Wien (OTS) – KORREKTUR-HINWEIS
Korrektur im Titel
Ob der Sicherheitsgefährdung um den ESC war es den
Jüdischen
Hochschülern (JöH) nicht möglich, ein Public Viewing zu veranstalten.
Nun gibt es eine Kundgebung mit Polizeiaufgebot.
Die Jüdischen österreichischen HochschülerInnen (JöH)
organisieren anlässlich der Sicherheitsgefährdung für jüdische und
israelische ESC-Fans eine Kundgebung mit Public Viewing am
Universitätscampus, um ein solidarisches Zeichen zu setzen. Wir
wollen gemeinsam für die offene Gesellschaft einstehen – und gegen
jenen Hass und Antisemitismus, der verhindert, das jüdische
Studierende ein Public Viewing des ESC unter gewöhnlichen Bedingungen
veranstalten.
Das Format der Kundgebung ist dabei eine Notlösung, um das Public
Viewing durch die Polizei schützen zu lassen, da eine herkömmliche
Veranstaltung zu gefährlich wäre: In den vergangenen Wochen wurde der
JöH von unzähligen öffentlichen und gemeindeinternen Seiten erklärt,
dass das gemeinsame Schauen des Songcontest in der Öffentlichkeit für
jüdische Studierende zu gefährlich sei – trotz wochenlanger
Bemühungen unserer Organisation wurde uns ständig mitgeteilt, es gäbe
keine Kapazitäten, um jüdische Studierende zu schützen.
Das bedeutet im Klartext: Jüdische Studierende können aufgrund
massiver Sicherheitsbedrohungen kein gewöhnliches ESC-Public-Viewing
ausrichten, sondern sollen sich angesichts des Hasses hinter
geschlossenen Türen verstecken.
Das ist eine Schande und in Österreich im Jahr 2026 vollkommen
inakzeptabel!
Die Verunmöglichung unseres Public Viewings anlässlich des ESC
2026 reiht sich ein in eine lange Geschichte von
Veranstaltungsabsagen seit Oktober 2023 – öffentliches jüdisches
Leben ist seit bald drei Jahren in Österreich und Europa aufgrund der
anhaltenden Bedrohungslage kaum mehr möglich.
Als Jüdische HochschülerInnen lassen wir uns jedoch nicht
einschüchtern und erst recht nicht aus der Öffentlichkeit verdrängen!
Wir rufen alle solidarischen Menschen dazu auf, sich unserer
Kundgebung gegen diese untragbare Situation lautstark anzuschließen
und gemeinsam mit uns beim Protest-Public-Viewing das Finale des
Eurovision Songcontest 2026 anzusehen!
Milli Li Rabinovici, Co-Präsidentin der JöH, ist empört: „ Es ist
skandalös, dass sich jüdische Studierende nicht am Universitätscampus
auf die Wiese setzen können, um sich ein Public Viewing des ESC
Finales anzuschauen, ohne letztlich eine Kundgebung mit großem
Polizeiaufgebot veranstalten zu müssen. “
Lia Guttmann, Co-Präsidentin der JöH, fügt hinzu: „ Die
Lebensrealität von uns Jüdinnen und Juden hat sich in Österreich und
Europa seit Oktober 2023 signifikant verschlechtert. Die seit jeher
schwierige Sicherheitslage ist inzwischen dermaßen brüchig, dass
jüdisches Leben in der Öffentlichkeit kaum mehr stattfinden kann.
Daran muss sich jetzt etwas ändern! “


