzmann, Partnerin bei EY Law und Verantwortliche der Initiative
Women. Fast Forward bei EY Österreich.

Die vollständigen Studienergebnisse stehen hier zum Download.