Wien (OTS) – Als „wichtigen Schritt für mehr Gleichberechtigung“
bezeichnet
Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner den von Ministerin Schumann
heute präsentierten Entwurf zur Umsetzung der EU-Lohntransparenz-
Richtlinie. „Was im Regierungsprogramm vereinbart wurde, soll damit
Realität werden. Das ist eine gute Nachricht für unzählige Frauen in
diesem Land. Es geht um Planungssicherheit für Unternehmen und
Beschäftigte“, so Holzleitner.
Österreich zählt bei der Lohngerechtigkeit nach wie vor zu den
Schlusslichtern Europas: Mit einem Gender Pay Gap von 17,6 Prozent
liegen die Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern weit
über dem EU-Schnitt von 11,1 Prozent. „Gleicher Lohn für gleiche und
gleichwertige Arbeit ist seit Jahrzehnten Gesetz. Trotzdem verdienen
Frauen Tag für Tag weniger. Das Problem ist hinlänglich bekannt und
dennoch verbessert sich die Situation zu langsam. Das zeigt: gute
Absichten reichen nicht, es braucht verbindliche Regeln,
Planungssicherheit und Transparenz“, betont die Ministerin.
Für die Frauenministerin geht es um weit mehr als um Zahlen auf
dem Gehaltszettel: „Jeder Euro, der Frauen vorenthalten wird, fehlt
im Geldbörsel, fehlt später bei der Pension und fehlt bei der
Unabhängigkeit. Faire Löhne sind ein zentraler Schutz vor Altersarmut
und ein Schritt mehr echte Gerechtigkeit für Frauen.“ Holzleitner
abschließend: „Die Geheimniskrämerei rund um die Gehälter wird mit
der Lohntransparenz in die Geschichtsbücher verbannt. Faire Bezahlung
wird nicht länger eine Frage des Geschlechts sein, sondern endlich
eine Frage der Leistung und Fairness.“


