Wien (OTS) – Die Industriellenvereinigung (IV) bewertet den Abschluss
der
Verhandlungen über ein Freihandels- sowie ein
Investitionsschutzabkommen zwischen der EU und Indonesien als
„positives Signal“: „Gerade aufgrund geopolitscher Instabilität und
der protektionistischen Handelspolitik der USA, ist die heutige
Einigung ein wichtiger Schritt zur Diversifizierung unserer
Handelspartnerschaften und zum Ausbau von regelbasiertem Handel“,
erklärt IV-Generalsekretär Christoph Neumayer.
Das Freihandelsabkommen, das seit 2016 verhandelt wurde, sieht
Zollfreiheit für den Großteil der EU-Exporte nach Indonesien vor
sowie einen verbesserten Zugang für europäische Betriebe zum
Dienstleistungsmarkt und den Abbau nicht-tarifärer Handelshemmnisse.
Zusätzlich schafft das Investitionsschutzabkommen verbesserte
Möglichkeiten für europäische Betriebe und bringt notwendige
Rechtssicherheit. „Das eröffnet Chancen gerade hinsichtlich der mehr
als herausfordernden aktuellen Situation und damit dringend benötigte
Wachstumsimpulse für die exportorientierte Industrie in Österreich
und Europa“, so Neumayer. Gleichzeitig wird der Zugang zu kritischen
Rohstoffen erleichtert – Indonesien ist hier etwa als weltweit
größter Produzent von Nickel ein wesentlicher Rohstofflieferant für
die EU.
Für Österreich ist Indonesien ein zunehmend wichtiger Markt: Rund
40 heimische Unternehmen sind vor Ort tätig und sichern dort 2.000
Arbeitsplätze. Das bilaterale Handelsvolumen belief sich 2024 auf 679
Millionen Euro, österreichische Direktinvestitionen erreichten 648
Millionen Euro.
„Freihandel schafft Wohlstand und stärkt die Konjunktur, umso
wichtiger ist nun die rasche Umsetzung des Abkommens. Das gilt ebenso
für das geplante Handelsabkommen mit Lateinamerika, wo die
Bundesregierung ihren Widerstand aufgeben sollte“, so Neumayer.

