IV zu IMD-Ranking 2026: Österreich fällt erneut zurück, Reformtempo steigern

Wien (OTS) – Österreich fällt im aktuellen IMD World Competitiveness
Ranking 2026
auf Platz 29 zurück und verliert damit weiter an Boden im
internationalen Wettbewerb. Für die Industriellenvereinigung (IV) ist
das Ergebnis ein weiterer Weckruf für den Standort Österreich, der
zeigt, dass Reformen rasch umgesetzt und die Standortbedingungen
konsequent verbessert werden müssen. „Österreich verliert seit Jahren
Schritt für Schritt an Wettbewerbsfähigkeit. Das aktuelle IMD-Ranking
ist daher kein Ausreißer, sondern ein weiterer Weckruf, entschlossen
an den Standortschrauben zu drehen. Österreich verfügt weiterhin über
große Stärken, insbesondere bei Wissenschaft und Infrastruktur.
Gleichzeitig verlieren wir jedoch bei der staatlichen Effizienz an
Wettbewerbsfähigkeit“, betont IV-Generalsekretär Christoph Neumayer.

Besonders kritisch bewertet die IV das Abschneiden Österreichs im
Bereich Government Efficiency, wo Österreich lediglich Rang 43
erreicht. „Bürokratie, regulatorische Komplexität und hohe Abgaben
sind hausgemachte Standortnachteile. Hier haben wir es selbst in der
Hand, gegenzusteuern und die Rahmenbedingungen für Unternehmen zu
verbessern“, so Neumayer.

Die IV anerkennt die bisherigen Maßnahmen der Bundesregierung im
Rahmen der Industriestrategie 2035, darunter die Senkung der
Lohnnebenkosten, den Industriestrompreis, die Verlängerung der
Strompreiskompensation sowie die angekündigten Schritte im Bereich
der Schlüsseltechnologien. „Die Industriestrategie setzt den
richtigen Rahmen. Entscheidend wird aber sein, wie rasch die
angekündigten Maßnahmen tatsächlich bei den Unternehmen ankommen“,
betont Neumayer.

Aus Sicht der IV braucht es nun vor allem eine konsequente
Entbürokratisierung, schnellere Genehmigungs- und
Verwaltungsverfahren, zusätzliche steuerliche Investitionsanreize
sowie Maßnahmen zur Stärkung des Standorts für Unternehmerinnen und
Unternehmer sowie internationale Investoren. „Andere Länder zeigen,
wie rasch Reformen wirken können. Österreich verfügt über alle
Voraussetzungen – eine starke industrielle Basis, exzellente
Forschungseinrichtungen und qualifizierte Fachkräfte –, um wieder zur
Spitzengruppe der Industriestandorte aufzuschließen. Dafür braucht es
Tempo bei strukturellen Reformen, mehr Mut bei der weiteren
Entlastung der Unternehmen und eine konsequente Umsetzung der
angekündigten Maßnahmen“, so Neumayer abschließend.