FW-Langthaler: Rechnungshof bestätigt jahrelange FW-Forderungen: Kammer-System muss endlich grundlegend reformiert werden!

Wien (OTS) – Der aktuelle Rechnungshofbericht zur
Bundeswirtschaftskammer und
mehreren Länderkammern ist eine schallende Ohrfeige für die Führung
der Wirtschaftskammer und bestätigt Punkt für Punkt jene Missstände,
auf die die Freiheitliche Wirtschaft (FW) seit Jahren hinweist.
Aufgeblähte Strukturen, fehlende strategische Steuerung, mangelnde
Transparenz bei Funktionärsentschädigungen und Personalentscheidungen
sowie ein über Jahrzehnte gewachsenes System der Selbstverwaltung
ohne ausreichende Kontrolle zeigen deutlich: Die Wirtschaftskammer
braucht keinen kosmetischen Feinschliff, sondern einen tiefgreifenden
Neustart mit konsequenten Strukturreformen und einem spürbaren Abbau
ihres Verwaltungsapparates.

Besonders alarmierend ist, dass der Rechnungshof ausdrücklich
festhält, dass der Reformbedarf seit Jahren bekannt ist, notwendige
Strukturreformen jedoch verschleppt wurden. Gleichzeitig sind
Personalaufwand, Funktionärsentschädigungen und Verwaltungsstrukturen
weiter angewachsen. Dass die Kammerführung nun auf bereits gesetzte
Sparmaßnahmen verweist und einzelne Reformschritte hervorhebt, kann
nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Rechnungshof massive
strukturelle Defizite aufgezeigt hat. Die derzeit eingeleiteten
Reformen kommen viel zu spät und greifen bei Weitem zu kurz. Wer
Reformen über Jahre verschleppt hat, darf sich heute nicht für
minimale Korrekturen feiern lassen.

Für die FW ist klar: Der vom schwarzen Wirtschaftsbund aufgebaute
Funktionärs- und Verwaltungsapparat darf nicht länger auf Kosten der
beitragszahlenden Unternehmer wachsen. Die Wirtschaftskammer muss
wieder zu einer schlanken, effizienten und transparenten
Interessenvertretung werden. Doppelgleisigkeiten sind konsequent zu
beseitigen, Verwaltungsstrukturen zu verschlanken,
Funktionärsprivilegien abzubauen und sämtliche Empfehlungen des
Rechnungshofes rasch und vollständig umzusetzen. Jeder Euro an
Kammerumlage muss den Mitgliedsbetrieben dienen und nicht einem
überdimensionierten Verwaltungs- und Funktionärsapparat.

FW-Generalsekretär Reinhard Langthaler stellt dazu klar: „Der
Rechnungshof bestätigt klipp und klar, was die FW seit Jahren
kritisiert: Unter der Führung des schwarzen Wirtschaftsbundes hat
sich die Wirtschaftskammer in vielen Bereichen immer weiter von den
Unternehmern entfernt und leistet sich einen Funktionärs- und
Verwaltungsapparat, den am Ende die Betriebe finanzieren müssen. Wie
kann es sein, dass ein Generalsekretär der Wirtschaftskammer mit
einem monatlichen Bruttogehalt von rund 22.000 Euro deutlich mehr
verdient als der Wirtschaftsminister? Genau dieses System zeigt, wie
weit sich die Kammerführung inzwischen von ihren eigentlichen
Aufgaben entfernt hat. Jetzt braucht es keinen Reformschritt im
Schneckentempo, sondern einen konsequenten Schnitt durch den
aufgeblähten Kammerapparat. Die Privilegien gehören beendet und
sämtliche Empfehlungen des Rechnungshofes unverzüglich umgesetzt.
Unsere Unternehmer haben Anspruch auf eine schlanke, transparente und
schlagkräftige Interessenvertretung und nicht auf die Finanzierung
eines überholten Systems.“