Graz (OTS) – Am 9. April eröffnete das Forschungszentrum Silicon
Austria Labs (SAL
) am Standort Graz sein neues Validation Lab. In dem Hightech-Labor
werden Sensoren und elektronische Systeme unter realitätsnahen und
extremen Umweltbedingungen getestet. Ziel ist es, die Zuverlässigkeit
und Lebensdauer moderner Elektronik zu verbessern und Innovationen
schneller in die Anwendung zu bringen.
Mit der Eröffnung des neuen Validation Labs setzte SAL einen
weiteren Meilenstein für den Forschungs- und Technologiestandort
Österreich. In dem Labor werden elektronische Komponenten gezielt
extremen Bedingungen ausgesetzt – von starken Temperaturschwankungen
über hohe Luftfeuchtigkeit bis hin zu mechanischen Belastungen und
Vibrationen. Dadurch kann bereits in der Entwicklungsphase überprüft
werden, ob Sensoren und Elektronik auch unter realen
Einsatzbedingungen zuverlässig funktionieren.
„ Innovationen in der Mikroelektronik sind ein zentraler Hebel
für die Wettbewerbsfähigkeit unseres Standorts. Nicht umsonst haben
wir Elektronische Komponenten und Systeme als eine von neun
Schlüsseltechnologien und Stärkefelder in der Industriestrategie
definiert. Mit dem Validation Lab schafft Österreich eine wichtige
Infrastruktur, um neue Technologien schneller zur Marktreife zu
bringen und gleichzeitig ihre Qualität und Langlebigkeit
sicherzustellen “, betont Innovationsminister Peter Hanke .
Zwtl.: Testumgebung für Forschung und Industrie
Das Validation Lab ermöglicht umfassende Tests unter
kontrollierten Bedingungen – etwa in Klimakammern oder durch
Vibrations- und Schocktests. So können unter anderem Temperaturen von
minus 70 bis plus 180 Grad Celsius simuliert und deren Auswirkungen
auf elektronische Systeme während des Betriebs analysiert werden.
„ Mit dem Validation Lab erweitern wir unsere
Forschungsinfrastruktur gezielt in Richtung Anwendung. Wir schaffen
eine Brücke zwischen wissenschaftlicher Entwicklung und industrieller
Umsetzung und stärken damit unsere Rolle als Innovationspartner für
die Wirtschaft “, erklärt Christina Hirschl, Geschäftsführerin SAL.
Zwtl.: Zuverlässigkeit und Langlebigkeit als Schlüssel für
nachhaltige Technologien
Neben der eigenen Forschung steht das Labor künftig auch Partnern
aus Industrie und Wissenschaft zur Verfügung, die ihre Produkte unter
realitätsnahen Bedingungen testen können. Der Fokus liegt dabei auf
langlebigen und nachhaltigen Elektroniklösungen, die auch unter
extremen Bedingungen zuverlässig funktionieren müssen – etwa in der
Automobilindustrie, Energietechnik oder Raumfahrt.
„ Wir simulieren im Validation Lab gezielt die Belastungen, denen
Elektronik im realen Einsatz ausgesetzt ist – von extremen
Temperaturen bis hin zu starken Vibrationen. So können wir frühzeitig
erkennen, wie sich Systeme verhalten und ihre Lebensdauer gezielt
optimieren “, so Rudolf Heer, Leiter des Bereichs Electronic Sensors
bei SAL .
Zwtl.: Über Silicon Austria Labs (SAL)
Die Silicon Austria Labs GmbH (SAL) wurde 2018 als
bundesländerübergreifendes, außeruniversitäres
Spitzenforschungszentrum im Bereich der elektronik- und
softwarebasierten Systeme (ESBS) gegründet. An den Standorten Graz,
Villach und Linz wird an Schlüsseltechnologien in den Bereichen
Microsystems, Sensor Systems, Power Electronics, Intelligent Wireless
Systems und Embedded Systems geforscht. Eigentümerinnen sind die
Republik (50,1%), die Länder Steiermark und Kärnten (je 10%), das
Land Oberösterreich (4,95%) und der Fachverband für Elektro- und
Elektronikindustrie (24,95%).
Rückfragehinweis Bundesministerium für Innovation, Mobilität und
Infrastruktur
Mag.a. Kleo Kraft
+43 1 711 62-65 8116
E-Mail: [email protected]
Web: www.bmimi.gv.at

