Neue Sammlungsdatenbank für Wiener Bezirksmuseen

Wien (OTS) – Für die Inventarisierung der Objekte aus den Sammlungen
der Stadt
Wien steht den Wiener Bezirks- und Sondermuseen ab sofort die
Sammlungsmanagement-Software MuseumPlus (Anbieter: zetcom) zur
Verfügung.

Die Sammlungen der Stadt Wien werden bereits seit Jahren in
MuseumPlus erfasst. Es ist eines der führenden Tools für diese
essenzielle Aufgabe der Museumsarbeit. Nun erhalten auch die
ehrenamtlich geführten Wiener Bezirks- und Sondermuseen Zugang zu
dieser Software. Dafür wurde von der Stabsstelle Bezirksmuseen im
Wien Museum eine eigene Eingabemaske entwickelt, die speziell auf
ihre Anforderungen zugeschnitten ist.

Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler unterstreicht die Bedeutung
des Projekts: „Die Wiener Bezirks- und Sondermuseen sind ein
zentraler Bestandteil unserer lebendigen Erinnerungskultur.“ Mit der
gemeinsamen Sammlungsdatenbank werde nun ein wichtiger Schritt
gesetzt. „Tausende Objekte werden nachhaltig gesichert und
wissenschaftlich besser erschließbar. Gleichzeitig schaffen wir die
Grundlage, unsere Stadtgeschichte für noch mehr Menschen zugänglich
zu machen.“ Besonders wichtig sei dabei „die enge Zusammenarbeit mit
den ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern“, deren
Engagement diese Museumslandschaft überhaupt erst möglich mache.

Erstmals gemeinsamer Überblick über tausende Objekte

Bisher wurden die Bestände in den Wiener Bezirks- und
Sondermuseen mit unterschiedlichen Systemen und in unterschiedlicher
Tiefe erfasst. Die neue gemeinsame Sammlungsdatenbank schafft nun die
Grundlage, den Gesamtbestand von tausenden Objekten einheitlich zu
dokumentieren und besser zu erforschen.

Die Eingabemaske wurde in Zusammenarbeit mit den ehrenamtlichen
Museen entwickelt und gezielt auf deren Inventarisierungspraxis
abgestimmt: „Die Arbeitsgemeinschaft Wiener Bezirksmuseen begrüßt die
verstärkte Inventarisierung der Bestände in den Bezirks- und
Sondermuseen. Dieser Schritt ist eine wichtige Grundlage für die
nachhaltige Sicherung, Dokumentation und wissenschaftliche
Erschließung der Sammlungen. Wir sehen der weiteren Zusammenarbeit
mit der Stabsstelle im Wien Museum mit Interesse entgegen und werden
diesen Prozess konstruktiv begleiten“, so ARGE-Präsidentin Brigitte
Neichl.

Unterstützung durch das Wien Museum

Die Stabsstelle Bezirksmuseen im Wien Museum begleitet das
Datenbankprojekt fachlich und organisatorisch. Ziel ist es, die
Inventarisierung für die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter so einfach und praktikabel wie möglich zu gestalten.

Anna Denk von der Stabsstelle Bezirksmuseen im Wien Museum: „Ich
freue mich sehr, dass wir gemeinsam mit den Wiener Bezirks- und
Sondermuseen an einer einheitlichen Inventarisierungsstrategie
arbeiten. Ein professionelles Sammlungsmanagement-Tool wie MuseumPlus
ist dafür eine wesentliche Grundlage. Gemeinsam mit der Abteilung
Digitales Sammlungsmanagement im Wien Museum haben wir intensiv daran
gearbeitet, die Erfassung der Objektdaten möglichst intuitiv zu
gestalten. Gleichzeitig unterstützen wir die Museen mit
Schulungsangeboten und stehen ihnen laufend beratend zur Seite.“

Unterstützung für ehrenamtliche Museen

2020 wurde die Stabsstelle Bezirksmuseen im Wien Museum
gegründet, um die ehrenamtlich geführten Wiener Bezirks- und
Sondermuseen zu unterstützen und strukturell zu stärken. Seither
wurde eine Vielzahl nachhaltiger Projekte umgesetzt, darunter eine
neue Website, das Buch „Wunderkammern. Die Wiener Bezirksmuseen und
ihre Schätze“, sowie die Dauerausstellungen „Im Tröpferlbad –
Geschichte(n) von Gesundheit und Hygiene“ und „Donau-Raum“ in den
Bezirksmuseen Wieden und Brigittenau.

Allgemeine Informationen zu den Wiener Bezirks- und Sondermuseen:

www.bezirksmuseum.at