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Neue Greenpeace-Fotodokumentation zeigt rasanten Gletscherschwund am Tiroler Schlatenkees – BILD + VIDEO

Wien/Osttirol (OTS) – Eine aktuelle Fotodokumentation von Greenpeace
zeigt am Beispiel des
Tiroler Schlatenkees das Ausmaß der rasanten Gletscherschmelze in den
österreichischen Alpen: Im Vergleich zu Aufnahmen aus dem Jahr 2019
ist das Eis im Kessel weitgehend zurückgewichen. An seiner Stelle hat
sich ein großer Schmelzwassersee gebildet. Bei den letzten Messungen
im Jahr 2023 ging der Gletscher um fast 100 Meter zurück. Neben
Rekord-Hitzewellen und ungesehener Trockenheit stellt der
Gletscherschwund eine weitere bittere Konsequenz der Klimakrise in
Österreich dar. Greenpeace fordert Tempo von der Regierung bei
Klimaschutz und -anpassung.

Jasmin Duregger, Klimaexpertin bei Greenpeace Österreich: „Die
Gletscher sind ein Spiegel der Klimakrise. Am drastischen Rückgang
des Schlatenkees wird deutlich, wie viel Zeit die Politik im
Klimaschutz bereits verloren hat. Dieses politische Verspielen
unserer Zukunft muss sofort ein Ende haben. Österreich muss beim
globalen Klimaschutz einen fairen Beitrag leisten. Die Regierung muss
das angekündigte Klimagesetz ambitioniert mit verpflichtenden Pfaden
zur Klimaneutralität 2040 gestalten. Um die verbleibenden Gletscher
zu schützen, müssen Umweltverträglichkeitsprüfungen bei Gletscher-
Bauprojekten ausgeweitet werden.“

Gletscherschmelze beschleunigt die regionale Erhitzung
Die schwindenden Gletscher sind nicht nur eine Folge der Klimakrise,
sondern beeinflussen auch das alpine Klima direkt: Intakte Gletscher
kühlen die Atmosphäre aktiv. Ihr Verlust führt zu einer zusätzlichen
lokalen Temperaturerhöhung im Hochgebirge. Modellberechnungen der ETH
Zürich verdeutlichen, dass das Überleben der Alpengletscher direkt
vom Ausmaß der Erderhitzung abhängt. Gelingt es, die globale
Erhitzung bis zum Jahr 2100 auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen,
bleiben zumindest zwölf Prozent der Alpengletscher erhalten (etwa 430
von knapp 3.000). Ein Temperaturanstieg um zwei Grad lässt nur rund
acht Prozent überstehen, während bei einer ungebremsten Erderhitzung
von vier Grad nahezu die gesamte Eisbedeckung verschwindet.

Über den Fotografen:
Mitja Kobal ist ein slowenischer Fotograf und wohnt in Wien. Seine
Arbeiten beschäftigen sich mit Themen im Wandel. Für Greenpeace
dokumentierte er die sichtbaren Folgen des Klimawandels im ganzen
Land. Mitja Kobal wurde mehrfach ausgezeichnet. Die Dokumentation des
Schlatenkees in Osttirol wurde bei den „International Landscape
Photographer of the Year Awards“ mit dem 2. Platz in der Kategorie
„Foto des Jahres“ ausgezeichnet.

Weiterführende Infos:
Factsheet: https://bit.ly/4j2lgUR
Bildmaterial der Fotoserie (Schlatenkees 2019-2026):
https://act.gp/3VlN7pe
Die Bilder und Videos stehen unter Angabe der Credits (© Mitja Kobal
/ Greenpeace) für redaktionelle Zwecke kostenfrei zur Verfügung.

Inhalte auf einen Blick
Thema / Anlass: Eine Greenpeace-Fotodokumentation zeigt den rasanten
Gletscherschwund am Tiroler Schlatenkees im August 2026 im Vergleich
zum Jahr 2019.
Hauptforderung: Die Bundesregierung muss das Klimagesetz mit
verpflichtenden Pfaden zur Klimaneutralität 2040 umsetzen. Zudem
müssen Umweltverträglichkeitsprüfungen bei Gletscher-Bauprojekten
ausgeweitet werden.
Akteur:innen / Adressat: Österreichische Bundesregierung.
Quelle / Material: Greenpeace Österreich / Bildmaterial der Fotoserie
(Schlatenkees 2019–2026): https://act.gp/3VlN7pe