St. Pölten (OTS) – Nach der Hochwasserkatastrophe im September 2024
und massiven
Starkregenereignissen steht die Wiederöffnung der schwer beschädigten
Landesstraße L2009 unmittelbar bevor. Niederösterreichs
Verkehrslandesrat LH-Stellvertreter Udo Landbauer informiert, dass
die Sperre zwischen Greifenstein und Hadersfeld planmäßig nach
Ostern, am Freitag, dem 10. April 2026, aufgehoben wird. „Die Schäden
entlang der L2009 waren enorm: Auf rund 800 Metern kam es zu
insgesamt elf Hangrutschungen mit einer Tiefe von bis zu 25 Metern,
auch die Fahrbahn wurde massiv beschädigt. Die Sperre war aus
Sicherheitsgründen alternativlos“, betont Landbauer.
Unmittelbar nach dem Starkregen im September 2024 wurde per
Drohne ein erster Überblick über das Schadensausmaß geschaffen. In
den darauffolgenden Monaten bis April 2025 folgten umfassende
geologische Untersuchungen und die Ausarbeitung eines technisch
anspruchsvollen Sanierungskonzepts; aufgrund der extremen
Geländesituation mussten spezialisierte Fachfirmen hinzugezogen
werden. Darauf aufbauend wurden Abstimmungen mit den Grundeigentümern
geführt und umfangreiche Genehmigungsverfahren abgewickelt. „Das
Projektgebiet liegt in einem Europaschutzgebiet (Natura 2000),
entsprechend aufwendig war die Erwirkung der Genehmigungen“, erklärt
Landbauer.
Der Baustart erfolgte am 23. September 2025 mit dem Ziel der
Verkehrsfreigabe vor Weihnachten. Ein weiteres Starkregenereignis
vergrößerte jedoch das Schadensbild erheblich: Der Untergrund wurde
zusätzlich aufgeweicht, musste großflächig ausgetauscht werden und
führte zu höherem Materialaufwand, steigenden Kosten sowie einer
Verlängerung der Bauzeit.
Ein früher und intensiver Wintereinbruch ab Dezember 2025 machte
schließlich einen Baustopp notwendig; erst am 9. Februar 2026 konnten
die Arbeiten wieder aufgenommen und mit Hochdruck fortgesetzt werden.
Ab 10. April 2026 wird die L2009 wieder für den Verkehr geöffnet –
zunächst unter halbseitiger Verkehrsführung. Der Verkehr wird
geregelt abgewickelt, auch Radfahrer können die Strecke problemlos
mitbenützen. Die vollständige Fertigstellung und uneingeschränkte
Verkehrsfreigabe sind aus heutiger Sicht für Anfang Juni 2026
vorgesehen, insgesamt werden rund 1,6 Millionen Euro in die Sanierung
und Sicherung des Straßenabschnitts investiert.
Zusätzliche Maßnahmen durch die Straßenmeisterei Tulln, wie das
Setzen von Granitleistensteinen, moderne Entwässerungslösungen und
neue Fahrzeugrückhaltesysteme erhöhen langfristig die Sicherheit und
schützen die Strecke bestmöglich vor künftigen Unwetterschäden.
„Entscheidend ist, dass wir sofort gehandelt haben und vor allem
verlässlich und sicher bauen, damit die Strecke in Zukunft
bestmöglich geschützt ist. Ich bedanke mich ausdrücklich bei den
Kollegen der Straßenmeisterei Tulln, die hier beispielhaft und
intensiv an der Abwicklung des Projektes arbeiten“, unterstreicht LH-
Stellvertreter Udo Landbauer.
Weitere Informationen: Büro LH-Stellvertreter Udo Landbauer,
Alexander Murlasits, Leitung Presse und Öffentlichkeitsarbeit,
Telefon 0676/812 13742, E-Mail [email protected]

