Augenlaser

Hanel-Torsch: Fotowettbewerb „Blühendes Zuhause“ zeichnet die „Grünen Daumen“ der Stadt Wien aus

Wien (OTS) – Rund 700 Teilnehmer*innen folgten heuer dem Aufruf und
reichten ihre
Fotos beim Wettbewerb „Blühendes Zuhause“ ein. Auszeichnungen gab es
in den Kategorien „Insektenparadies“, „Naschplatzerl“, „Wilde
Schönheit“ und „Klein, aber oho“. Zudem wurden die Einreichungen für
ein Bezirksranking ausgewertet und jene Gemeindebauten ermittelt, aus
denen die meisten Beiträge eingereicht wurden. Auch der
Kreativwettbewerb „Mein schönstes Blumenkisterl“ war Teil des
Wettbewerbs: Wiener Kindergarten- und Hortgruppen nahmen mit ihren
Bastelarbeiten teil.

„In Wien wird mit großer Leidenschaft gegartelt – und das ist in
der ganzen Stadt spürbar. Die vielen kleinen und großen Grünoasen
machen unsere Grätzl lebenswerter, schaffen Orte zum Wohlfühlen und
verleihen unserer Stadt ihren ganz eigenen Charakter. Denn wer
pflanzt, pflegt und gemeinsam gärtnert, gestaltet nicht nur das
eigene Umfeld, sondern leistet auch einen wichtigen Beitrag zu einem
lebenswerten Miteinander. Mit dem Fotowettbewerb ‚Blühendes Zuhause‘
möchten wir dieses Engagement vor den Vorhang holen und den Menschen,
die mit viel Zeit, Kreativität und Herz ihre Wohnumgebung gestalten,
die verdiente Wertschätzung entgegenbringen“, so Wohnbaustadträtin
Elke Hanel-Torsch.

Wie wichtig Grünflächen für den Wiener Gemeindebau sind, betont
auch die interimistische Direktorin von Wiener Wohnen, Katharina
Klement: „Wiener Wohnen pflegt insgesamt rund 610 Hektar Grünflächen
sowie etwa 68.000 Bäume und eine Million Sträucher. Zur Einordnung:
Die betreuten Grünflächen entsprechen ungefähr der Fläche von
Währing. Bemerkenswert ist auch die Flächenstruktur: Nur rund 30 %
der Gesamtfläche der Gemeindebauten sind verbaut; etwa 70 % bestehen
aus begrünten Höfen und Außenanlagen. Die Grünflächen und Bäume
tragen insbesondere im Sommer zur Abkühlung und zu einem besseren
Mikroklima bei. Damit ist der Gemeindebau ein relevanter Teil der
grünen Infrastruktur Wiens.“

4 Hauptkategorien, 3 Gemeindebaupreise und 11 Kindergartenpreise

Unter dem Vorsitz des beliebten Biogärtners Karl Ploberger
ermittelte eine Fachjury die insgesamt 12 Gewinner*innen in den vier
Hauptkategorien. Ihnen wurden die Preise im Arkadenhof des Rathauses
durch Wohnbaustadträtin Elke Hanel-Torsch übergeben. Zuvor gab es die
Möglichkeit, an einem DIY-Workshop mit ORF-Kräuterhexe Uschi
Zezelitsch teilzunehmen.

Im Rahmen einer eigenen Preisverleihung wurden 11
Kindergartengruppen für ihre Einsendungen geehrt. Jedes Kind erhielt
als Auszeichnung eine Medaille. Der ORF-Zauberlehrling Zwicki sorgte
nach der Verleihung für Unterhaltung.

„Mich begeistert die Vielfalt der Ideen, mit denen die
Wienerinnen und Wiener ihre Umgebung bereichern. Jede Einreichung
erzählt auf ihre eigene Weise von der Freude am Gärtnern und davon,
wie die eigene Pflanzenpracht das Stadtbild verschönert. Dass der
Wettbewerb seit 18 Jahren dazu motiviert, diese grünen Schätze zu
präsentieren, und dabei alle Altersgruppen erreicht, ist für mich ein
besonders schönes Zeichen. Darin spiegelt sich die große
Wertschätzung für ein liebevoll gestaltetes ‚Blühendes Zuhause‘
wider“, betont Karl Ploberger.

„Insektenparadies“: Die Gewinner*innen

In der Kategorie „Insektenparadies“ konnten all jene Fotos
einreichen, die mit ihrer Begrünung wertvolle Lebensräume für Bienen,
Schmetterlinge & Co. schaffen und somit aktiv zur Artenvielfalt in
Wien beitragen.

Gewonnen haben in dieser Kategorie: Maria Alma Sheilla Dulay (
1220 Wien), Philine Mitrea (1050 Wien), Dragana Radonjic Petrovic (
1120 Wien).

Maria Alma Sheilla Dulay aus der Donaustadt bewirtschaftet sechs
Baumscheiben. Bienen und Schmetterlinge erfreuen sich dort an
Traubenhyazinthen, Schwertlilien, Goldlack und Fetthenne.

Philine Mitrea aus Margareten besitzt ihre große Dachterrasse zu
einer wunderschönen Wohlfühloase für Mensch und Tier gemacht. Durch
insektenfreundliche Pflanzen fühlen sich Bienen, Hummeln, Rosenkäfer
und sogar Libellen wohl.

Dragana Radonjic Petrovic aus Meidling verwandelt ihre Terrasse
in ein Insektenparadies. In der Grünoase ist ihr die Vielfalt und die
Bienenfreundlichkeit wichtig.

„Naschplatzerl“: Die Gewinner*innen

Grüne Paradise, die nicht nur schön aussehen, sondern auch zum
Ernten und Genießen einladen, wurden in der Kategorie „ Naschplatzerl
“ prämiert. Die Preisträger*innen in dieser Kategorie: Astrid Roenig
(1210 Wien), Andrea Holzmeier (1110 Wien), Michaela Dauchner (1030
Wien).

Astrid Roenig aus Floridsdorf baut verschiedenste Tomatensorten,
Feigen, Weintrauben, Kräuter, Rucola, Heidelbeeren und Physalis an.
Ein Highlight ist der Kürbis, der ganz besonders gedeiht.

Auch Andrea Holzmeier aus Simmering zählt zu den Gewinner*innen
in der Kategorie „Naschplatzerl“. In ihrem Garten wachsen Kräuter,
Tomaten, Erdbeeren, Salate, Rettich und Paprika.

Michaela Dauchner aus dem Bezirk Landstraße bewirtschaftet seit
zwei Jahren eine gemeinschaftliche Grünfläche in ihrem Gemeindebau.
Sie setzt vor allem Kräuter wie Schnittlauch, Petersilie, Thymian,
Rosmarin oder Basilikum an.

„Wilde Schönheit“: Die Gewinner*innen

Hobbygärtner*innen, die ihren Pflanzen bewusst freien Raum zur
Entfaltung lassen, konnten ihre Beiträge in der Kategorie ‚ Wilde
Schönheit ‘ einreichen. Die Gewinner*innen in dieser Kategorie:
Brigitte Patocka (1230 Wien), Petra Schwab (1220 Wien), Martina Fürst
-Neumann (1050 Wien).

Auf der Terrasse von Brigitte Patocka aus Liesing wächst eine
Vielfalt an Pflanzen und sogar Bäume. Vom Apfel- über den Feigen- bis
zum Wildkirschenbaum ist alles zu finden.

Petra Schwab aus der Donaustadt bewirtschaftet ihren Garten nach
dem Motto „Wir schauen, was sich entwickelt“. Ihre Grünoase ist eine
Mischung aus einem gepflegten Garten und einer Wildnis.

Ebenfalls gewonnen hat Martina Fürst-Neumann aus Margareten .
Ihre Gartl-Geschichte begann mit Blumentöpfen. Mittlerweile ist in
ihrer gemeinschaftlichen Grünfläche eine tolle Grünoase entstanden.

„Klein, aber oho“: Die Gewinner*innen

In der Kategorie „Klein, aber oho“ waren all jene Hobby-Gärtner*
innen gefragt, die kreative Lösungen auf wenig Platz finden und
selbst kleinste Flächen nutzen. Die Preisträger*innen in dieser
Kategorie: Renate Riedl (1190 Wien), Claudia Mac Giolla Cathain (1100
Wien), Damirel Alic (1040 Wien).

Renate Riedl aus Döbling hat sich auf kleinstem Raum eine
Wohlfühloase geschaffen. Ihr Balkon wird den ganzen Sommer genutzt –
zum Entspannen, aber auch zum Garteln.

Im wunderschönen Indoor-Garten von Claudia Mac Giolla Cathain aus
Favoriten wachsen und gedeihen Orchideen, Kakteen und Sukkulenten.

Damirel Alic aus Wieden ist schon seit Jahren leidenschaftlicher
Gärtner und liebt Pflanzen.

Neu in diesem Jahr: Der Gemeindebau-Preis

Um noch mehr Bewohner*innen des Wiener Gemeindebaus für den
Wettbewerb zu begeistern, wurde in diesem Jahr erstmals ein eigener
Gemeindebau-Preis vergeben. Die Teilnehmer*innen gaben an, in welchem
Gemeindebau sie wohnen. Damit floss jede Einreichung in die Wertung
des jeweiligen Wohnbaus ein – unabhängig von der Kategorie. Gesucht
wurden jene Gemeindebauten, deren Bewohner*innen mit ihren
Einreichungen besonders viel Begeisterung fürs Gartln zeigen.

Folgende Gemeindebauten konnten mit den meisten Einreichungen
aufwarten: Per-Albin-Hansson-Siedlung (1100 Wien), Willi-Liwanec-Hof
(1150), Landstraßer Hauptstraße 173-175 (1030 Wien).

Gartlbegeisterung in den Bezirken

Auch die Wiener Gemeindebezirke traten im Rahmen des Wettbewerbs
gegeneinander an. Entscheidend war dabei die Anzahl der eingereichten
Beiträge. Besonders eifrig waren die Hobbygärtner*innen in der
Donaustadt (22. Bezirk), dahinter folgten Favoriten (10. Bezirk) und
Floridsdorf (21. Bezirk).

Die Gewinner*innen durften sich über Gutscheine und Sachpreise
von Bank Austria, OBI und CEWE sowie über den Garten-Kalender von
Karl Ploberger freuen.