Wien (OTS) – Die Umweltschutzorganisation Greenpeace begrüßt die
Sofortmaßnahmen
der Stadt Wien zum Schutz der Wiener Bevölkerung vor Asbest in Wiener
Straßen. Anfang Juli hatte Greenpeace in mehreren Straßen Wiens in
der Asphaltoberfläche nahezu reine Asbest-Einschlüsse festgestellt
und diese Informationen der Stadt übergeben. Die Stadt Wien hat
daraufhin unmittelbar die betroffenen Straßen beprobt und ergreift
nun Sofortmaßnahmen zum Gesundheitsschutz der Bevölkerung. Greenpeace
fordert von Bundeskanzler Stocker rasch eine günstige
Entsorgungsmöglichkeit für Asbest zu schaffen und Hilfsgelder für die
vielen vom Asbest-Skandal betroffenen Gemeinden, Unternehmen und
Privatpersonen bereitzustellen.
Stefan Stadler, Sprecher des Greenpeace Investigativ-Teams: “Die
Stadt Wien handelt vorbildlich. Jede Verdachtsfläche wird von den
Behörden geprüft und es werden unverzüglich Maßnahmen gesetzt. Im
hauptbetroffenen Burgenland passiert das Gegenteil. Dort liebäugeln
die Behörden sogar mit der Wiedereröffnung der wegen akuter
Asbestgefahr gesperrten Serpentinit-Steinbrüche. Das wäre komplett
verantwortungslos – krebserregender Asbest würde wieder abgebaut und
im Land verteilt werden.”
Die Verdachtsflächen haben sich seit den ersten Funden in Wien stark
ausgeweitet. Insgesamt hat Greenpeace bereits 40 Verdachtsflächen in
elf Wiener Bezirken an die Stadt weitergemeldet. Die Stadt Wien geht
jedem dieser Verdachtsfälle nach und setzt, wie sie heute beweist,
auch rasche Schutzmaßnahmen für die Bevölkerung. Damit hat die Stadt
Wien in wenigen Wochen bereits deutlich mehr Verantwortung gezeigt
als das Land Burgenland und die dort eingesetzte Taskforce unter der
Leitung von Dr. Hans-Peter Hutter in einem halben Jahr. “Die
Hinhaltetaktik des Burgenlands auf dem Rücken der Gesundheit der
eigenen Bevölkerung muss sofort beendet werden” , fordert Stadler.
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