Wien (OTS) – Die Industriellenvereinigung (IV) sieht in der von der
Bundesregierung angekündigten stärkeren strategischen Ausrichtung der
öffentlichen Beschaffung einen wichtigen Schritt, um Innovation und
Wettbewerbsfähigkeit am Standort Österreich zu fördern. Mit dem
angekündigten nationalen Aktionsplan für Strategische Öffentliche
Beschaffung soll der Hebel der öffentlichen Hand nun stärker genutzt
werden. Innovative Unternehmen sollen dadurch ihre Lösungen rascher
am Markt etablieren können. „Die öffentliche Hand verfügt mit einem
Einkaufsvolumen von rund 70 Milliarden Euro jährlich über enorme
Gestaltungskraft. Wenn sie Innovation gezielt nachfragt, entstehen
Anreize und Chancen für Unternehmen, neue Produkte und
Dienstleistungen zu entwickeln, während gleichzeitig moderne Lösungen
für die Herausforderungen der digitalen und grünen Transformation
schneller zum Einsatz kommen“, betont IV-Vizepräsidentin Sabine
Herlitschka.
Derzeit werden innovative Produkte und Lösungen im Rahmen
öffentlicher Beschaffungen selten nachgefragt. Die IV begrüßt daher,
dass ein solcher Aktionsplan bis Ende des Jahres ausgearbeitet werden
soll. „Öffentliche Auftraggeber brauchen mehr Flexibilität und
Unterstützung, um Innovationen einfacher und sicher beschaffen zu
können. Das stärkt die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts, schafft
zusätzliche Wertschöpfung und trägt zu einer klimaneutralen und
digital fitten Verwaltung bei“, so Herlitschka.
Innovationsorientierte Beschaffung schafft einen Mehrwert für
Staat, Wirtschaft und Gesellschaft gleichermaßen. Jetzt gilt es, den
angekündigten Plan rasch und sinnvoll umzusetzen und den öffentlichen
Sektor zu einem echten Innovationstreiber zu machen.


